Das spanische Statistikinstitut (INE) hat vorläufige Daten für das Jahr 2025 veröffentlicht, die einen Durchbruch im seit einem Jahrzehnt anhaltenden Abwärtstrend anzeigen. Im vergangenen Jahr kamen in Spanien 321.164 Kinder zur Welt, was einem Anstieg von fast einem Prozent im Jahresvergleich entspricht. Trotz des positiven Signals weisen Experten auf den negativen natürlichen Bevölkerungszuwachs und die zunehmende Verzögerung der Mutterschaftsentscheidung unter Spanierinnen hin.
Durchbrechung des Abwärtstrends
Zum ersten Mal seit zehn Jahren ist die Zahl der Geburten in Spanien gestiegen und erreichte im Jahr 2025 321.164 Säuglinge.
Negative demografische Bilanz
Trotz der höheren Geburtenzahl stieg die Zahl der Todesfälle um 2,5%, was zu einem Bevölkerungsdefizit von über 122.000 Personen führt.
Historisches Tief im Hintergrund
Der Anstieg erfolgte unmittelbar nach dem rekordniedrigen Jahr 2024, in dem die geringste Zahl an Geburten seit 1941 verzeichnet wurde.
Die vom Nationalen Statistikinstitut (INE) veröffentlichten Daten bringen eine unerwartete Wende in der spanischen Demografie. Im Jahr 2025 wurden 321.164 Geburten registriert, was einem Anstieg um 3.159 Personen (0,99%) im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies ist der erste derartige Fall seit 2014 und beendet eine Serie kontinuierlicher Rückgänge der Geburtenzahl. Seit 2015 hat sich diese Zahl um fast 100.000 verringert und erreichte 2024 ein historisches Tief seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1941. Obwohl der verzeichnete Anstieg von 1% bescheiden ist, betrachten Kommentatoren ihn als einen wichtigen Wendepunkt für ein Land, das mit einer tiefen demografischen Krise kämpft. Seit 2012 verzeichnet Spanien eine der niedrigsten Fertilitätsraten in der Europäischen Union, was auf ein Zusammenspiel wirtschaftlicher Faktoren, mangelnder Arbeitsmarktstabilität für junge Menschen und hoher Wohnkosten zurückzuführen ist.Die demografische Situation bleibt jedoch schwierig aufgrund der steigenden Zahl der Todesfälle, die 2025 446.982 Personen betrug (ein Anstieg um 2,5%). Infolgedessen schloss die demografische Bilanz des Landes, also der natürliche Bevölkerungszuwachs, mit einem Defizit von 122.167 Personen. Die Statistiken bestätigen auch den weiteren Trend der verzögerten Mutterschaft; das Durchschnittsalter von Frauen, die sich für ein Kind entscheiden, steigt systematisch. Experten betonen, dass die aktuellen Daten vorläufig sind und auf Eintragungen aus den Standesämtern basieren, aber eindeutig eine neue Richtung in der Bevölkerungsforschung der Iberischen Halbinsel vorgeben. Geburtenzahl in Spanien: 2015: 420290, 2024: 318005, 2025: 3211640,99% — betrug der jährliche Anstieg der Geburtenzahl