
Berlin vor der Landtagswahl: Die Linke dank Wohnungsplattform knapp vor CDU
Die Berlinerinnen und Berliner stimmen am 20. September 2026 bei einer Landtagswahl ab, bei der Die Linke in Umfragen knapp vor der CDU liegt, insbesondere mit Plänen zur Enteignung von Großvermietern.
Der Kampf um das Berliner Rathaus
Am Sonntag, den 20. September 2026, gehen die Wähler in Berlin an die Urnen, um ein neues Stadtstaatenparlament zu wählen. Fast 2,5 Millionen Einwohner sind wahlberechtigt, und erstmals dürfen auch 16-Jährige in der Hauptstadt wählen. Die Wahl entscheidet, ob die konservative Christlich Demokratische Union (CDU) unter Stefan Evers das Bürgermeisteramt behält oder an Die-Linke-Kandidatin Elif Eralp abgibt. Eralp, eine 45-jährige Menschenrechtsanwältin und Tochter türkischer Einwanderer, führt einen Wahlkampf, der dem von New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani nachempfunden ist. Ihr Wahlkampfstratege Morris Katz besuchte Berlin im April 2026, um ihre Botschaften zu grundlegenden Lebenshaltungskosten und öffentlichen Drei-Euro-Mahlzeitenprogrammen zu strukturieren.
- Berliner Wähler verabschieden Referendum zur Unterstützung der Vergesellschaftung großer Unternehmenswohnungsbestände
- Stratege Morris Katz berät Elif Eralp in Berlin zur Wahlkampfbotschaft
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- Wähler geben Stimmen bei Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ab
Wohnkosten und die Enteignungsplattform
Die Bezahlbarkeit von Wohnraum steht im Mittelpunkt des Wahlkampfs in einer Stadt, in der 85% der Bewohner keine eigenen Häuser besitzen. Die Mieten in Berlin sind in den letzten zehn Jahren um 77% gestiegen, die Angebotsmieten zwischen 2010 und 2022 laut Rosa-Luxemburg-Stiftung um 152%. Die Linke setzt sich dafür ein, das Ergebnis des Referendums von 2021 umzusetzen, bei dem 57,6% der Wähler für die Vergesellschaftung von Unternehmenswohnungsbeständen stimmten. Die Partei plant, Bestände von Unternehmen, die mehr als 3.000 Einheiten besitzen, wie Vonovia, das 130.000 Wohnungen in Berlin hält, zu enteignen. Immobilienverbände schätzen die Kosten für den Zwangskauf von rund 220.000 Wohnungen auf zwischen 10 und 30 Milliarden Euro.
Das Wohnungsproblem ist das zentrale soziale Thema unserer Stadt, und ich habe immer gesagt, dass ich, wenn ich Bürgermeisterin werde, alle Register ziehen werde, um Berlin wieder bezahlbar zu machen und die Mieten zu senken.
Parteienstände und Koalitionsaussichten
Aktuelle Umfragen von Infratest dimap sehen Die Linke mit 21% vorn, dicht gefolgt von der CDU mit 20% und der Alternative für Deutschland (AfD) mit 18%. Die Grünen kommen auf 16%, während die Sozialdemokratische Partei (SPD) unter Kandidat Stephen Krach nach einer polizeilichen Durchsuchung seines Hauses wegen Bestechung 12% erreicht. Der Berliner CDU-Generalsekretär Lukas Krieger beschrieb die politische Geografie der Hauptstadt vor der Abstimmung gegenüber Reportern.
Berlin ist in der Tat besonders schwierig.
Ein Sieg der Linken könnte zu einer linksgerichteten Regierungskoalition mit Grünen und SPD führen und damit die von der CDU geführte regionale Allianz beenden.
- Die Linke
- 21 %
- CDU
- 20 %
- AfD
- 18 %
- Grüne
- 16 %
- SPD
- 12 %
Regionalwahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern
Auch die Wähler im nordöstlichen Küstenland Mecklenburg-Vorpommern wählen am 20. September 2026 einen neuen Landtag. Die SPD-Regierung unter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die seit 1998 in Schwerin regiert, steht vor einer engen Herausforderung durch die AfD unter der Führung des Bundestagsabgeordneten Leif-Erik Holm. Aktuelle Landtagsumfragen sehen SPD und AfD statistisch gleichauf, mit Werten zwischen 35% und 37% für beide Parteien. Schwesig hat ihren Wahlkampf auf persönliche Führung gegen die rechte Plattform ausgerichtet, während Holm sich auf Einwanderung und Sozialausgaben konzentriert hat.


