Wahlen · Berlin
Berliner Polizei beschlagnahmt Drogen und Nazi-Devotionalien bei Mitarbeiter von AfD-Kandidatin
Bei einer Waffensuche in Berlin-Lichterfelde stellten Beamte Rauschgift und Propagandamaterial in der Wohnung eines Wahlkreismitarbeiters von AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker sicher.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL MUNDO, ZEIT ONLINE, N-tv und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Berliner Polizei vollstreckte am 15. September 2026 einen Durchsuchungsbeschluss in der Lichterfelder Wohnung des 48-jährigen AfD-Mitarbeiters Jürgen Sch. und fand Rauschgift und Nazi-Artikel, aber keine illegalen Waffen oder Sprengstoff.
Die Berliner AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker und Sprecher Ronald Gläser verteidigten den Angestellten, erklärten, die Gegenstände stammten von Flohmärkten, und bezeichneten die Ermittlungen als Privatsache.
Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach wegen des Verdachts auf Bestechlichkeit und Verstöße gegen Geschäftsgeheimnisse im Zusammenhang mit einer Kliniksanierung in Lehrte.
Wählerbefragungen vor der Wahl sehen Die Linke mit 21 bis 22 Prozent vorn, gefolgt von der CDU mit 20 Prozent, der AfD mit 18 Prozent, den Grünen mit 15 Prozent und der SPD mit 12 Prozent.
- 15.09.Polizei durchsucht die Lichterfelder Wohnung eines AfD-Wahlkampfmitarbeiters
- 18.09.Berliner Staatsanwaltschaft gibt beiläufige Sicherstellung von Drogen und Nazi-Artikeln bekannt
- 19.09.SPD-Kandidat Krach weist Korruptionsvorwürfe auf Charlottenburger Kundgebung zurück
- 20.09.Wähler geben ihre Stimmen bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl ab
Polizeidurchsuchung in Lichterfelde
Die Berliner Polizei durchsuchte die Wohnung eines Mitarbeiters von Kristin Brinker, der Spitzenkandidatin der Alternative für Deutschland (AfD) für die Berliner Landtagswahl. Die Beamten vollstreckten am 15. September 2026 in Berlin-Lichterfelde einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz. Die Berliner Staatsanwaltschaft bestätigte, dass die Ermittler bei dem Einsatz keine Waffen oder Sprengstoff fanden. Stattdessen stellten die Beamten in der Wohnung des 48-jährigen Angestellten, der als Jürgen Sch. identifiziert wurde, beiläufig Rauschgift und Nazi-Devotionalien sicher. Der Verdächtige arbeitet im Wahlkreisbüro Brinkers im Bezirk Reinickendorf und lebt allein in dem Anwesen, wo die Polizei auch umfangreiches AfD-Wahlkampfmaterial feststellte.
Parteireaktion und Sammlerschutz
Der Verdächtige gab an, die Drogen unbeabsichtigt in der Hülle einer auf einem Flohmarkt gekauften Schallplatte erhalten zu haben. Kollegen erklärten, der Mitarbeiter besuche häufig Flohmärkte, um verschiedene Gegenstände zu erwerben. Der Berliner Polizeisprecher Alan Bauer erklärte, die beschlagnahmten Gegenstände müssten forensisch untersucht werden, bevor die Behörden ihre strafrechtliche Relevanz feststellen könnten. AfD-Sprecher Ronald Gläser bezeichnete die Ermittlungen als Privatsache des Angestellten und sagte, die Partei werde den Ausgang der Untersuchung abwarten. Brinker, die zum dritten Mal die Berliner AfD-Landesliste anführt, verteidigte ihren Mitarbeiter nach der Veröffentlichung der Durchsuchungsdetails.
„Ich hatte nie einen Hinweis darauf, dass er in diese Richtung tendiert, er ist einfach ein Sammler.“
Parallelermittlungen betreffen die SPD
Die Durchsuchung in Lichterfelde fand während eines Wahlkampfs statt, der bereits von separaten Strafverfolgungsmaßnahmen betroffen war. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den Berliner Spitzenkandidaten der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), Steffen Krach, wegen des Verdachts der Vorteilsannahme in zwei Fällen, wettbewerbswidriger Absprachen bei Ausschreibungen und möglicher Verstöße gegen Geschäftsgeheimnisgesetze. Die Ermittlungen beziehen sich auf die Sanierung eines Klinikgeländes in Lehrte bei Hannover, wo Krach zuvor als Regionspräsident tätig war. Die Ermittler durchsuchten Krachs Wohnung in Berlin-Schöneberg etwa eine Woche vor der Wahl. Krach äußerte sich zu den Vorwürfen während der Abschlusskundgebung seiner Partei in Charlottenburg, beteuerte seine Unschuld und erklärte, die Behörden könnten seine Konten prüfen.
„Ich habe privat nie Geld angenommen, und ich habe auch nie eine Spende als SPD-Landeschef hier in Berlin angenommen.“
Umfragewerte vor der Sonntagswahl
Die Ermittlungen wurden zwei Tage bekannt, bevor die Wähler in Berlin am 20. September 2026 zur Wahl des Abgeordnetenhauses aufgerufen sind. Meinungsumfragen der Forschungsgruppe Wahlen und anderer Erhebungen in der letzten Woche sahen Die Linke unter Führung von Elif Eralp mit 21 bis 22 Prozent der Wählerstimmen vorn. Die regierende Christlich-Demokratische Union (CDU) lag mit 20 Prozent auf dem zweiten Platz, während die AfD mit 18 Prozent Dritte wurde. Die Grünen folgten mit 15 Prozent, die SPD lag mit 12 Prozent auf dem fünften Platz. Sowohl Krach als auch Brinker riefen die Wähler in den letzten 48 Stunden vor Schließung der Wahllokale in der Hauptstadt zur Stimmabgabe auf.
- Die Linke
- 21 %
- CDU
- 20 %
- AfD
- 18 %
- Grüne
- 15 %
- SPD
- 12 %
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- EL MUNDOEncuentran material nazi en el registro a un colaborador de la candidata de la AfD en Berlín
- ZEIT ONLINEAfD Berlin: Polizei durchsucht Haus von Mitarbeiter der Berliner AfD-Kandidatin
- N-tvNazi-Devotionalien gefunden: Berliner AfD-Spitzenkandidatin verteidigt Mitarbeiter nach Razzia
- Frankfurter AllgemeineVor Berlin-Wahl 2026: Polizei durchsucht Wohnung von AfD‑Mitarbeiter
- Kristin Brinker
- Berliner Spitzenkandidatin und Landesparteivorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD)
- Ronald Gläser
- Sprecher des Berliner Landesverbands der Alternative für Deutschland (AfD)
- Steffen Krach
- Berliner Spitzenkandidat der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD)
- Elif Eralp
- Berliner Spitzenkandidatin der Partei Die Linke
- Orte
- Berlin
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