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Sicherheit·vor 2 Std.

Drei Festnahmen nach tödlichem Seilsprung-Unfall in Brasilien: Frau stürzt 40 Meter in den Tod, weil Sicherungsseil vergessen wurde

Die 21-jährige Sportstudentin Maria Eduarda Rodrigues de Freitas starb auf der Stelle, als Instruktoren sie von einer stillgelegten Brücke stießen, ohne ihr Sicherungsseil zu befestigen. Drei Männer müssen sich nun wegen Tötung verantworten.

Der Vorfall

Am Samstag, den 13. Juni, wurde die Sportstudentin Maria Eduarda Rodrigues de Freitas von der 40 Meter hohen sogenannten „Skelett-Brücke“ an der Grenze zwischen Limeira und Cordeirópolis im Landesinneren des Bundesstaates São Paulo in die Tiefe gestoßen. Ein virales Video zeigt, wie zwei Männer mit weißen Helmen sie an den Armen über ihre Köpfe halten, während ein dritter ihre Füße festhält. Unmittelbar nachdem sie in die Tiefe geworfen wurde, schreit ein Zuschauer eine Warnung, dass das Sicherungsseil noch auf dem Boden liegt.

Die Sicherheitsausrüstung war zum Zeitpunkt des Sprungs nicht ordnungsgemäß befestigt. Das Opfer überlebte den Sturz nicht.

Polizei von São Paulo

Der Rettungsdienst konnte nur noch ihren Tod feststellen. Sie wurde am darauffolgenden Tag beigesetzt.

Festnahmen und rechtliche Schritte

Drei Männer im Alter von 27, 32 und 42 Jahren wurden wegen des Verdachts auf Tötung mit Eventualvorsatz festgenommen – ein brasilianisches Rechtskonzept, das greift, wenn jemand das Risiko eines tödlichen Ausgangs in Kauf nimmt, ohne die direkte Absicht zu haben. Zwei der Männer waren zunächst in ein Waldgebiet geflohen, wurden jedoch von einem Polizeihubschrauber aufgespürt. Insgesamt wurden sechs Personen vorläufig festgenommen; die anderen drei bleiben zwar Gegenstand der Ermittlungen, wurden jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt.

Am Montag ordnete ein Richter Untersuchungshaft für die drei Hauptverdächtigen an. Lokalen Medienberichten zufolge konnten sie den Fehler nicht erklären und wirkten nach dem Vorfall desorientiert.

Der Sport und die Brücke

Beim Rope-Jumping werden statische Kletterseile verwendet, die den Sturz in einen horizontalen Pendelschwung umwandeln, im Gegensatz zum elastischen Rebound beim Bungee-Jumping. Der US-amerikanische Extremsportler Dan Osman, der als Erfinder dieser Sportart gilt, kam 1998 bei einem Rope-Jump ums Leben.

Die Brücke, bekannt als „Skelett-Brücke“, ist seit Jahren stillgelegt und untersteht der Zuständigkeit des Bundes. Behördenangaben zufolge verfügte die Gruppe, die die Sprünge am Samstag organisierte – erkennbar an T-Shirts mit der Aufschrift „Entre Cordas“ und „Ih Voei“ – über keine behördliche Genehmigung. Die Stadtverwaltung von Limeira kündigte an, die Bundesregierung wegen mangelnder Instandhaltung des Bauwerks zu verklagen.

Ihr Tod macht das Fortbestehen dieser Vernachlässigung unhaltbar und inakzeptabel.

Stadtverwaltung von Limeira

Öffentliche Bestürzung

Kurz vor dem Sprung hatte Rodrigues de Freitas auf Instagram gepostet:

Wer ist der Verrückte, der mich von einer Brücke springen lässt???

Ihr Freund, der bei dem Vorfall anwesend war, musste wegen eines Schocks medizinisch betreut werden. Die Aufnahmen haben eine landesweite Debatte über die Sicherheitsvorkehrungen bei Extremsportarten ausgelöst.

Wichtige Ereignisse
  1. Frau wird ohne Sicherungsseil von Brücke gestoßen und stirbt noch vor Ort. Zwei Organisatoren fliehen, werden aber per Polizeihubschrauber lokalisiert.
  2. Beisetzung des Opfers; drei Männer werden wegen des Verdachts auf Tötung mit Eventualvorsatz festgenommen.
  3. Richter ordnet Untersuchungshaft für die drei Verdächtigen an; Stadtverwaltung von Limeira kündigt Klage gegen die Bundesregierung an.
Limeira

7 Quellen

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