Das neue Projekt des Verteidigungsministeriums, der Medizinische Legion, stieß auf sehr große Resonanz in der Gesellschaft. Nach verfügbaren Informationen hat die Zahl der Interessenten für den Eintritt in die zivilen Gesundheitsreserven fünftausend Personen überschritten. Das Verteidigungsministerium räumt ein, dass das Interesse die Erwartungen des Ressorts übertroffen hat. Die Initiative zielt darauf ab, medizinische Kapazitäten für den Fall von Bedrohungen, auch im Zusammenhang mit einem bewaffneten Konflikt, vorzubereiten. Parallel läuft ein langsamerer Prozess zur Schaffung territorialer medizinischer Dienste unter der Schirmherrschaft des Innenministeriums.

Rekordinteresse am Projekt

Für den kürzlich gegründeten Medizinischen Legion haben sich über fünftausend Freiwillige gemeldet. Das Verteidigungsministerium räumt ein, dass diese Zahl die Organisatoren überrascht hat und höher ist als ursprünglich angenommen. Die Rekrutierung wurde aufgrund der Notwendigkeit der Überprüfung der Meldungen ausgesetzt.

Formation für zivile Reserven

Der Medizinische Legion ist eine Initiative des Verteidigungsministeriums, die zivile personelle Reserven im Gesundheitswesen schaffen soll. Die Formation soll im Falle schwerer Krisen wie einer Pandemie oder eines bewaffneten Konflikts einsatzbereit sein. Freiwillige sollen in Erster Hilfe und medizinischer Versorgung unter Bedrohungsbedingungen ausgebildet werden.

Paralleles Programm des Innenministeriums

Neben dem Medizinischen Legion des Verteidigungsministeriums führt das Innenministerium ein eigenes Programm zur Schaffung territorialer medizinischer Dienste durch. Dieser Prozess schreitet, wie Quellen angeben, langsamer voran als die Rekrutierung für das Verteidigungsprojekt. Der Grund soll ein aufwendigeres Gesetzgebungsverfahren und die Koordination mit den Kommunen sein.

Kontext der Sicherheitsbedrohungen

Die Schaffung medizinischer Reserven soll eine Antwort auf die anhaltenden Sicherheitsbedrohungen in der Region sein, insbesondere im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Nach Einschätzung von Experten besteht ein reales Risiko der Eskalation des Konflikts, das die Vorbereitung der Gesellschaft und der Infrastruktur auf verschiedene Krisenszenarien erfordert.

Das Verteidigungsministerium hat eine enorme Resonanz auf die neue Initiative, den Medizinischen Legion, verzeichnet. Laut Informationen des Portals Wprost haben sich über fünftausend Freiwillige für die Formation gemeldet, die als zivile medizinische Reserve für den Krisenfall dienen soll. Das Interesse habe, wie das Ressort einräumt, die Erwartungen der Organisatoren deutlich übertroffen. Daher wurde die Rekrutierung vorübergehend ausgesetzt, um die Überprüfung der eingehenden Meldungen und die Vorbereitung der entsprechenden Ausbildungskapazitäten zu ermöglichen. Der Medizinische Legion hat die Aufgabe, Ärzte, Krankenschwestern, Rettungskräfte und andere im Gesundheitswesen tätige Personen in der Ersten Hilfe und medizinischen Versorgung unter Bedrohungsbedingungen wie Katastrophen oder Kampfhandlungen auszubilden. Die Konzeption der Schaffung ziviler oder paramilitärischer Hilfsformationen in Krisensituationen hat in vielen Staaten eine lange Tradition. In Polen haben sich moderne Versuche ihrer Einrichtung nach der russischen Aggression gegen die Ukraine im Jahr 2022 verstärkt, die den Bedarf an einer erhöhten Resilienz der Gesellschaft und der Vorbereitung nicht-militärischer Strukturen auf verschiedene Bedrohungsszenarien verdeutlichte. Parallel zu den Maßnahmen des Verteidigungsministeriums führt das Innenministerium den Prozess zur Schaffung territorialer medizinischer Dienste durch. Wie die Rzeczpospolita berichtet, schreiten die Arbeiten an diesem Programm langsamer voran. Der Grund soll ein komplizierterer legislativer Weg und die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit mit den kommunalen Selbstverwaltungseinheiten sein, die für den Betrieb dieser Dienste in den Regionen verantwortlich sein werden. Dieser Unterschied im Tempo der Maßnahmen zwischen den Ressorts deutet auf die Priorität hin, die das Verteidigungsministerium dem schnellen Aufbau von Reserven gibt, die im Bedrohungsfall sofort einsatzbereit sind. ponad 5000 — Meldungen für den Medizinischen Legion Die Initiative fügt sich in den weiteren Kontext der Verteidigungsvorbereitungen Polens angesichts des anhaltenden Krieges an der östlichen Grenze ein. Sicherheitsexperten betonen, dass der Konflikt in der Ukraine die entscheidende Bedeutung eines effizienten Systems für den medizinischen Evakuierungstransport und der Krankenhausinfrastruktur aufgezeigt hat. Der Medizinische Legion soll ein Element der Stärkung der sogenannten Resilienz des Staates sein. In den Medien wird die Initiative als Antwort auf potenzielle Bedrohungen aus Russland dargestellt. Das wachsende Engagement der Bürger in Verteidigungsprojekte könnte auch auf einen Wandel im gesellschaftlichen Bewusstsein hinsichtlich der Notwendigkeit persönlicher Vorbereitung auf einen Krisenfall hindeuten.