Vier palästinensische Männer aus derselben Familie und zwei Israelis – ein Siedler und ein IDF-Soldat – wurden am 24. Juli bei einer Auseinandersetzung getötet, nachdem bewaffnete Siedler das Dorf überfallen hatten.
Bis zum 25. Juli wurden über 70 Häuser durchsucht und mindestens 56 Palästinenser im gesamten Westjordanland festgenommen, darunter 30 in Tell und weitere in Ramallah, Dschenin, Hebron, Bethlehem, Tulkarm und Jerusalem.
Dutzende Siedler griffen Sarra an, verletzten drei Menschen und brannten mindestens sechs Häuser und fünf Autos nieder; ähnliche Überfälle trafen Farata, Jit und andere Dörfer.
Als Reaktion auf die zunehmende Gewalt haben etwa 70 palästinensische Dörfer bewaffnete zivile Verteidigungskomitees gebildet, berichtete Haaretz.
Der Gouverneur von Nablus, Ghassan Daghlas, sagte, dass in zwei Tagen sechs Palästinenser getötet worden seien, und bezeichnete das internationale Schweigen als Ermutigung für die Angreifer.
Gegen 6:30 Uhr am 24. Juli drangen bewaffnete Siedler, geschützt von israelischen Truppen, in den östlichen Teil von Tell ein, einem Dorf südlich von Nablus. Sie griffen mehrere Häuser an und schossen auf einen unbewaffneten Palästinenser, der am Oberschenkel verletzt wurde. Die Gruppe zog sich dann zu einem nahegelegenen Militärstützpunkt zurück. Um 8:00 Uhr starteten die Siedler einen zweiten Vorstoß in den nordwestlichen Bereich; Dorfbewohner kamen heraus, um sie zurückzudrängen.
„Um genau 6:30 Uhr wurde ein Einfall in der östlichen Zone durch Horden bewaffneter Siedler unter dem Schutz der israelischen Armee gemeldet. Sie griffen mehrere Häuser an und eröffneten das Feuer auf unbewaffnete palästinensische Zivilisten, wobei sie einen jungen Mann am Oberschenkel verletzten. Die Armee war dort, am selben Ort, hinter den Siedlern und tat nichts.“
Während der Auseinandersetzung ergriff ein Palästinenser namens Faruk das Gewehr eines Siedlers und erschoss einen der Angreifer. Videoaufnahmen zeigen, wie der Siedler kurz vor dem tödlichen Schuss eine Pistole aus einer Tasche zieht. Im Chaos wurden vier Palästinenser – Farooq, Ibrahim, Jawad und Omran, alles Brüder und Cousins aus derselben Familie – getötet. Ein israelischer Siedler, der Sicherheitschef der benachbarten Siedlung Gilad Farm, starb durch seine eigene Waffe. Ein IDF-Soldat, der am Ort des Geschehens eintraf, wurde ebenfalls erschossen.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu berief eine Notfallsicherheitssitzung mit Verteidigungsminister Israel Katz, Generalstabschef Eyal Zamir, Shin-Bet-Chef David Zini und anderen hochrangigen Beamten ein. Er ordnete eine groß angelegte Operation „gegen die Terroristen und ihre Drahtzieher“ an. Die IDF verhängte eine Blockade über Nablus und die umliegenden Dörfer, darunter Beita, Tell und Burin, und entsandte zwei zusätzliche Bataillone in das Gebiet, wodurch die Truppenpräsenz auf 24 Bataillone anstieg. Soldaten durchsuchten ein Krankenhaus in Nablus, um verwundete Palästinenser aus dem Feuergefecht von Tell festzunehmen. Wochenendurlaub für das Personal wurde gestrichen.
Die Militäroperation weitete sich schnell auf das gesamte Westjordanland aus. Bis zum 25. Juli hatten israelische Streitkräfte mehr als 70 Häuser durchsucht und mindestens 56 Palästinenser festgenommen. Wafa meldete folgende Festnahme-Zahlen: 30 in Tell, 4 in Ramallah, 5 in Dschenin, 8 in Hebron, 3 in Bethlehem, 5 in Tulkarm und 1 in Al-Eizariya bei Jerusalem. Truppen drangen auch in das Flüchtlingslager Aqabat Jabr, die Stadt Qalqilya, das Dorf Kobar und Kafr Aqab ein und setzten Tränengas in Häusern in Qaryut ein.
Daten aus dem Artikeltext
Während die Armee durch palästinensische Viertel zog, griffen Siedlerbanden mehrere Dörfer an. In Sarra, südwestlich von Nablus, überfielen Dutzende Siedler drei Bewohner und setzten mindestens sechs Häuser und fünf Autos in Brand, wie der Bürgermeister Nu'man Abdullah der Nachrichtenagentur Wafa mitteilte. Der Rote Halbmond erklärte, drei Verletzte ins Krankenhaus gebracht zu haben. Den ganzen Tag über überfielen Siedler von nahegelegenen Außenposten auch Farata, Jit und andere Dörfer, riefen nach Vergeltung und griffen Bewohner an, was weitere Verletzte forderte. In Abu Njeim, südöstlich von Bethlehem, stürmten Siedler das Dorf, schossen auf Fahrzeuge, blockierten eine Straße und beschädigten ein Auto; dort wurden keine Verletzten gemeldet. In Urif, südlich von Nablus, griffen Siedler Häuser an.
Der Gouverneur von Nablus, Ghassan Daghlas, sagte gegenüber Al Jazeera, dass in den vorangegangenen zwei Tagen sechs Palästinenser getötet und Dutzende verletzt oder festgenommen worden seien. Er bezeichnete die Ereignisse als „wahre Aggression“ und machte ein „anhaltendes internationales Schweigen“ dafür verantwortlich, die Angriffe zu ermutigen. In etwa 70 palästinensischen Dörfern im gesamten Westjordanland begannen die Bewohner, bewaffnete Selbstverteidigungskomitees zu bilden, berichtete die israelische Zeitung Haaretz, da die Angst vor weiteren Einfällen wuchs.
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Pollar unterstützenKonflikte · Nablus und Jerusalem
Vier palästinensische Männer, allesamt Brüder oder Cousins, wurden am 24. Juli getötet, nachdem bewaffnete israelische Siedler das Dorf Tell bei Nablus überfallen hatten. Dabei entbrannte ein Feuergefecht, das auch einen Siedler und einen israelischen Soldaten das Leben kostete. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu reagierte mit einer groß angelegten Sicherheitsoperation; die Siedlergewalt griff auf andere Dörfer über.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Fatto Quotidiano, Fanpage und Rai news. Veröffentlicht .