
Völler zuversichtlich: Deutschland werde im Achtelfinale gegen Paraguay „alles geben“
DFB-Sportdirektor Rudi Völler schlug am Samstag einen optimistischen Ton an und versprach, dass die deutsche Mannschaft am Montagabend im Achtelfinale gegen Paraguay nichts auf dem Platz lassen werde.
Eine Botschaft des Glaubens in Winston-Salem
Rudi Völler, der DFB-Sportdirektor, nutzte seine Pressekonferenz am Samstag im Trainingsgelände der Wake Forest University, um nach der 2:1-Gruppenspielniederlage gegen Ecuador Ruhe und Zuversicht auszustrahlen. Er betonte, es gebe keinen Grund zur Panik und die Mannschaft sei bereit für die K.o.-Runde.
Der Glaube ist da, dass wir am Montag alles geben, absolut an die Grenze gehen, ein wirklich gutes Spiel machen und natürlich in die nächste Runde einziehen.
Völler bezeichnete sich wiederholt als „völlig ruhig und entspannt“ und stellte die Niederlage gegen Ecuador als ein Spiel dar, in dem Deutschland bereits den Gruppensieg sicher hatte und nicht die gleiche Verzweiflung wie seine Gegner aufwies.
Nagelsmann nach dem Ecuador-Ausrutscher verteidigt
Ohne explizit gefragt zu werden, stellte sich Völler als Schutzschild für Cheftrainer Julian Nagelsmann auf. Er lobte die Rotationsentscheidungen und Auswechslungen im Ecuador-Spiel als richtig und wies externe Kritik als etwas zurück, das man akzeptieren, aber nicht überbewerten solle. Für Nagelsmann ist das Paraguay-Spiel sein erstes WM-K.o.-Spiel.
Es gibt keinen Grund, Nagelsmann ständig schützen zu müssen.
Völler räumte ein, dass „unnötige und einfache Ballverluste“ das Leben gegen Ecuador erschwert hätten, sagte aber eine schärfere Leistung voraus, da es jetzt um alles oder nichts geht.
Paraguays körperlicher Test und ein historisches Echo
Paraguay, das als Gruppendritter hinter den USA und Australien ins Achtelfinale einzog, wird von Völler als Mannschaft beschrieben, die „etwas tiefer steht, etwas körperlicher spielt“. Der Stil spiegelt die Probleme wider, die Ecuador bereitete, doch das deutsche Lager sieht darin kein Rätsel.
Wir haben Spieler, die das total gewohnt sind. Wir kennen diesen Spielstil. Es sollte nichts Außergewöhnliches sein.
Die Begegnung erinnert auch an die WM 2002, als Deutschland im gleichen Stadium auf Paraguay traf. Völler, damals Teammanager, sah zu, wie Oliver Neuville in Seogwipo spät zum 1:0-Sieg traf. Er nannte den Zufall „Dinge, die nur im Leben passieren“, betonte aber, dass die Geschichte am Montagabend nichts zählt.
Hitze, Luftfeuchtigkeit und was auf dem Spiel steht
Das Spiel beginnt am Montag um 22:30 Uhr MESZ im Boston Stadium in Foxborough, etwa 35 km südwestlich von Boston. Es werden Temperaturen um 30 Grad Celsius bei der für die Region typischen hohen Sommerluftfeuchtigkeit erwartet. Die Spielstätte, Heimat der New England Patriots, liegt in der gleichen Zeitzone wie das deutsche Teamquartier in Winston-Salem, sodass kein Jetlag ausgeglichen werden muss.
Angesichts eines möglichen Achtelfinal-Duells gegen Frankreich weigerte sich Völler, über Paraguay hinauszublicken. „Es gibt Nationen, die zu den Topfavoriten gehören. Frankreich ist eine davon. Aber damit beschäftigen wir uns jetzt nicht“, sagte er. Die Botschaft ist klar: Montag geht es um alles oder nichts.
- Rudi Völler hält Pressekonferenz in Winston-Salem und drückt Vertrauen in die Mannschaft aus.
- Deutsche Mannschaft reist vor dem Achtelfinale von Winston-Salem nach Boston.
- Deutschland trifft auf Paraguay im Boston Stadium in Foxborough (22:30 MESZ).


