Wahlen · Berlin
Die Linke gewinnt Berlin-Wahl mit 25,1 Prozent – Elif Eralp strebt Rathaus an
Die Linke erreichte bei der Berliner Landtagswahl mit 25,1 % der Stimmen den ersten Platz und positioniert Spitzenkandidatin Elif Eralp für Verhandlungen über eine progressive Dreierkoalition für die Stadtregierung.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ZEIT ONLINE, Le Monde.fr, N-tv und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Linke gewann 12,9 Punkte und wurde mit 25,1 % Erste in Berlin, vor der CDU mit 19,2 % und der AfD mit 15,8 % laut ZDF-Prognose.
Spitzenkandidatin Elif Eralp sicherte sich 50,4 % der Erststimmen in Friedrichshain-Kreuzberg 1 und besiegte die Grünen-Kandidatin Kübra Beydas mit 17,2 %.
Ein mögliches Bündnis aus Die Linke, Grünen (14,3 %) und SPD (12,0 %) käme auf 77 Sitze im 130 Sitze umfassenden Parlament und überschritte die 66-Sitze-Mehrheit.
Die SPD fiel auf 12,0 % und die CDU auf 19,2 %, sodass ihre amtierende Koalition mit 47 Sitzen keine Mehrheit mehr hat.

Wahlergebnisse und Sitzverteilung
Die Linke wurde bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus stärkste Kraft und erreichte laut ZDF-Prognose am Sonntagabend 25,1 % der Stimmen. Das Ergebnis bedeutet einen Zugewinn von 12,9 Prozentpunkten für die Partei. Die Christlich Demokratische Union (CDU) belegte mit 19,2 % den zweiten Platz, ein Minus von 9 Punkten im Vergleich zu früheren Werten. Die Alternative für Deutschland (AfD) landete mit 15,8 % auf dem dritten Platz (plus 6,7 Punkte), gefolgt von den Grünen mit 14,3 % (minus 4,1 Punkte). Die Sozialdemokratische Partei (SPD) verlor 6,4 Punkte und kam auf 12,0 %, während das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) am späten Sonntag 4,9 % verbuchte und damit unter der Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament blieb.
- Die Linke
- 25.1 %
- CDU
- 19.2 %
- AfD
- 15.8 %
- Grüne
- 14.3 %
- SPD
- 12 %
- BSW
- 4.9 %
Daten aus dem Artikeltext
Im 130 Sitze umfassenden Landesparlament, wo 66 Sitze für eine Mehrheit nötig sind, ergibt die Prognose der Forschungsgruppe Wahlen für ein linkes Bündnis aus Die Linke, Grünen und SPD insgesamt 77 Sitze. Ein alternatives Bündnis aus CDU, Grünen und SPD unter Stefan Evers käme auf 68 Sitze. Die amtierende Koalition aus CDU und SPD fiel auf 47 Sitze, sodass eine Fortsetzung der Zweiparteienregierung ausgeschlossen ist.
- Linke, Grüne und SPD
- 77 Sitze
- CDU, Grüne und SPD
- 68 Sitze
- Derzeitige CDU und SPD
- 47 Sitze
Daten aus dem Artikeltext
Eralp sichert sich Direktmandat
Spitzenkandidatin Elif Eralp sicherte sich im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 1 mit 50,4 % der Erststimmen ein Direktmandat. Dies bedeutete eine Steigerung gegenüber den 27,1 %, die sie bei der Wahl 2023 erhalten hatte, und lag deutlich vor der Grünen-Kandidatin Kübra Beydas, die 17,2 % erzielte. Eralp, eine 45-jährige Juristin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende, die 2021 in das Abgeordnetenhaus einzog, feierte das Ergebnis gemeinsam mit der Landesvorsitzenden Kerstin Wolter im Festsaal Kreuzberg. In einer Rede vor Parteianhängern in Berlin skizzierte Eralp ihre Absicht, die nächste Landesregierung zu führen.
„Lasst uns rausgehen und lasst uns Berlin verändern.“
Koalitionsgespräche und Reaktionen der Parteien
Nach Bekanntgabe der Prognosen sprachen sich die Grünen-Landesvorsitzenden Nina Stahr und Philmon Ghirmai für ein Bündnis mit der Linken und der SPD aus. Sie erklärten, die Berliner Wähler hätten sich gegen die schwarz-rote Koalition und für einen politischen Wandel entschieden, und fügten hinzu, dass ihre Partei ein progressives Bündnis schmieden wolle. Der SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach räumte die Wahlniederlage in einem Interview ein.
„Wir wurden abgewählt. Wir haben kein Mandat zu regieren.“
Wahlkampfschwerpunkte und Hintergrund
Eralp wurde 1981 in München geboren, nachdem ihre Eltern nach dem Militärputsch von 1980 die Türkei verlassen hatten. Sie wuchs in Dortmund und Hamburg auf, studierte Jura und arbeitete als rechtspolitische Beraterin für Die Linke im Bundestag, bevor sie in die Landespolitik wechselte. Ihre Wahlkampfstrategie ließ sich operativ von den Tür-zu-Tür-Taktiken des New Yorker Politikers Zohran Mamdani und des Beraters Morris Katz inspirieren. Eralp stellte bezahlbaren Wohnraum in den Mittelpunkt ihrer Agenda und setzte sich für eine Mietobergrenze sowie die Umsetzung des Volksentscheids von 2021 ein, um Wohnungen großer Immobilienkonzerne gegen Entschädigung in öffentliches Eigentum zu überführen. Ihr Programm lehnte zudem Einschränkungen religiöser Symbole im öffentlichen Dienst, einschließlich Polizei und Justiz, ab.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ZEIT ONLINEElif Eralp: Die Hoffnung der Linken
- Le Monde.frElif Eralp, le nouveau visage de la gauche radicale, aux portes de Berlin
- N-tvBerlin & Brandenburg: Eralp gewinnt Direktmandat mit großem Vorsprung
- Der TagesspiegelHochrechnungen zur Berlin-Wahl: Linke in der Hauptstadt erstmals stärkste Kraft - BSW wohl nicht im Parlament
- Elif Eralp
- Spitzenkandidatin der Linken bei der Berliner Landtagswahl
- Steffen Krach
- Berliner SPD-Landesvorsitzender und Spitzenkandidat
- Stefan Evers
- CDU-Politiker und führende Figur in Berlin
- Nina Stahr
- Landesvorsitzende der Berliner Grünen
- Zohran Mamdani
- New Yorker Politiker, dessen Wahlkampfstil Eralp beeinflusste
- Orte
- Berlin, Deutschland, New York City
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