Das neueste Werk des Kultregisseurs Jim Jarmusch, „Father Mother Sister Brother“, feiert auf der großen Leinwand Premiere. Der Film, der den prestigeträchtigen Goldenen Löwen auf dem Filmfestival in Venedig gewann, ist eine intime Studie über familiäre Beziehungen. Kritiker heben die herausragende Rolle von Vicky Krieps sowie den einzigartigen Stil des Regisseurs hervor, der auf subtilen Blicken statt überflüssigen Worten basiert und so ein einfühlsames, zugleich skurriles Bild moderner Bindungen schafft.
Kultregisseur kehrt zurück
Jim Jarmusch präsentiert ein neues Familiendrama, das auf dem Festival in Venedig Anerkennung fand.
Hervorragende Rolle von Vicky Krieps
Die Schauspielerin wurde von Kritikern für ihre geniale und subtile Interpretation ihrer Figur ausgezeichnet.
Minimalismus und Stille
Der Film setzt auf Blicke und Atmosphäre statt auf actionreiche Handlung und analysiert die Entfremdung in der Familie.
Der neue Film von Jim Jarmusch mit dem Titel „Father Mother Sister Brother“ ist in den breiten Kinoverleih gestartet und weckt großes Interesse bei Kritikern und Publikum. Das Werk wurde zuvor mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet, was ihn als eines der wichtigsten Filmereignisse der Saison positioniert. Der Regisseur, bekannt für seinen minimalistischen Erzählansatz, konzentriert sich diesmal auf den Mikrokosmos Familie und stellt sie als eine Struktur voller Geheimnisse und unausgesprochener Spannungen dar. Die zentrale Figur der Produktion ist die Schauspielerin Vicky Krieps, deren Darstellung auf begeisterte Aufnahme stieß und als „brillant“ und magnetisch beschrieben wird. Jim Jarmusch gilt seit den 1980er Jahren als Ikone des Independent-Kinos, und seine Filme wie „Stranger Than Paradise“ oder „Paterson“ haben die Ästhetik des Minimalismus und der kontemplativen Beobachtung des Alltags definiert. Thematisch vollzieht Jarmusch eine Art Abrechnung mit dem Familienmodell, indem er sie nicht nur als Rückhalt, sondern vor allem als Theater der Scheinheiligkeit und als Raum des „Tarnens und Täuschens“ zeigt. Rezensenten weisen auf den spezifischen Rhythmus des Werks hin, in dem Pausen, Stille und bedeutungsvolle Blicke entscheidend sind und traditionell verstandene Handlung verdrängen. Eines der Leitmotive ist die digitale Entfremdung, symbolisiert durch das Verbot der Handynutzung am gemeinsamen Tisch, was zum Ausgangspunkt für eine tiefere Reflexion über den Mangel an authentischer Kommunikation zwischen den Nächsten wird. 2024 — Jahr der Festivalpremiere in Venedig Die deutschsprachige Presse, darunter die „Berliner Zeitung“ und „DIE WELT“, betont die Zärtlichkeit, mit der der Regisseur seine Figuren trotz ihrer zahlreichen Eigenheiten und Schwächen behandelt. Der Film ist kein konventionelles Drama, sondern eher eine Sammlung stimmungsvoller Beobachtungen. Jarmusch beweist einmal mehr, dass er Poesie aus prosaischen Situationen herausholen kann, indem er das familiäre Abendessen zum Schlachtfeld um Aufmerksamkeit und Verständnis macht. Diese Produktion wird als Rückkehr des Meisters zu alter Stärke gesehen, die seinen charakteristischen schwarzen Humor mit einem melancholischen Blick auf die Natur menschlicher Beziehungen im 21. Jahrhundert verbindet. „Meine Familie ist anders verrückt” — Jim Jarmusch Aus Sicht der Filmkritik stellt „Father Mother Sister Brother“ eine Vollendung des künstlerischen Wegs des Regisseurs dar, der mit zunehmendem Alter immer öfter hinter die Kulissen der bürgerlichen Normalität blickt. Obwohl das Werk auf einem einfachen Schema basiert, liegt seine Stärke in den Details und der perfekt besetzten Darstellerriege. Das Kinopublikum hat die Chance auf eine Vorstellung, die statt fertiger Antworten Raum für eigene Gedanken darüber bietet, was in der Familie am wichtigsten ist und was uns gleichzeitig am meisten von ihr entfernt.
Mentioned People
- Jim Jarmusch — Amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor und Ikone des Independent-Kinos.
- Vicky Krieps — Luxemburgische Schauspielerin, die die Hauptrolle in Jarmuschs neuem Film spielt.