Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hat Donald Trump aufgefordert, kalte Kriegsrhetorik zu vermeiden und alle Staaten fair zu behandeln. Dieser Appell erklang während des Besuchs des brasilianischen Staatschefs in Indien, wo er zusammen mit Premierminister Narendra Modi eine strategische Vereinbarung über den Abbau kritischer Mineralien unterzeichnete. Die Zusammenarbeit der beiden Mächte des Globalen Südens zielt darauf ab, globale Lieferketten von der Dominanz Chinas unabhängig zu machen und die technologische Souveränität beider Nationen zu stärken.

Warnung vor neuem Kalten Krieg

Lula appellierte an Trump, auf Konfrontationspolitik zu verzichten und alle Staaten gleich zu behandeln.

Rohstoffpakt mit Indien

Es wurde ein Abkommen über gemeinsame Nutzung Seltener Erden unterzeichnet, um die Abhängigkeit von chinesischen Lieferungen zu reduzieren.

Allianz der Südmächte

Die Führer kündigten die Bildung einer Kooperationsachse der beiden größten Entwicklungsländer-Demokratien der Welt an.

Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva beendete seinen dreitägigen Besuch in Neu-Delhi mit einer klaren Botschaft an die US-Administration. Während einer Pressekonferenz formulierte der brasilianische Führer einen direkten Appell an Donald Trump und betonte, dass die Welt keinen neuen Kalten Krieg und keine Einmischung in die souveränen Angelegenheiten anderer Staaten benötige. Diese Erklärung ist eine Reaktion auf die protektionistische Politik Washingtons, einschließlich der Verhängung von 10-prozentigen US-Importzöllen und Ankündigungen ihrer weiteren Erhöhung auf 15 Prozent. Lula betonte, dass internationale Beziehungen auf Gleichheit und nicht auf der Diktatur von Großmächten basieren sollten, was in die Strategie zum Aufbau der Handlungsfähigkeit von Entwicklungsländern passt. Seit der Gründung der BRICS-Gruppe im Jahr 2009 streben Brasilien und Indien systematisch eine Reform der internationalen Finanz- und politischen Ordnung an und versuchen, den Einfluss der traditionellen westlichen Volkswirtschaften (G7) auszugleichen.Der Besuch wurde jedoch von konkreten wirtschaftlichen Vereinbarungen dominiert, die beiden Ländern greifbare Vorteile bringen sollen. Ein zentraler Punkt der Agenda war das von den Führern unterzeichnete Abkommen über die Zusammenarbeit im Bereich kritischer Mineralien und Seltener Erden. Brasilien verfügt über die zweitgrößten Vorkommen dieser Rohstoffe weltweit, und Indien, eine technologische Großmacht, sucht nach Alternativen zu Rohstoffen aus China. Premierminister Narendra Modi bezeichnete den Pakt als „Meilenstein” beim Aufbau wirtschaftlicher Widerstandsfähigkeit und technologischer Souveränität, um künftige Rohstofferpressungen zu vermeiden. 30 mld USD — Ziel des bilateralen Handelsvolumens bis 2030 Neben Rohstofffragen unterzeichneten die Delegationen beider Länder insgesamt sieben Absichtserklärungen und stärkten damit die strategische Partnerschaft, die bereits 2006 etabliert wurde. Lula bezeichnete Indien und Brasilien als „Supermächte des Südens” und wies auf die Komplementarität ihrer Volkswirtschaften hin: Indien als globales Zentrum digitaler Kompetenzen und Brasilien als globale Kornkammer und Vorreiter erneuerbarer Energien. Die Ambitionen sind hoch, da die Partner planen, den Handelsaustausch von derzeit 15 Milliarden Dollar innerhalb von fünf Jahren auf 20 Milliarden zu steigern und bis Ende des Jahrzehnts schließlich 30 Milliarden Dollar zu erreichen. Diese Integration ist ein deutliches Signal, dass Schwellenländer eigenständig eine neue Architektur der wirtschaftlichen Sicherheit der Welt gestalten. „I want to tell the US President Donald Trump that we don't want a new Cold War. We don't want interference in any other country; we want all countries to be treated equally.” — Präsident Brasiliens, Initiator des Appells an die USA und des Rohstoffpakts mit Indien. Handelsambitionen Indiens und Brasiliens: Wert des Handelsaustauschs: 15 Mrd. USD → 30 Mrd. USD (Ziel 2030); Anzahl strategischer Vereinbarungen: Partnerschaft 2006 → 7 neue Dokumente

Perspektywy mediów: Betonung der Notwendigkeit globaler Solidarität von Entwicklungsländern und gerechter Ressourcenverteilung im Gegensatz zum Unilateralismus der USA. Akzentuierung der Bedrohung für die US-Industrie durch neue Rohstoffallianzen, die westliche Kontrollsysteme umgehen.

Mentioned People

  • Luiz Inacio Lula da Silva — Präsident Brasiliens, Initiator des Appells an die USA und des Rohstoffpakts mit Indien.
  • Narendra Modi — Premierminister Indiens, der darauf abzielt, Lieferketten für kritische Mineralien abzusichern.
  • Donald Trump — Präsident der USA, dessen Zollpolitik zum Auslöser von Spannungen in den Beziehungen zu Brasilien wurde.