
Ex-Boxer und Verbrecherfigur Viorel Oarză stirbt nach Schüssen im Wald
Viorel Marian Oarză starb am 19. September 2026 in einem Krankenhaus in Iași, nachdem er vier Tage zuvor mit einem Kopfschuss in einem Wald aufgefunden worden war; seine Familie stimmte der Organspende zu.
Entdeckung im Wald von Holboca
Am 15. September 2026 rückten Rettungskräfte und Polizeieinheiten auf einen Notruf 112 aus, der einen Mann mit einer schweren Kopfverletzung im Wald Rusenii Noi in der Gemeinde Holboca, östlich von Iași, meldete. Viorel Marian Oarză, dessen Alter je nach offiziellen Aufzeichnungen zwischen 50 und 51 Jahren lag, war in Begleitung eines Bekannten zu dem Waldgebiet gefahren. Nach Polizeiangaben parkte Oarză das Fahrzeug, stieg aus und ging allein in die Bäume. Wenige Augenblicke später hörte der Begleiter einen Schuss, eilte in die Richtung des Geräuschs und entdeckte den ehemaligen Boxer am Boden liegend mit starken Kopfblutungen. Die Polizei des Kreises Iași sicherte den Bereich und stellte einen Smith & Wesson.357 Magnum-Revolver (9 mal 33 Millimeter) sicher, der in der Nähe seiner Leiche gefunden wurde, um dessen Besitzer zu ermitteln und zu bestätigen, ob es sich um die Tatwaffe handelte.
Medizinische Versorgung und Organspende
Rettungssanitäter transportierten Oarză unter Notfallbedingungen in das Krankenhaus für Neurochirurgie in Iași, wo er direkt auf der Intensivstation in einem Koma Grad vier aufgenommen wurde. Chirurgen führten sofort eine Operation durch, um das Geschoss aus seinem Schädel zu entfernen, doch die Ärzte gaben an, dass seine Genesungschancen minimal seien.
Es handelt sich um einen etwa 50-jährigen Patienten mit einer kraniozerebralen Schussverletzung. Ein Team traf am Ort ein, der Mann wurde in das Krankenhaus für Neurochirurgie in Iași gebracht.
Mediziner überwachten seine Vitalfunktionen, um zu entscheiden, ob weitere chirurgische Eingriffe ihn stabilisieren könnten, aber sein neurologischer Zustand verbesserte sich nicht. Am Morgen des Samstags, 19. September 2026, stellten die Ärzte Oarză von der mechanischen Beatmung ab, nachdem seine Familie der Organentnahme formell zugestimmt hatte. Sein Sohn Robert Oarză gab seinen Tod kurz darauf in den sozialen Medien bekannt.
Mit unendlicher Trauer in unseren Herzen gibt die Familie das Ableben von Viorel Oarză bekannt. Möge Gott dich in Frieden und Licht ruhen lassen, Vater! Du wirst immer in unseren Herzen bleiben.
Untersuchung des Schusswaffenvorfalls
Die Staatsanwaltschaft am Tribunal Iași leitet die Ermittlungen, um zu klären, ob es sich bei dem Schuss um einen Suizidversuch oder ein Tötungsdelikt handelt. Während forensische Ermittler und die Polizei derzeit von einer selbst zugefügten Schussverletzung als Haupthypothese ausgehen, haben Oarzăs Familienangehörige und enge Bekannte die Suizidtheorie formell zurückgewiesen. Die Staatsanwaltschaft prüft zudem seine jüngsten persönlichen Fehden in Iași, um mögliche Motive oder Bedrohungen zu ermitteln. Im Juni 2026 war Oarză in eine gewaltsame Auseinandersetzung mit einem örtlichen Immobilienentwickler an einer Autowaschanlage in der Stadt verwickelt, ein Vorfall, der zuvor polizeilich erfasst worden war.
- Oarză überlebt einen Schusswechsel während einer Mafia-Auseinandersetzung in Italien.
- Oarză ist in eine Auseinandersetzung mit einem Immobilienentwickler an einer Autowaschanlage in Iași verwickelt.
- Oarză wird mit einem Kopfschuss im Wald Rusenii Noi in der Gemeinde Holboca aufgefunden.
- Oarză stirbt, nachdem er im Krankenhaus für Neurochirurgie in Iași von der Lebenserhaltung abgeschaltet wurde.
Krimineller Hintergrund und italienisches Syndikat
Oarză erlangte in Rumänien zunächst als Profiboxer öffentliche Bekanntheit, bevor er in den 1990er Jahren in das organisierte Verbrechen in Iași einstieg. Anschließend weitete er seine Aktivitäten nach Norditalien aus, wo ihn italienische Strafverfolgungsbehörden als Kopf der 'Brigada' identifizierten, eines organisierten kriminellen Netzwerks mit Sitz in Turin. Die italienischen Behörden stuften die Gruppe als ersten mafiaähnlichen Clan ein, der ausschließlich aus rumänischen Staatsangehörigen bestand; die Anklage warf ihnen Erpressung, Drogenhandel, Prostitution und Gewalttaten vor. Staatsanwälte und die italienische Presse gaben ihm den Spitznamen 'Il Padrino', nachdem Beweise ergeben hatten, dass er die illegalen Aktivitäten des Clans direkt aus dem Gefängnis Delle Vallette in Turin steuerte, wo er eine Haftstrafe wegen versuchten Mordes verbüßte. Oarză hatte bereits zuvor einen Schusswechsel während eines Mafiastreits in Italien im Jahr 2007 überlebt. Nach seiner Freilassung und Rückkehr nach Rumänien blieb er eine prominente Unterweltfigur in Iași, lieferte sich territoriale Konflikte mit dem rivalisierenden Corduneanu-Clan und war in mehrere Immobilienstreitigkeiten verwickelt.


