Bei den Demonstrationen gegen die steigenden Lebenshaltungskosten gingen am Wochenende des 17. und 18. Oktober Hunderttausende Menschen auf die Straße, an manchen Orten schlugen die Proteste in Unruhen um. In ganz Frankreich wurden Geschäfte geplündert, darunter eine Louis-Vuitton-Filiale im Zentrum von Paris, Hermès-Läden und eine Dior-Boutique. In sozialen Netzwerken kursierende Videos zeigten Überfälle auf Luxusgeschäfte von Marken wie Louis Vuitton, Burberry und Celine, und die Parfümeriekette Sephora erklärte, mehrere ihrer Filialen seien von Demonstranten betreten worden. Louis Vuitton, Burberry und Celine reagierten nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme. Seither sind auf Wiederverkaufsportalen, darunter Vinted, Angebote für Parfüms, Designertaschen und Pokémon-Karten aufgetaucht.
Vinted erklärte, man habe unverzüglich Schritte unternommen, um Angebote im Zusammenhang mit den Plünderungen zu finden und zu löschen, und die Überwachung verdächtiger Beiträge verstärkt. Bei Verstößen gegen die Regeln gehe das Unternehmen gegen die betroffenen Konten vor, bis hin zur dauerhaften Sperrung. Die Nutzungsbedingungen verbieten den Verkauf gestohlener Waren; das Unternehmen stützt sich auf Meldungen von Händlern und einzelnen Nutzern, denen sein Moderationsteam nachgeht. Zudem kooperiere man aktiv mit den Strafverfolgungsbehörden und den französischen Behörden. Vinted steht unter Druck von französischen Behörden und Handelsverbänden, gegen den Weiterverkauf von Diebesgut vorzugehen.
Die Polizei fordert von der Plattform IP-Adressen, Bankdaten und Identitätsdaten der Nutzer an, die gestohlene Waren angeboten haben. In mehreren Fällen wurden bereits Verhaftungen in den Wohnungen der Verkäufer vorgenommen. Manche Angebote waren als gemischte Warenpakete zu einem Festpreis eingestellt; ein Verkäufer beschrieb eine Tasche für 10 Euro und erklärte, er wisse nichts über deren Inhalt. Andere Artikel umfassten mehrere identische neue Lippenstifte, ungeöffnete Kosmetika und Waren, die noch Sicherungsetiketten trugen. Nach französischem Recht gilt der Kauf von Waren, von denen der Käufer weiß oder vernünftigerweise wissen müsste, dass sie aus einer Straftat stammen, als Hehlerei und kann mit bis zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von bis zu 375.000 Euro geahndet werden.
Vinted wurde 2008 in Litauen gegründet und wuchs von einem Tauschdienst für Kleidung zu einem der größten Verbraucher-Start-ups Europas. In der jüngsten Finanzierungsrunde unter Führung der schwedischen Beteiligungsgesellschaft EQT Growth wurde das Unternehmen mit 8.000 Millionen Euro bewertet. Frankreich ist sein größter Einzelmarkt mit mehr als 20 Millionen eindeutigen Nutzern; im zweiten Quartal 2026 lag Vinted laut Fevad und Médiamétrie auf Platz fünf der meistbesuchten E-Commerce-Websites des Landes. Eine Fevad-Studie aus dem Jahr 2025 setzte Vinted unter den Plattformen, auf denen französische Käufer Kleidung und Modeartikel einkaufen, auf Platz zwei – hinter Amazon und vor Shein.
Daten aus dem Artikeltext
Der Bruttowarenwert von Vinted über alle Märkte stieg 2025 von 7,3 Milliarden Euro auf 10,8 Milliarden Euro, während der Umsatz von 813 Millionen Euro auf 1,1 Milliarden Euro wuchs.
Die Organisatoren der Samstagsdemonstrationen haben zu weiteren Protesten aufgerufen und Termine für den 24. und 31. Oktober angesetzt. Bei der Ankündigung verwiesen die Koordinatoren auf die sogenannte Gelbwesten-Bewegung. Die großen Gewerkschaften haben für den 5. November Streiks angekündigt, um Löhne, öffentliche Dienste, Beschäftigung und Industrie zu verteidigen.
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Pollar unterstützenSicherheit · Paris
Vinted hat nach eigenen Angaben die Moderation verstärkt, nachdem auf der Wiederverkaufsplattform Angebote aufgetaucht sind, die offenbar bei den Plünderungen am Wochenende in ganz Frankreich gestohlene Waren enthalten. Frankreich ist der größte Markt des Unternehmens, und die Polizei fordert nun Verkäuferdaten an, um Verhaftungen vorzunehmen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaVanguardia, Aktuálně.cz, The Telegraph und weiteren Medien. Veröffentlicht .