Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva forderte Donald Trump auf, alle Länder nach gleichen Regeln zu behandeln, nachdem Washington einen neuen, 15-prozentigen globalen Zollsatz eingeführt hatte. Die Entscheidung des Weißen Hauses ist eine direkte Antwort auf das Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA, das die bisherigen Zölle für illegal erklärt hat. Experten schätzen, dass die US-Regierung gezwungen sein könnte, Unternehmen bis zu 175 Milliarden Dollar unrechtmäßig erhobener Gebühren zurückzuzahlen.
Urteil des Obersten Gerichtshofs
Erklärung der meisten Zölle aus dem Jahr 2025 für illegal aufgrund der Überschreitung der Befugnisse durch den Präsidenten.
Neuer Zollsatz
Erhöhung des globalen Zolls auf 15 Prozent im Rahmen eines neuen Dekrets, um das Gerichtsurteil zu umgehen.
Milliardenschwere Forderungen
Potenzielle Notwendigkeit, Importeuren 175 Milliarden Dollar aus dem Bundeshaushalt zurückzuzahlen.
Appell des brasilianischen Präsidenten
Lula da Silva fordert gleiche Behandlung der Nationen und ein Ende des neuen kalten Handelskriegs.
Die Entscheidung des US-Obersten Gerichtshofs, einen Großteil der 2025 von der Regierung Donald Trumps eingeführten Zölle für nichtig zu erklären, hat beispiellose Turbulenzen in den internationalen Beziehungen ausgelöst. Die Richter des Obersten Gerichts erkannten mit einer Abstimmung von sechs zu drei, dass das IEEPA-Gesetz den Präsidenten nicht zur Erhebung von Zöllen ermächtigt und die Einführung von Zöllen ohne Zustimmung des Kongresses somit die Befugnisse der Exekutive überschritt. Als Reaktion unterzeichnete Trump ein neues Dekret, das den Zollsatz von 10 auf 15 Prozent erhöhte, gestützt auf andere rechtliche Grundlagen, was sofort auf Kritik von Weltführern stieß. Der brasilianische Präsident, Luiz Inácio Lula da Silva, der sich auf einem Besuch in Indien aufhält, erklärte, die Welt brauche keine zusätzlichen Spannungen und forderte Washington auf, die Einmischung in die Volkswirtschaften anderer Länder zu beenden. Frankreich und Deutschland appellieren ihrerseits an eine „gemeinsame Antwort“ der Europäischen Union. Die Situation wird durch Agenturmeldungen verkompliziert, wonach der US-Haushalt möglicherweise vor der Notwendigkeit steht, gigantische Entschädigungen an Importeure zu zahlen, die für illegal erklärte Zölle gezahlt haben. Erste Schätzungen sprechen von einer Summe von bis zu 175 Milliarden Dollar. Das Prinzip der Gewaltenteilung und das System der gegenseitigen Kontrolle „Checks and Balances“ in den USA gehen auf das Jahr 1787 zurück, als die Verfassungsväter die Kompetenzen zwischen Präsident, Parlament und Gerichten bewusst aufteilten, um Autoritarismus zu verhindern.„The Supreme Court decision on tariffs is deeply disappointing and I am ashamed. It is an absolute shame.” (Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu Zöllen ist zutiefst enttäuschend und ich schäme mich. Es ist eine absolute Schande.) — Donald Trump Öffentliche Umfragen in den USA zeigen eine wachsende gesellschaftliche Unzufriedenheit – in einer in diesem Zeitraum veröffentlichten Studie lag die Ablehnungsrate des Präsidenten bei etwa 60 Prozent. Dennoch will die Trump-Regierung nicht auf Protektionismus verzichten und argumentiert mit der Notwendigkeit, die Chancen im Handel mit China und Europa auszugleichen. Ökonomen warnen jedoch vor den langfristigen Folgen der Unsicherheit, die weltweit Lieferketten und Investitionsplanungen trifft.
Perspektywy mediów: Betonung der Wirksamkeit demokratischer Institutionen bei der Verhinderung von Machtmissbrauch sowie der zerstörerischen Auswirkungen von Trumps Politik auf die globale Stabilität. Akzentuierung des Kampfes des Präsidenten für die Interessen amerikanischer Unternehmen und Kritik am Obersten Gerichtshof für die Einschränkung von Instrumenten zum Schutz des nationalen Marktes.
Mentioned People
- Luiz Inácio Lula da Silva — Der brasilianische Präsident, der für eine gleiche Behandlung der Länder im Handel appelliert.
- Rick Woldenberg — Unternehmer aus Chicago, dessen Klage zur Aufhebung der Zölle durch den Obersten Gerichtshof führte.
- Emmanuel Macron — Der französische Präsident, der die Bedeutung von Kontrollmechanismen der Macht in der Demokratie kommentiert.