
Zwei Tote bei Flucht vor Polizei: Fahrer rast in Barcelona in an roter Ampel wartendes Auto
Eine Polizeiverfolgungsjagd durch Barcelonas Viertel Poblenou endete am Sonntagmorgen mit einem tödlichen Frontalzusammenstoß, bei dem sowohl der flüchtende Fahrer als auch ein an einer roten Ampel wartender Mann ums Leben kamen. Die Beifahrerin des stehenden Autos wurde schwer verletzt.
Vorfall
Ein Fahrer, der versuchte, sich der katalanischen Polizei zu entziehen, verursachte am Sonntag, dem 28. Juni, einen Unfall mit zwei Todesopfern im Viertel Poblenou in Barcelona. Beamte der Mossos d'Esquadra erhielten vor 10:00 Uhr eine Meldung aus einem Hotel, in dem ein Mann auf dem Parkplatz rücksichtslos fuhr. Als eine Streife eintraf, gab der Fahrer, der am Steuer eines Fahrzeugs mit französischen Kennzeichen saß, Gas, fuhr entgegen der Verkehrsrichtung, überfuhr Gehwege, streifte geparkte Motorräder und andere Autos, bevor die Polizei ihn vorübergehend aus den Augen verlor.
Der Zusammenstoß
Das flüchtende Fahrzeug setzte seine Fahrt auf der Carrer de Pallars fort und erreichte die Kreuzung mit der Carrer de Fluvià in der Nähe der Avinguda Diagonal. Dort prallte es frontal mit einem Auto zusammen, das ordnungsgemäß an einer roten Ampel hielt. Der Aufprall war so heftig, dass Anwohner durch den Lärm alarmiert wurden und wenige Augenblicke später ein Streifenwagen auftauchte. Augenzeugen sagten, das zweite Auto habe keine Chance gehabt, dem entgegenkommenden Fahrzeug auszuweichen.
- Polizei erhält Meldung über rücksichtsloses Fahren auf einem Hotelparkplatz in Barcelona.
- Eine Mossos-Streife stellt den Fahrer, der sofort gegen den Verkehr flieht und geparkte Fahrzeuge rammt.
- Polizei verliert das flüchtende Fahrzeug aus den Augen; es fährt weiter in Richtung Carrer de Pallars.
- Frontalzusammenstoß mit einem an einer roten Ampel wartenden Auto an der Kreuzung Pallars/Fluvià.
- Feuerwehr, Krankenwagen und Guardia Urbana treffen ein; die Befreiung der eingeklemmten Opfer beginnt.
- Leichen verbleiben am Unfallort in Erwartung der richterlichen Genehmigung für den Transport ins forensische Institut.
Opfer und Reaktion
Beide Fahrer starben noch am Unfallort. Feuerwehrleute der nahegelegenen Wache arbeiteten daran, die drei im Wrack eingeklemmten Personen zu befreien. Die Beifahrerin des stehenden Autos, eine Frau, wurde befreit und in ernstem Zustand ins Krankenhaus gebracht. Rettungsdienste, darunter Krankenwagen und die Guardia Urbana, rückten an der Kreuzung an. Bis zum Mittag wurden die beiden Leichen auf der Straße aufbewahrt, bis die richterliche Genehmigung für den Transport ins forensische Institut vorlag.
Ermittlungen
Die Mossos d'Esquadra ermitteln, warum der Fahrer vor der ersten Streife geflohen ist. Eine Autopsie soll klären, ob Alkohol oder Drogen eine Rolle gespielt haben. Die Verkehrsabteilung der Guardia Urbana erstellt den offiziellen Unfallbericht, um den genauen Ablauf zu rekonstruieren.
Gesamtzahl
Mit diesen Todesfällen steigt die Zahl der bei Verkehrsunfällen in Barcelona in diesem Jahr Getöteten auf acht. Der Stadtrat sprach sein Beileid aus und bekräftigte sein Engagement für die Reduzierung von Verkehrsopfern.


