
Krakauer Polizei nimmt zwei Männer nach tödlichem Angriff auf 36-Jährigen in Nowa Huta fest
Die polnische Polizei hat zwei Männer im Zusammenhang mit der tödlichen Prügelattacke auf einen 36-Jährigen auf der Osiedle Willowe in Krakau festgenommen, nachdem zuvor neun befragte Personen wieder freigelassen worden waren.
Tödlicher Angriff auf der Osiedle Willowe
In der Nacht vom 20. auf den 21. August 2026 starb ein 36-jähriger Mann nach einem Angriff auf der Osiedle Willowe im Stadtteil Nowa Huta von Krakau. Das Opfer, identifiziert als Jakub und in Sportkreisen als Yankes bekannt, war aktives Mitglied der Boxabteilung von Hutnik Krakau sowie Anhänger des Vereins. Eine Gruppe von Angreifern schlug, trat und verletzte das Opfer mit einer scharfen Waffe, bevor sie vom Tatort floh. Ein Passant fand den verletzten Mann am Boden liegend und alarmierte den Rettungsdienst. Obwohl medizinisches Personal noch am Ort Reanimationsmaßnahmen einleitete, erlag der Mann seinen Verletzungen noch im Krankenwagen während des Transports.
- Der 36-jährige Jakub wird von einer Gruppe auf der Osiedle Willowe in Nowa Huta tödlich angegriffen.
- Staatsanwalt Mariusz Boroń bestätigt, dass Überwachungsvideos eine Gruppe zeigen, die das Opfer angreift.
- Polizei nimmt zwei Männer fest; das Polizeipräsidium der Woiwodschaft Kleinpolen übernimmt die Ermittlungen.
Polizeiliche Ermittlungen und Festnahmen von Verdächtigen
Videoaufzeichnungen der Überwachungskameras im Bezirk zeigen eine Gruppe mehrerer Männer, die den Angriff auf ein einzelnes Opfer ausführten, wie am Sonntag von Staatsanwalt Mariusz Boroń von der Regionalstaatsanwaltschaft in Krakau bestätigt wurde. Polizeibeamte nahmen zunächst neun Personen aus dem Umfeld von Fußballfan-Kreisen zur Befragung fest. Die Ermittler ließen alle neun Personen nach den Vernehmungen wieder frei, da sich keine ausreichenden Beweise für eine Beteiligung an der Prügelattacke fanden. Am 24. August 2026 nahm die Polizei zwei weitere Männer fest, die durch operative Ermittlungen identifiziert worden waren, um zu prüfen, ob ihre Beteiligung direkt oder indirekt war. Die Ermittlungen wurden anschließend von der Krakauer Stadtpolizei an das Polizeipräsidium der Woiwodschaft Kleinpolen übergeben und unter der Aufsicht der Bezirksstaatsanwaltschaft Krakau-Nowa Huta geführt.
Polizeisprecherin Anna Zbroja-Zagórska beschrieb die laufenden Ermittlungsschritte.
Die Polizei führt mit diesen Männern Maßnahmen durch, um ihre individuelle Beteiligung an dem Vorfall zu klären. Es laufen ständig intensive Maßnahmen, um den Fall aufzuklären und die Täter zu finden.
Rechtliche Einordnung und Reaktionen der Vereine
Die Staatsanwaltschaft leitete ein förmliches Verfahren gemäß den Artikeln 158 §1 und 159 in Verbindung mit Artikel 11 §2 des polnischen Strafgesetzbuches ein, die die Beteiligung an einer Schlägerei oder Prügelei unter Verwendung eines gefährlichen Gegenstands abdecken. Nach dem Tod von Jakub sprach Hutnik Krakau seiner Familie sein Beileid aus und unterstützte eine Spendenaktion, die zur Finanzierung seiner Beerdigung und zur Unterstützung seiner Angehörigen organisiert wurde. Als Reaktion auf öffentliche Kommentare, die darauf hindeuteten, dass Personen, die mit Wisła Krakau in Verbindung stehen, an dem Angriff beteiligt waren, veröffentlichte der Verein eine offizielle Erklärung, die jede Form von Gewalt ablehnt.
Im Zusammenhang mit Informationen und Materialien, die im öffentlichen Raum erscheinen, einschließlich Kommentaren, die auf eine Beteiligung von Personen hindeuten, die mit Wisła Krakau identifiziert werden, an dem tragischen Ereignis in Nowa Huta, verurteilt der Fußballclub TS Wisła Krakau S.A. entschieden alle Gewalt- und Aggressionsakte.
Der Verein erklärte zudem, dass Gewalt nichts mit Sportfandom zu tun habe, und lehnte es ab, die gesamte Organisation mit den Handlungen einzelner Personen in Verbindung zu bringen.
Öffentlicher Aufruf und Suche nach Verdächtigen
Die Abteilung für Lebens- und Gesundheitsdelikte der Krakauer Stadtpolizei veröffentlichte Bilder eines Mannes, der verdächtigt wird, an dem Angriff beteiligt gewesen zu sein, und rief die Öffentlichkeit auf, bei seiner Identifizierung zu helfen. Die Strafverfolgungsbehörden garantierten jedem, der Informationen zu dem Fall bereitstellt, vollständige Anonymität. Zeugen oder Personen mit relevanten Kenntnissen können die Polizeistation VIII in Krakau unter +48 47 83 52 910 oder per E-Mail an kp8@krakow.policja.gov.pl kontaktieren. Informationen können auch direkt dem diensthabenden Beamten der Krakauer Stadtpolizei unter 47 83 52 908 oder über die Notrufnummer 112 übermittelt werden.


