Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky sagte am Montag, dem 19. Oktober, vor US-Senatoren, Kiew warte weiterhin auf Luftabwehrraketen, die europäische Länder im Rahmen des PURL-Mechanismus bereits bezahlt hätten. Über PURL können NATO-Mitglieder und Partner US-Waffen für die Ukraine kaufen. Laut Zelensky fehlt für die Lieferung noch die Unterschrift von Verteidigungsminister Pete Hegseth. Auch europäische Regierungen, die bereit sind, Patriot-Abfangraketen aus eigenen Beständen abzugeben, warten auf eine US-Genehmigung; Zelensky zufolge sind die Raketen fertig und könnten bereits in der Ukraine sein. Am Sonntag hatte er mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner über Patriot-Systeme gesprochen. Die Washington Post berichtete unter Berufung auf US-Beamte, Hegseth habe die Lieferung weder abgelehnt noch die nötigen Schritte unternommen, um sie in Gang zu setzen. Ein hochrangiger Vertreter des Verteidigungsministeriums wies Zelenskys Darstellung zurück und sagte der dpa, am PURL-Programm habe sich nichts geändert.
Zelensky sagte außerdem, die ukrainischen Streitkräfte hätten während russischer Angriffe mit ballistischen Raketen drei Tage lang keinen Zugang zu US-Geheimdienstinformationen gehabt; zudem hätten Partner dreimal Warnungen vor russischen Angriffen nicht weitergegeben. Kiew zufolge haben diese Einschränkungen die Verteidigung geschwächt. Außenminister Marco Rubio wies die Vorwürfe zurück. Die Ukraine beklagte zudem, dass Elon Musks Satellitendienst Starlink eingeschränkt worden sei. Die US-Regierung bestritt, eine Drosselung des Netzes angeordnet zu haben, doch Musk schob die Verantwortung dem US-Militär und letztlich dem Präsidenten zu: Beschränkungen von Geschwindigkeit oder Nutzung würden dort entschieden.
Am Freitag, dem 16. Oktober, setzte Trump Sanktionen gegen Russland für 60 Tage aus – Sanktionen, die der Kongress bereits gebilligt hatte. Zuvor hatte er mit Moskau vereinbart, russische Diesel-Exporte in die Vereinigten Staaten zuzulassen. Am Sonntag, dem 18. Oktober, verteidigte er die Aussetzung auf Truth Social mit den Worten, er wolle nichts tun, was Russland vom Verhandlungstisch vertreibe. Vor Journalisten im Weißen Haus sagte Trump am Montag, Russland habe sich gegenüber der Ukraine korrekt verhalten und nicht viel getan. Er sagte zudem, Zelensky tue wenig, um den Krieg zu beenden, und nannte monatliche Soldatentote zwischen 25.000 und 35.000 – eine Zahl, die keine unabhängige Quelle bestätigt hat.
In der Nacht zum Montag feuerte Russland nach Angaben von N-tv mehr als ein Dutzend ballistische Raketen auf Kiew und griff landesweit fast 30 Energieanlagen an. Die ukrainischen Behörden teilten mit, am selben Tag seien bei russischen Raketen- und Drohnenangriffen mindestens zehn Menschen getötet worden. In der Nacht zum Dienstag, dem 20. Oktober, starben bei russischen Luftangriffen in der Region Kiew drei Menschen, sechs wurden verletzt. Das Wall Street Journal berichtete, Putin habe am Rande des APEC-Gipfels am 18. und 19. November im chinesischen Shenzhen ein Dreiertreffen mit Trump und Xi vorgeschlagen. Trump sagte, er werde teilnehmen; Hauptthemen seien Atomwaffen und Denuklearisierung, möglicherweise werde auch der Ukraine-Krieg angesprochen. Kreml-Sprecher Dmitry Peskov bestätigte, dass die Idee erörtert worden sei, machte aber keine Angaben; festgelegt sei nichts. Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha warnte, ein solches Treffen würde Putin ermutigen, den Krieg fortzusetzen. Trump sagte erneut, es sei Zeit, dass jemand anderes für die Ukraine verhandele – nachdem er am 10. Oktober einen Wechsel an der Spitze der ukrainischen Führung gefordert hatte. Axios berichtete, Witkoff werde in Europa erwartet, um nacheinander die ukrainische und die russische Führung zu treffen.
Der österreichische Militärexperte Markus Reisner sagte N-tv, die Beziehungen zwischen Washington und Kiew seien sehr turbulent gewesen, weshalb die Ukraine nicht wisse, auf wen sie sich verlassen könne. Reisner zufolge tritt der Krieg in eine entscheidende Phase ein. Die US-Kongresswahlen (Midterms) finden am 3. November statt.
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Pollar unterstützenKonflikte · Kiew, Washington und Shenzhen
Zelensky sagt, die von europäischen Ländern bereits bezahlten Patriot-Abfangraketen warteten weiter auf eine US-Unterschrift. Trump erklärt unterdessen, Russland habe sich korrekt verhalten, und bringt einen Dreiergipfel mit Putin und Xi ins Spiel.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von DIE WELT, newsORF.at, N-tv und weiteren Medien. Veröffentlicht .