Peter Mildner, ein zoologischer Präparator aus Gotha, beendet nach 48 Jahren seine Karriere. Die feierliche Verabschiedung findet am Sonntag im Schloss Friedenstein statt, wo sein letztes Werk – ein präparierter Angola-Löwe namens Bono – präsentiert wird. Der Künstler betonte stets, dass die Augen des Tieres der Schlüssel zum Realismus der Präparation seien. Die Karriere Mildners, der als Kind kleine Modelle von Raubkatzen schnitzte, schließt sich nun mit der Arbeit an einem Löwen.
Ruhestand des Präparators
Peter Mildner, ein 64-jähriger zoologischer Präparator aus Gotha, beendet nach fast einem halben Jahrhundert seine Arbeit. Die Verabschiedung ist für Sonntag mit einer Zeremonie im Schloss Friedenstein geplant.
Letztes Werk – Löwe Bono
Mildners letzte Aufgabe war die Präparation eines Angola-Löwen namens Bono aus dem Zoo Halle. Die Figur mit charakteristischen, bernsteinfarbenen Augen und geneigtem Kopf wird der Öffentlichkeit präsentiert.
Grundsätze des Handwerks
Mildner war der Ansicht, dass die Augen präparierten Tieren den Eindruck von Leben verleihen. Seine Arbeitsphilosophie bestand darin, die charakteristischen Merkmale des dargestellten Geschöpfs hervorzuheben.
Anfänge der Faszination
Die Leidenschaft für Tiere und Präparation entstand in der Kindheit. Als Siebenjähriger fertigte er ein Modell einer Raubkatze, was ihm später half, an die Zeichenschule in Wismar aufgenommen zu werden.
Peter Mildner, ein 64-jähriger zoologischer Präparator aus der deutschen Stadt Gotha, geht nach fast 48 Jahren Arbeit in den Ruhestand. Die feierliche Verabschiedung findet am kommenden Sonntag im Ballsaal des Schloss Friedenstein statt. Während der Zeremonie, die von einer Prozession begleitet wird, wird das letzte Werk des Künstlers präsentiert – ein präparierter Angola-Löwe namens Bono. Das Tier stammte aus dem Zoo Halle und wird nach der Präsentation dauerhaft in der Ausstellung im Westturm des Schlosses zu sehen sein. Mildner betonte, dass der Schlüssel zur Verleihung von Realismus für die Präparate die Augen seien. „Wenn die Augen nicht gut sind, kann der Körper perfekt sein, aber das Tier sieht nicht lebendig aus” – sagte er über seine Arbeit. Seine Philosophie bestand darin, die charakteristischen Merkmale des dargestellten Geschöpfs hervorzuheben. Die Karriere des Handwerkers schloss sich – sie begann und endete mit der Arbeit an Löwen. Als Kind, inspiriert von den anatomischen Büchern seiner Mutter, schuf er ein Modell einer Raubkatze, das ihm später half, an die Zeichenschule in Wismar aufgenommen zu werden. Zu seinem Werk zählten auch andere Tiere, darunter ein See-Elefant, den er aus antarktischer Haut präparierte. Mildners letzter Arbeitsplatz befand sich im Perthesforum. Nach der Sonntagszeremonie wird der von ihm präparierte Löwe Bono, mit bernsteinfarbenen Augen und charakteristisch geneigtem Kopf, dauerhaft in der Museumsausstellung hängen.
Mentioned People
- Peter Mildner — zoologischer Präparator aus Gotha, der nach 48 Jahren Arbeit in den Ruhestand geht