
Max Verstappen scheidet in der ersten Runde des letzten Großen Preises der Niederlande in Zandvoort aus
Max Verstappen erlitt bei der finalen Auflage des Großen Preises der Niederlande in Zandvoort einen Startcrash – eine 30-minütige Rote Flagge war die Folge, nachdem sein Red Bull in der letzten überhöhten Kurve in die Leitplanke geprallt war.
Startcrash in der finalen überhöhten Kurve
Der viermalige Weltmeister Max Verstappen schied beim Großen Preis der Niederlande in der ersten Runde nach einem Aufprall auf dem Zandvoort-Kurs aus. Von Startplatz sieben kommend, kämpfte sich der Red-Bull-Pilot durch eine schwierige erste Runde: Zunächst wurde er beim Start an den Rand gedrängt, dann gab es leichten Kontakt mit Teamkollege Liam Lawson in der dritten Kurve. Als das Feld die letzte überhöhte Kurve vor der Start-Ziel-Geraden erreichte, geriet Verstappen – auf Slick-Reifen unterwegs – auf einen nassen Flecken nahe der weißen Linie. Das Heck des Red Bull brach aus, das Auto prallte direkt in die äußere Betonbarriere. Der Aufprall riss ein Rad ab, verteilte Karbonfaser-Trümmer über den Asphalt und ließ das beschädigte Chassis quer über die Strecke in die gegenüberliegende Mauer schlittern.
Mir geht es gut.
Rote Flagge und Unterbrechung in der Boxengasse
Die Rennleitung zeigte die Rote Flagge, um Trümmerteile zu beseitigen und die beschädigte Streckenperimeterbarriere zu reparieren. Polesetter Lando Norris führte das verbliebene Feld zurück in die Boxengasse, wo sie auf den Neustart hinter dem McLaren warteten. Weiter hinten drehte sich Audi-Pilot Gabriel Bortoleto auf demselben nassen Streckenabschnitt, vermied jedoch einen Aufprall und setzte das Rennen fort. Verstappen kletterte ohne medizinische Hilfe aus dem Cockpit, sichtlich unverletzt trotz schwerer Schäden an Vorderachse und Rädern. Per Boxenfunk entschuldigte sich der Niederländer bei seiner Crew, bevor er zu Fuß zurück ins Fahrerlager ging, während Aufräum- und Reparaturarbeiten am Barrieresystem das Rennen für rund 30 Minuten unterbrachen.
- Max Verstappen startet von Platz sieben und wird beim Anfahren aufs Gras gedrückt.
- Verstappen hat leichten Kontakt mit Red-Bull-Teamkollege Liam Lawson.
- Verstappen rutscht auf einer nassen Stelle nahe der weißen Linie und prallt gegen die äußere Leitplanke.
- Die Rennleitung unterbricht die Session, Lando Norris führt das Feld in die Boxengasse.
- Streckenposten reparieren die Barrieren und beseitigen Trümmerteile vor dem Neustart.
Abschied von der Strecke in Zandvoort
Der Unfall ereignete sich vor mehr als 100.000 Zuschauern, die in Orange gekleidet die Tribünen zur finalen Austragung des Großen Preises der Niederlande füllten. Das Rennen war 2021 in den Formel-1-Kalender zurückgekehrt; Verstappen gewann drei Mal in Folge zwischen 2021 und 2023, bevor McLaren 2024 und 2025 die Siege holte. Die Veranstalter bestätigten, dass der Grand Prix nach 2026 aus dem Kalender fällt – aus finanziellen und betrieblichen Gründen ist für 2027 kein Rennen geplant. Für die niederländischen Fans bedeutete der Startcrash das Ende der Hoffnung auf einen vierten Heimsieg beim letzten Auftritt der Strecke im Formel-1-Kalender.
Wettbewerblicher Kontext und Saisonform
Verstappen ging am Sonntag nach einer leichten Erkrankung während der Vorbereitungen an den Start. Der 28-Jährige liegt in der Weltmeisterschaft 2026 auf Platz sechs – für Red Bull eine herausfordernde Saison. Nach vier Weltmeistertiteln zwischen 2021 und 2024 sowie dem knapp verpassten fünften Titel im Folgejahr sieht sich das Team zunehmendem Druck von den Konkurrenzteams ausgesetzt. Trotz des plötzlichen Unfalls kollidierte keiner der nachfolgenden Fahrer mit dem liegengebliebenen Red Bull, als dieser zurück auf die Strecke prallte. Der Ausfall beendete Verstappens Renneinsatz auf heimischem Boden, während die Formel 1 sich anschickt, den Badeort zu verlassen.


