Der deutsche öffentlich-rechtliche Sender ZDF befindet sich im Zentrum einer Vertrauenskrise, nachdem in der Sendung „heute journal“ KI-generierte Videomaterialien ausgestrahlt wurden. Die nicht gekennzeichneten digitalen Bilder betrafen Maßnahmen der US-Einwanderungsbehörden gegenüber Minderjährigen. Die Redaktion räumte den Fehler ein, entfernte das Material aus dem Netz und kündigte die Einführung strenger Verifizierungsverfahren an, um das Vertrauen der Zuschauer in öffentlich-rechtliche Medien wiederherzustellen.
Der deutsche öffentlich-rechtliche Rundfunkanbieter ZDF kämpft mit einer schweren Vertrauenskrise, nachdem in der prestigeträchtigen Nachrichtensendung „heute journal“ KI-generierte Materialien verwendet wurden. Der Vorfall betraf die Ausgabe vom 15. Februar 2026, in der ein Bericht über Maßnahmen der US-Behörde ICE illustriert wurde. Die Zuschauer sahen eine Videosequenz, die keine Aufnahme realer Ereignisse war, sondern eine digitale Kreation, die aus dem Internet heruntergeladen wurde. Entscheidend ist, dass dieses Material in keiner Weise als computergenerierte Grafik gekennzeichnet war, was die journalistischen Standards des Senders verletzte. In den letzten Jahren hat die Entwicklung generativer Technologien zur Entstehung sogenannter Deepfakes geführt, was die größten Redaktionen der Welt gezwungen hat, Systeme zur Überprüfung der Authentizität von Inhalten zu entwickeln. Deutsche öffentlich-rechtliche Sender wie ARD und ZDF positionieren sich seit Jahren als Bastionen im Kampf gegen Desinformation, was die Schwere des aktuellen Skandals verstärkt. Die stellvertretende Chefredakteurin und Moderatorin der Sendung, Anne Gellinek, bezeichnete den Vorfall als „doppelten Fehler“. Der erste betraf die Entscheidung, eine ungeprüfte Quelle zu nutzen, der zweite das Fehlen der erforderlichen Information für die Zuschauer. Der Sender reagierte, indem er den kontroversen Ausschnitt aus seiner Mediathek entfernte und ihn in der korrigierten Version des Materials durch statische Fotos ersetzte. Die Kritik am Sender kommt nicht nur von empörten Zuschauern, sondern auch aus politischen Kreisen. Der Medienminister Nordrhein-Westfalens, Nathanael Liminski, der im Aufsichtsrat des ZDF sitzt, äußerte sich zu dem Vorfall. Er betonte, dass die Glaubwürdigkeit öffentlich-rechtlicher Medien ihr wertvollstes Kapital sei und dieser Vorfall eine gründliche Aufklärung durch die Aufsichtsgremien erfordere. <zitat autor=