
Mindestens 12 Tote bei Waldbrand in Südspanien – Bewohner bei Flucht im Auto eingeschlossen
Ein Waldbrand, der am Donnerstagnachmittag in der Nähe von Los Gallardos in der Provinz Almería ausbrach, hat nach Angaben der Behörden vom Freitag mindestens 12 Menschen das Leben gekostet und 23 weitere werden vermisst, nachdem Anwohner die Anweisung, in ihren Häusern zu bleiben, ignoriert hatten und in die Flammen gefahren waren.
Feuer bricht in der Nähe von Los Gallardos aus
Der Waldbrand begann am Donnerstagnachmittag nahe dem 511. Kilometer der Straße N-340A im Gebiet Los Gallardos in der Provinz Almería. Nach Angaben von Zeugen, die von den Rettungsdiensten zitiert werden, fiel ein Stromkabel auf trockene Vegetation und entzündete das Feuer. Starke Winde und die Temperaturen während einer anhaltenden Hitzewelle ließen das Feuer durch das bergige Gelände schnell um sich greifen. Die Provinz befand sich wegen der extremen Brandgefahr unter einer orangefarbenen Warnstufe, der zweithöchsten Warnstufe.
Bewohner bei Flucht im Auto eingeschlossen
Trotz der Warnungen von Bürgermeistern und Polizei, in den Häusern zu bleiben, versuchten viele Bewohner, mit dem Auto zu fliehen. Ein rechtsgelenktes Fahrzeug mit vier Insassen, bei denen es sich vermutlich um britische Staatsangehörige handelte, wurde völlig ausgebrannt aufgefunden. Der regionale Notfallchef Antonio Sanz erklärte, weitere acht Opfer seien entlang des Brandpfads entdeckt worden, nachdem sie ihre Autos verlassen hatten und zu Fuß zu fliehen versuchten. Ein Foto vom Ort des Geschehens zeigt vier ausgebrannte Fahrzeuge auf einem Bergpfad. Der Regionalpräsident Juanma Moreno beschrieb die Entdeckung einer Leiche, die vollständig von einer anderen bedeckt war, und sagte, die beiden seien in einer Umarmung gestorben.
Bitte befolgen Sie stets die Empfehlungen der Behörden, immer, ich flehe Sie an... denn bei solchen Bränden ändert der Wind die Richtung, sodass sich das Feuer Ihnen von Süden nähern und dann eine andere Richtung einschlagen kann.
Opfer und Vermisste
Die Behörden bestätigten am Freitagmorgen 12 Tote, nachdem sie zunächst sechs gemeldet und die Zahl später korrigiert hatten. Bei den meisten Opfern handelt es sich mutmaßlich um ausländische Einwohner, darunter Briten und Belgier. Weitere 23 Menschen werden noch vermisst, und die Behörden wiesen darauf hin, dass die Zahlen vorläufig sind. Acht Menschen wurden verletzt, vier von ihnen schwer mit Verbrennungen, und in das Krankenhaus Virgen del Rocío in Sevilla gebracht.
Es ist eine beispiellose Tragödie, der Schmerz ist enorm.
- Gesamt 2025
- 8 Tote
- Brand Almería 2026
- 12 Tote
Notfallmaßnahmen
Etwa 150 Feuerwehrleute arbeiteten die Nacht hindurch zusammen mit fünf Fahrzeugen, während die Militärische Notfalleinheit 150 zusätzliche Soldaten einsetzte. Unmittelbar nach der Entzündung gingen über 150 Notrufe ein. Straßen wurden gesperrt, und etwa 1.000 Menschen wurden vorsorglich evakuiert; etwa 50 wurden vorübergehend in einem örtlichen Kulturzentrum untergebracht. Eine Frau mit Verbrennungen und eine weitere Person mit Rauchvergiftung wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Das schwierige Gelände mit vielen Schluchten erschwerte den Rettungskräften den Zugang.
- Stromkabel fällt auf trockenes Unterholz in der Nähe der Straße N-340 und entzündet den Waldbrand.
- Flammen breiten sich bei starkem Wind schnell durch steile Schluchten aus; Anwohner werden angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben.
- Behörden bestätigen 12 Tote, nachdem Leichen in Fahrzeugen und auf einem Bergpfad entdeckt wurden.
- 23 Vermisste; 150 Feuerwehrleute und 150 UME-Soldaten setzen die Einsätze fort; über 1.000 Menschen evakuiert.
Politische Reaktionen
Ministerpräsident Pedro Sánchez drückte seine „enorme Traurigkeit und Bestürzung“ über die tragischen Folgen aus und sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus. Er forderte die Einsatzkräfte zur Vorsicht auf.
Wir sind am Boden zerstört vor Schmerz.
Der andalusische Präsident Moreno sagte, dass keine SMS-Warnung verschickt worden sei, weil die Evakuierungsanweisungen je nach Standort im Berggebiet unterschiedlich waren und sich die Bedingungen schnell änderten. Sánchez hatte im Mai angekündigt, dass Spanien in diesem Jahr seine bisher größte Sommerbekämpfungstruppe für Waldbrände einsetzen werde.
