
Präsident Nawrocki trifft Verteidigungsminister zur Koordinierung der polnischen NATO-Gipfelposition
Der polnische Präsident Karol Nawrocki und Vize-Premierminister Władysław Kosiniak-Kamysz trafen sich am Mittwoch im Präsidentenpalast, um eine einheitliche nationale Position für das NATO-Treffen in der kommenden Woche zu schmieden.
Koordinierung vor dem Gipfel
Präsident Nawrocki und Verteidigungsminister Kosiniak-Kamysz führten am Mittwochnachmittag Gespräche, die kurz nach 15:00 Uhr begannen und etwas mehr als eine Stunde dauerten. Das Treffen im Präsidentenpalast zielte darauf ab, die polnische Stimme vor dem NATO-Gipfel in Ankara am 7. und 8. Juli zu vereinheitlichen. Vize-Verteidigungsministerin Magdalena Sobkowiak-Czarnecka hatte die Tagesordnung einen Tag zuvor vorgestellt und betont, dass sowohl der Präsident als auch der Verteidigungsminister in den vergangenen Wochen separate Konsultationen mit verbündeten Partnern geführt hätten.
Ein Zeitplan der wichtigsten Koordinierungsschritte verdeutlicht die umfassenderen Bemühungen, eine gemeinsame polnische Position zu zementieren.
- Präsident Nawrocki führt Wochenendkonsultationen mit NATO-Amtskollegen; die Regierung stellt ihren Gipfelplan vor.
- Präsident und Verteidigungsminister treffen sich im Präsidentenpalast, um die endgültige Position abzustimmen.
- Der NATO-Gipfel beginnt in Ankara, Türkei.
Die Präsidentschaft hatte zuvor bestätigt, dass Präsident Nawrocki den Gipfel gemeinsam mit seiner Frau besuchen wird, begleitet von Vertretern des Verteidigungs- und des Außenministeriums.
Permanente US-Militärpräsenz
Ein weiteres großes Thema war der Vorstoß, die derzeit rotierende US-Truppenpräsenz in Polen in eine dauerhafte Stationierungsregelung umzuwandeln. Marcin Przydacz, Leiter des Büros für Internationale Politik, sagte, es gebe „eine beachtliche Offenheit auf amerikanischer Seite“ und führte dies auf „gute persönliche Beziehungen zu Präsident Nawrocki“ zurück.
Politisch arbeiten wir daran, diese Vereinbarung zu sichern, aber in praktischer, exekutiver Hinsicht muss der Verteidigungsminister jetzt an die Arbeit gehen.
Przydacz betonte, dass die Regierung noch die rechtliche und physische Infrastruktur für eine dauerhafte US-Stationierung bereitstellen müsse, und forderte Minister Kosiniak-Kamysz auf, von der Diplomatie zur konkreten Umsetzung überzugehen.
Mit einer Stimme sprechen
Sobkowiak-Czarnecka unterstrich, dass das übergeordnete Ziel darin bestehe, sicherzustellen, dass Polens Führung eine geschlossene Front präsentiere.
Sie bestätigte, dass auch Vize-Premierminister und Außenminister Radosław Sikorski Teil der Delegation in Ankara sein werde.Es ist gut, wenn die polnischen Behörden in internationalen Angelegenheiten mit einer Stimme sprechen.
Der Ankara-Gipfel
Die NATO-Staats- und Regierungschefs werden am 7. und 8. Juli in der türkischen Hauptstadt zusammenkommen. Die polnische Delegation unter der Leitung von Präsident Nawrocki wird den Verteidigungsminister und den Außenminister umfassen. Der Gipfel wird voraussichtlich die Zukunft des Bündnisses, die regionale Sicherheit und die dauerhafte Stationierung von Bündnistruppen an der Ostflanke thematisieren.


