
Vuelta a España verkürzt 15. Etappe auf 110 Kilometer, da Hitze in Südspanien 40 Grad erreicht
Die Organisatoren haben die 15. Etappe der Vuelta a España am Sonntag von 189,7 auf 110,2 Kilometer verkürzt, da die Temperaturen um Córdoba 40 Grad Celsius erreichen, nachdem es während der 14. Etappe eine Reihe von Hitzewelle-Ausfällen gab.
Protokoll für extreme Hitze aktiviert
Die Organisatoren der Vuelta a España gaben am Samstagabend bekannt, dass die 15. Etappe am Sonntag aufgrund einer intensiven Hitzewelle in Südspanien verkürzt wird. Die Temperaturen in der Region um Córdoba sollen 40 Grad Celsius erreichen, was die Rennleitung veranlasste, das Extremwetterprotokoll des Sports zu aktivieren, um die Gesundheit der Fahrer zu schützen. Die Entscheidung wurde nach einem formellen Treffen getroffen, an dem Vertreter des Commissaires College, der Radsportteams, der Fahrer und der Vuelta-Leitung teilnahmen. Nach dem geänderten Plan sinkt die Etappendistanz von ursprünglich geplanten 189,7 Kilometern auf 110,2 Kilometer, wodurch rund 80 Kilometer Rennstrecke entfallen. Der neutrale Start des Pelotons wird auf 14:50 Uhr verschoben, der offizielle Rennstart folgt um 15:00 Uhr.
- Geplante Distanz
- 189.7 km
- Verkürzte Distanz
- 110.2 km
Ergebnis der 14. Etappe und Streckenänderungen
Die Streckenänderungen treten ab Kilometer 52 des geplanten Kurses in Kraft, um die Belastung der Fahrer während der Nachmittagshitze zu begrenzen. Die Anpassung folgt auf eine anspruchsvolle 14. Etappe am Samstag, den 5. September, zwischen Jaén und der Sierra de la Pandera. Der deutsche Radfahrer Marco Brenner sicherte sich den Etappensieg, nachdem er unter glühender Hitze vor dem Kolumbianer Santiago Buitrago ins Ziel kam. Die 13. Etappe am Freitag hatte zuvor der Belgier Wout van Aert für Visma-Lease a Bike gewonnen, doch die anhaltend hohen Temperaturen in Andalusien haben das Feld weiter dezimiert. Die Rennorganisatoren erklärten, dass die Änderungen darauf abzielen, die Gesundheit der Teilnehmer zu erhalten und gleichzeitig die Integrität des sportlichen Wettbewerbs zu wahren.
Schwere Verluste im Peloton
Da noch mehr als eine Woche bis zum Rennende verbleibt, haben sich die Ausfälle im gesamten Wettbewerb beschleunigt. Am Samstag gab der Franzose Christophe Laporte während der 14. Etappe auf, nachdem er zuvor in den Bergabschnitten zu kämpfen hatte. Laporte, der Europameister von 2023, war der entscheidende Anfahrer für den britischen Sprinter Matthew Brennan, der nach dem Rennstart am 22. August in Monaco drei Etappensiege errang. Laporte hatte am Freitag unter der Hitze gelitten, belegte den 152. Platz von 155 Fahrern und verlor mehr als 36 Minuten auf seinen Teamkollegen Van Aert, bevor er auf Rang 132 der Gesamtwertung lag. Sein Team bestätigte keinen offiziellen medizinischen Grund, doch Berichten zufolge litt er unter Verdauungsproblemen. Mindestens vier weitere Fahrer, darunter der Franzose Jordan Labrosse, gaben ebenfalls während der 14. Etappe auf.
- Starter in Monaco (22. August)
- 184 Fahrer
- Verbliebene nach der 14. Etappe (5. September)
- 149 Fahrer
Weitreichende Ausfälle und Hitzepräzedenzfälle im Sommer
Die Ausfälle am Samstag folgten auf eine Freitagsetappe, bei der sechs Fahrer das Rennen verließen, darunter der Franzose Pavel Sivakov von UAE Team Emirates. Dieses Team hatte bereits seinen slowenischen Leader Tadej Pogačar während der 8. Etappe verloren und ist derzeit von der ursprünglichen Acht-Mann-Aufstellung auf vier Fahrer geschrumpft. Insgesamt sind nur noch 149 Radfahrer im Rennen von den 184, die in Monaco gestartet waren. Die Änderung der 15. Etappe spiegelt die weiteren wetterbedingten Störungen bei den europäischen Grand Tours in dieser Saison wider. Im Juli war die Tour de France gezwungen, erstmals in ihrer Geschichte eine Etappe aufgrund einer anhaltenden Sommerhitzewelle zu verkürzen.


