
Schweizer Polizei bestätigt vier Tote nach Brand in Wohnhaus in Thusis
Die Kantonspolizei Graubünden bestätigte am Sonntag, dass Rettungskräfte die Leichen der letzten beiden vermissten Personen aus einem ausgebrannten Wohn- und Geschäftshaus in Thusis geborgen haben. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf vier.
Bergung der Opfer in Thusis
Die Rettungskräfte im Schweizer Kanton Graubünden schlossen am Sonntag, den 23. August 2026, ihren Sucheinsatz ab, nachdem sie die Leichen der letzten beiden vermissten Personen in einem brandgeschädigten Gebäude in Thusis gefunden hatten. Der Fund brachte die bestätigte Zahl der Todesopfer nach dem nächtlichen Brand auf vier. Die Kantonsbehörden hatten zunächst den Fund von zwei Leichen gemeldet, während zwei weitere Bewohner in den Trümmern weiterhin vermisst wurden. In einer am Samstag veröffentlichten Polizeimitteilung war von der Suche nach fünf Vermissten die Rede, doch die Behörden stellten später klar, dass es sich dabei um ein Missverständnis handelte, und bestätigten, dass nur vier Personen vermisst wurden. Die Such- und Rettungskräfte konnten ihre Bergungsarbeiten schneller vorantreiben als zunächst angenommen, sodass sie das gesamte Anwesen im Laufe des Wochenendes gründlich durchsuchen konnten.
Evakuierung und Notfallmaßnahmen
Der Brand brach in der Nacht von Freitag, dem 21. August 2026, kurz nach Mitternacht im zweiten Stock des mehrstöckigen Gebäudes aus. Insgesamt 14 Menschen konnten sich während des Brandes aus dem brennenden Gebäude in Sicherheit bringen. Unter den Entkommenen erlitten acht Personen Verletzungen, darunter zwei Menschen mit schweren Verletzungen, die sofortige medizinische Behandlung benötigten. Die Ersthelfer sahen sich großen Gefahren ausgesetzt, als das Innentreppenhaus des Gebäudes während des Brandes einstürzte. Um die Arbeiten sicher fortsetzen zu können, demontierten Feuerwehr und Rettungskräfte am Freitag das Dach des Gebäudes Schicht für Schicht, um Zugang zu den oberen Stockwerken zu erhalten und die Einsatzstelle zu sichern.
- Brand bricht im zweiten Stock aus, 14 Bewohner fliehen aus dem Gebäude.
- Feuerwehr demontiert das Dach Schicht für Schicht nach dem Einsturz des Innentreppenhauses.
- Ermittler und Rettungsspezialisten durchsuchen die Trümmer mit einem Höhenrettungsfahrzeug.
- Kantonspolizei bestätigt den Fund der letzten beiden Leichen, Suche beendet.
Einsturz und Räumung der Einsatzstelle
Das Gebäude beherbergte im Erdgeschoss das Restaurant Beverin, darüber befanden sich auf drei Stockwerken kleine Wohnateliers. Die Ateliers wurden überwiegend von alleinstehenden Personen verschiedener Nationalitäten bewohnt. Rettungskräfte und Brandermittler waren am Samstagnachmittag weiterhin vor Ort und bewegten sich durch die einsturzgefährdete Gebäudestruktur. Die Einsatzkräfte setzten ein spezielles Höhenrettungsfahrzeug mit einem beweglichen Gelenkkran ein, um die erhöhten Bereiche sicher zu erreichen. Diese mechanischen Maßnahmen ermöglichten es den Rettungsteams, das gesamte Innere trotz des weitreichenden Einsturzes zu durchkämmen.
- Sicher entkommen
- 14 Personen
- Verletzte insgesamt
- 8 Personen
- Schwerverletzte
- 2 Personen
- Todesopfer
- 4 Personen
Ermittlungen zur Brandursache
Die Staatsanwaltschaft Graubünden und die Kantonspolizei Graubünden führen laufende Ermittlungen zur Ursache und zu den genauen Umständen des Brandes. Die Behörden bestätigten, dass die Brandursache im zweiten Stock bis zum Wochenende ungeklärt blieb. Forensische Teams müssen DNA-Proben sammeln und abgleichen, um die Identität der Verstorbenen zweifelsfrei festzustellen – ein Prozess, der nach Angaben der Polizei mehrere Tage dauern kann.
Die Kantonspolizei erklärte in einer öffentlichen Stellungnahme, warum Angaben zur Identität vertraulich bleiben, solange die wissenschaftlichen Untersuchungen laufen.
Die Identifizierung der gefundenen Personen ist noch nicht abgeschlossen. Aus diesem Grund werden derzeit keine weiteren Angaben zu den betroffenen Personen gemacht.
Forensische Spezialisten und kantonale Ermittler planen, die technischen Untersuchungen vor Ort in Thusis fortzusetzen, um zu klären, wie der Brand entstanden ist.

