Aragón stuft Waldbrand-Einsatz auf Stufe 2 hoch, entsendet Militäreinheit, da Flammen sich Häusern in Peñarroya de Tastavins nähern
Die spanische Region Aragón mobilisierte militärische Notfallkräfte und sperrte eine Straße, nachdem am Sonntagnachmittag ein Waldbrand in der Nähe von ländlichen Häusern in Peñarroya de Tastavins ausgebrochen war und sich auf vier nahegelegene Ortschaften auszubreiten drohte.
Feuer bricht in Dorfnähe aus
Am Sonntagnachmittag brach in der Nähe des Barranco de la Virgen in der Gemeinde Peñarroya de Tastavins, Teruel, in der Autonomen Gemeinschaft Aragón ein Waldbrand aus. Das Feuer entstand in einem Kiefernwaldgebiet neben der Straße A-2413, wo sich mehrere ländliche Häuser (Masías) und landwirtschaftliche Gebäude befinden. Die Flammen bedrohten diese Gebäude schnell, was die Regionalregierung veranlasste, den Sonderschutzplan für Waldbrände (PROCINFO) auf den Betriebsstatus 2 - Stufe 2 zu aktivieren, eine Kategorie, die für außergewöhnliche Notfälle reserviert ist, die Bevölkerungszentren oder kritische Infrastruktur gefährden.
Eskalation des Notfalls und Militäreinsatz
Nach der Erhöhung der Alarmstufe auf Stufe 2 forderte die Regierung von Aragón Unterstützung von der Militärischen Notfalleinheit (UME) an, die begann, das vierte Notfallinterventionsbataillon (BIEM IV) in die Brandzone zu verlegen. Die UME ist ein Spezialkorps unter dem spanischen Verteidigungsministerium, das für die Bewältigung großer Katastrophen zuständig ist. Es wurde auch ein erweiterter Einsatzleitposten eingerichtet, um die Löscharbeiten zu koordinieren. Die Regionalregierung sperrte die Straße A-1414 zwischen Monroyo und Fuentespalda, eine wichtige Verkehrsader in der Gegend, und versandte eine ES-Alert-Massenbenachrichtigung an die Bewohner von Peñarroya de Tastavins, Monroyo, Fuentespalda und Ráfales, in der sie aufgefordert wurden, in ihren Häusern zu bleiben, sich vor Rauch zu schützen und den Anweisungen von Rettungsdiensten, lokalen Behörden und dem Zivilschutz Folge zu leisten.
Löschkräfte vor Ort
Der Waldbrandverhütungs- und -bekämpfungsdienst INFOAR von Aragón setzte ein großes Kontingent ein. Bis zum frühen Abend umfasste der Einsatz einen Koordinationshubschrauber (H0), vier Hubschrauber-Landeinheiten (Lima 3, Lima 5, Lima 6 und Mike 2) mit ihren jeweiligen Hubschraubern, die in Peñalba, Alcorisa, Calamocha und Blancos del Coscojar stationiert sind, 19 Bodenbrigaden, 11 Feuerwehrfahrzeuge (Autobombas) und 3 Planierraupen. Weitere Kräfte des spanischen Ministeriums für den ökologischen Wandel und die demografische Herausforderung (MITECO) wurden entsandt: die BRIF (Waldbrandverstärkungsbrigade) aus Daroca, ein Löschhubschrauber aus Plasencia del Monte und ein FOCA-Amphibienflugzeug. Auch Feuerwehrleute des Provinzrats von Teruel und örtliche Landwirte beteiligten sich an den Arbeiten.
Parallele Bedrohung in Katalonien
Ein separater Waldbrand im Gebiet Vall d’Infern von Aiguamúrcia (Tarragona) in Katalonien verbrannte mehr als 114 Hektar und zwang rund 2.500 Menschen in mehreren Weilern, darunter Bonany, Valldossera, Mas Bermell und Can Llenes, in ihren Häusern zu bleiben. Die katalanische Feuerwehr entsandte 70 Einsatzkräfte, darunter Lufteinheiten, nachdem die Alarmmeldung am Sonntag um 15:57 Uhr eingegangen war. Obwohl dieser Vorfall nicht mit dem Brand in Peñarroya de Tastavins zusammenhängt, unterstreichen beide Brände das hohe Waldbrandrisiko während der sommerlichen Hitzewelle im Nordosten Spaniens.
Ausblick und laufende Maßnahmen
Nach den letzten Berichten blieb der Brand in Teruel aktiv und die Zahl der eingesetzten Kräfte wuchs. Die Regierung von Aragón erklärte, sie werde weitere Updates geben, sobald sich die Lage entwickelt. Für die vier alarmierten Ortschaften wurden keine Evakuierungsanordnungen erlassen, aber die Anwohner wurden aufgefordert, das betroffene Gebiet zu meiden und offizielle Kanäle zu verfolgen. Die Ankunft des UME-Bataillons und die Koordination von Luft- und Bodenmitteln werden voraussichtlich die Löscharbeiten während der Nacht intensivieren.


