Die Bewohner Russlands sehen sich mit einem drastischen Anstieg der Lebensmittelpreise konfrontiert, dessen Symbol Gurken geworden sind. Ihr Preis hat sich seit Dezember verdoppelt und erreicht in einigen Regionen 1500 Rubel pro Kilogramm. Diese Situation, angetrieben durch Kriegsinflation, Sanktionen und hohe Kosten für die Gewächshausproduktion, hat Handelsketten gezwungen, Verkaufsbeschränkungen einzuführen. In Polen hingegen hat der frostige Winter das Angebot stabilisiert und die Preise für Freilandgemüse auf einem relativ niedrigen Niveau gehalten.

Rekordpreise in Russland

Die Preise für Gurken in Russland sind seit Dezember um über 100% gestiegen und erreichen lokal 1500 Rubel pro Kilogramm, was sie zum Symbol der Kriegsinflation macht.

Polen resistent gegen Preisanstiege

In Bronisze liegen die Preise für Freilandgemüse 35% niedriger als vor einem Jahr, trotz einer durch den frostigen Winter verursachten Stagnation und einem geringeren Obstangebot.

Druck durch Importe aus Ägypten

Der Import von Tiefkühlerdbeeren aus Ägypten in die EU stieg im Jahr 2025 um 60%, was die Position polnischer Produzenten auf dem europäischen Markt bedroht.

Der rasante Anstieg der Preise für Grundnahrungsmittel in Russland hat eine Welle sozialer Unzufriedenheit ausgelöst. Besonders schmerzhafte Preiserhöhungen trafen den Gemüsemarkt, wo Gurken zum neuen Symbol der Teuerung wurden. Offizielle Daten von Rosstat weisen auf einen zweifachen Preisanstieg seit Dezember 2025 hin, obwohl inoffizielle Berichte von lokalen Märkten von Preisen von bis zu 1500 Rubel pro Kilogramm sprechen. Diese Situation hat einige Handelsketten gezwungen, Kaufbeschränkungen von bis zu 5 kg pro Person einzuführen. Die russischen Behörden erklären diesen Zustand mit hohen Kosten für die Gewächshausproduktion und Saisonalität, doch Experten weisen auf tiefere Ursachen hin, wie die Schwäche des Rubels und die Folgen wirtschaftlicher Sanktionen. Historisch gesehen hatte Russland wiederholt mit Lebensmittelkrisen zu kämpfen, darunter dem sogenannten Zollkrieg mit der EU nach 2014, als der Kreml nach der Annexion der Krim ein Embargo für westliche Lebensmittel verhängte, was die Struktur des russischen Einzelhandels nachhaltig veränderte. In Polen sieht die Situation auf dem Großhandelsmarkt, etwa in Bronisze, anders aus. Das anhaltende Winterwetter hat zu einer vorübergehenden Stagnation im Handel geführt, aber die Vorräte an Freilandgemüse sind hoch. Die Preise für inländische Produkte liegen etwa 35 % niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die ersten inländischen Gewächshausgurken sind bereits erhältlich und werden mit 35-37 Złoty/kg bewertet, was ein natürliches Niveau für Frühgemüse darstellt. Gleichzeitig spürt der polnische Markt für Tiefkühlkost Druck durch billige Importe aus Ägypten, das im Jahr 2025 den Export von Erdbeeren in die Europäische Union um 60 % steigerte und einen Rekordwert von 253.000 Tonnen erreichte. Die Lohnstabilisierung und steigende Energiekosten werden im Jahr 2026 zur zentralen Herausforderung für den polnischen Einzelhandel. „Gurken sind in unseren Geschäften zu einer neuen delikaten Seltenheit geworden, die sich immer weniger Bürger leisten können.” — Siergiej Mironow 40% — ihres Einkommens geben Russen für Lebensmittel aus Gurkenpreise in Russland (November 2025 vs. Februar 2026): Durchschnittspreis pro kg: 142 Rubel → 300 Rubel; Höchstpreise (pro kg): ca. 250 Rubel → 1500 Rubel; Verfügbarkeit: Ohne Einschränkungen → Limits bis 5 kg Gurkenpreise umgerechnet in PLN (Februar 2026): Warschau (Bronisze): 37, Moskau (Durchschnitt): 15, Moskau (Maximum): 70 „Der Preisanstieg ist ausschließlich auf Saisonalität und Energiekosten zurückzuführen.” (Rosstat) — Offizielle Statistiken lassen den Einfluss von Sanktionen auf Komponenten für die Gewächshausproduktion sowie den Wertverlust des Rubels außer Acht, was die Kosten für den Import von Saatgut und Düngemitteln drastisch erhöht. Liberale Medien betonen, dass die Teuerung die direkte Kosten der imperialen Politik des Kremls und das Ergebnis der wirtschaftlichen Isolation Russlands sind. | Regierungsnahe Medien heben globale Energiepreissteigerungen und periodische Engpässe aufgrund von Produktionszyklen hervor.

Mentioned People

  • Wiaczesław Zarucki — YouTuber, der die Realitäten des Lebens und die Preise in russischen Geschäften während des anhaltenden Krieges dokumentiert.
  • Siergiej Mironow — Fraktionschef von Gerechtes Russland in der Staatsduma, der die drastischen Lebensmittelpreiserhöhungen kritisierte.