Kurz gefasst
Eine Bundesrichterin in Oakland fror die Fusion zunächst am 21. Juli bis zum 3. August ein und verlängerte die Blockade am 24. Juli bis zum 17. August, nachdem am 13. Juli eine Klage von 12 Generalstaatsanwälten eingereicht worden war.
Paramount Skydance erklärte sich bereit, WBD-Aktien zu je 31 Dollar zu kaufen, was die Transaktion auf 110 Milliarden Dollar bewertet; der Deal umfasst zwei große Filmstudios, Streamingdienste und Sender wie CBS, CNN und Polens TVN.
Am 22. Juli gab die Europäische Kommission grünes Licht für die Fusion, unter der Bedingung, dass Paramount seinen UIP-Anteil innerhalb von 13 Monaten verkauft und die Filmvertriebsverpflichtungen im Europäischen Wirtschaftsraum einhält.
Paramount Skydance schuldet den WBD-Aktionären 7 Millionen Dollar für jeden Tag, an dem die Fusion nach dem 30. September nicht abgeschlossen ist; bei einem Scheitern des Deals aus kartellrechtlichen Gründen nach dem 1. Juni 2027 droht eine Zahlung von bis zu 7 Milliarden Dollar.
- 22. Juli 2026Die Europäische Kommission erteilt eine bedingte Genehmigung, vorbehaltlich der Vertriebszusagen von Paramount.
- 24. Juli 2026Das Gericht verlängert die Blockade bis zum 17. August; die Unternehmen vereinbaren, den Abschluss bis fünf Tage nach einer Entscheidung in der Sache oder bis zum 1. Juni 2027 zu verschieben.
- 3. August 2026Die anberaumte Gerichtsanhörung könnte entscheiden, ob die Blockade für das gesamte Verfahren bestehen bleibt.
Die gerichtliche Verfügung
Ein Bundesgericht in Oakland, Kalifornien, blockierte die Transaktion zunächst am Montag und verhängte einen Stopp bis zum 3. August, nachdem ein Bündnis von 12 Generalstaatsanwälten unter der Führung Kaliforniens am 13. Juli Klage eingereicht hatte. Richterin Araceli Martinez-Olguin entschied, dass die Bundesstaaten überzeugend dargelegt hätten, dass die Fusion zu einer rechtswidrigen Wettbewerbsbeschränkung führen könnte. Am Donnerstag verlängerte das Gericht die Blockade bis zum 17. August.
Was als Nächstes passiert
Für den 3. August ist eine Anhörung anberaumt, bei der das Gericht entscheiden könnte, ob die Blockade für die Dauer des Verfahrens bestehen bleibt. Paramount Skydance hat eine dreitägige Beweisaufnahme beantragt, um darzulegen, dass die Übernahme für den Wettbewerb in Hollywood unerlässlich ist. Am Freitag erklärten sich die beiden Unternehmen bereit, den Deal bis fünf Tage nach einer Entscheidung in der Sache oder bis zum 1. Juni 2027 auszusetzen, je nachdem, was früher eintritt.
„Eine Analyse der Nachrichtenagentur Reuters zu ähnlichen Fällen ergab, dass Richter in Verfahren, die Fusionen anfechten, im Durchschnitt nach etwa acht Monaten ein Urteil fällen.“
Finanzielle Strafen
Jeder Verzugstag nach dem 30. September wird Paramount Skydance etwa 7 Millionen Dollar an Gebühren kosten, die an die Aktionäre von WBD zu zahlen sind. Scheitert der Deal aus kartellrechtlichen Gründen, kann jede Partei ab dem 1. Juni 2027 aussteigen; in diesem Fall würde Paramount WBD zusätzliche 7 Milliarden Dollar schulden.
Grünes Licht aus Europa
Die Europäische Kommission erteilte am 22. Juli eine bedingte Genehmigung. Paramount verpflichtete sich, seinen Anteil am UIP-Gemeinschaftsunternehmen mit Universal Pictures innerhalb von 13 Monaten nach Abschluss zu verkaufen. Zudem sagte das Unternehmen zu, den Vertrieb von Warner-Bros.-Filmen in bestimmten Märkten, darunter Polen, nicht mit dem Vertrieb von Universal- oder Disney-Titeln zu bündeln.
Die TVN-Frage
Reporter ohne Grenzen (RSF) warnte, dass die geplante Übernahme die Unabhängigkeit des polnischen Nachrichtensenders TVN24 direkt gefährden könnte, und forderte die Kommission auf, ihre Zustimmung an Garantien für den Sender zu knüpfen. Die polnische Regierung muss die Übertragung der Kontrolle über die TVN-Gruppe separat genehmigen, bevor der Deal im Land vollständig abgeschlossen werden kann.