Wahlen · Berlin

Berliner Polizei beschlagnahmt Drogen und Nazi-Devotionalien bei Mitarbeiter von AfD-Kandidatin

Bei einer Waffensuche in Berlin-Lichterfelde stellten Beamte Rauschgift und Propagandamaterial in der Wohnung eines Wahlkreismitarbeiters von AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker sicher.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL MUNDO, ZEIT ONLINE, N-tv und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Berlin · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. 15.09.Polizei durchsucht die Lichterfelder Wohnung eines AfD-Wahlkampfmitarbeiters
  2. 18.09.Berliner Staatsanwaltschaft gibt beiläufige Sicherstellung von Drogen und Nazi-Artikeln bekannt
  3. 19.09.SPD-Kandidat Krach weist Korruptionsvorwürfe auf Charlottenburger Kundgebung zurück
  4. 20.09.Wähler geben ihre Stimmen bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl ab

Polizeidurchsuchung in Lichterfelde

Die Berliner Polizei durchsuchte die Wohnung eines Mitarbeiters von Kristin Brinker, der Spitzenkandidatin der Alternative für Deutschland (AfD) für die Berliner Landtagswahl. Die Beamten vollstreckten am 15. September 2026 in Berlin-Lichterfelde einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz. Die Berliner Staatsanwaltschaft bestätigte, dass die Ermittler bei dem Einsatz keine Waffen oder Sprengstoff fanden. Stattdessen stellten die Beamten in der Wohnung des 48-jährigen Angestellten, der als Jürgen Sch. identifiziert wurde, beiläufig Rauschgift und Nazi-Devotionalien sicher. Der Verdächtige arbeitet im Wahlkreisbüro Brinkers im Bezirk Reinickendorf und lebt allein in dem Anwesen, wo die Polizei auch umfangreiches AfD-Wahlkampfmaterial feststellte.

Parteireaktion und Sammlerschutz

Der Verdächtige gab an, die Drogen unbeabsichtigt in der Hülle einer auf einem Flohmarkt gekauften Schallplatte erhalten zu haben. Kollegen erklärten, der Mitarbeiter besuche häufig Flohmärkte, um verschiedene Gegenstände zu erwerben. Der Berliner Polizeisprecher Alan Bauer erklärte, die beschlagnahmten Gegenstände müssten forensisch untersucht werden, bevor die Behörden ihre strafrechtliche Relevanz feststellen könnten. AfD-Sprecher Ronald Gläser bezeichnete die Ermittlungen als Privatsache des Angestellten und sagte, die Partei werde den Ausgang der Untersuchung abwarten. Brinker, die zum dritten Mal die Berliner AfD-Landesliste anführt, verteidigte ihren Mitarbeiter nach der Veröffentlichung der Durchsuchungsdetails.

„Ich hatte nie einen Hinweis darauf, dass er in diese Richtung tendiert, er ist einfach ein Sammler.“

Kristin Brinker, Berliner Spitzenkandidatin und Landesparteivorsitzende

Parallelermittlungen betreffen die SPD

Die Durchsuchung in Lichterfelde fand während eines Wahlkampfs statt, der bereits von separaten Strafverfolgungsmaßnahmen betroffen war. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den Berliner Spitzenkandidaten der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), Steffen Krach, wegen des Verdachts der Vorteilsannahme in zwei Fällen, wettbewerbswidriger Absprachen bei Ausschreibungen und möglicher Verstöße gegen Geschäftsgeheimnisgesetze. Die Ermittlungen beziehen sich auf die Sanierung eines Klinikgeländes in Lehrte bei Hannover, wo Krach zuvor als Regionspräsident tätig war. Die Ermittler durchsuchten Krachs Wohnung in Berlin-Schöneberg etwa eine Woche vor der Wahl. Krach äußerte sich zu den Vorwürfen während der Abschlusskundgebung seiner Partei in Charlottenburg, beteuerte seine Unschuld und erklärte, die Behörden könnten seine Konten prüfen.

„Ich habe privat nie Geld angenommen, und ich habe auch nie eine Spende als SPD-Landeschef hier in Berlin angenommen.“

Steffen Krach, Berliner Spitzenkandidat

Umfragewerte vor der Sonntagswahl

Die Ermittlungen wurden zwei Tage bekannt, bevor die Wähler in Berlin am 20. September 2026 zur Wahl des Abgeordnetenhauses aufgerufen sind. Meinungsumfragen der Forschungsgruppe Wahlen und anderer Erhebungen in der letzten Woche sahen Die Linke unter Führung von Elif Eralp mit 21 bis 22 Prozent der Wählerstimmen vorn. Die regierende Christlich-Demokratische Union (CDU) lag mit 20 Prozent auf dem zweiten Platz, während die AfD mit 18 Prozent Dritte wurde. Die Grünen folgten mit 15 Prozent, die SPD lag mit 12 Prozent auf dem fünften Platz. Sowohl Krach als auch Brinker riefen die Wähler in den letzten 48 Stunden vor Schließung der Wahllokale in der Hauptstadt zur Stimmabgabe auf.

Wählerbefragung zur Berliner Landtagswahl%
Die Linke
21 %
CDU
20 %
AfD
18 %
Grüne
15 %
SPD
12 %

Daten aus dem Artikeltext

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Quellen und Kontext

Orte
Berlin

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