
Polizei verhaftet 53-Jährigen in Rodopi nach tödlichem Messerangriff auf getrennt lebende Ehefrau
Ein 53-jähriger Mann wurde in Dialampi, Rodopi, festgenommen, nachdem er am Mittwoch seine 44-jährige getrennt lebende Ehefrau tödlich erstochen hatte – einen Tag bevor sie die Scheidungspapiere einreichen sollte.
Angriff in Dialampi
Am Mittwochnachmittag, dem 26. August 2026, erstach ein 53-jähriger Mann seine 44-jährige getrennt lebende Ehefrau in ihrem Haus im Dorf Dialampi, Gemeinde Iasmos in Rodopi, Nordostgriechenland. Das Opfer, das im Sommer saisonal auf der Insel Thasos gearbeitet hatte, war vorübergehend in die Familienwohnung zurückgekehrt, um den 16. Geburtstag ihrer Tochter zu feiern. Während der Feier griff der Mann die Frau mit einem Messer an, fügte ihr tödliche Verletzungen an Hals und Körper zu, bevor er die Waffe gegen sich selbst richtete und giftige Flüssigkeit zu sich nahm.
Notfallmaßnahmen und Festnahme
Die 16-jährige Tochter des Paares verständigte um 13:15 Uhr den Notruf und meldete, dass ihr Vater ihre Mutter in den Hals gestochen habe. Der 19-jährige Sohn der Familie brachte seine Mutter ins Sismanogleio-Allgemeinkrankenhaus in Komotini, wo die Ärzte bei ihrer Ankunft den Tod feststellten. Polizeibeamte sicherten den Tatort in der Wohnung in Dialampi und beschlagnahmten zwei Messer.
Der Tatverdächtige fügte sich selbst Stichwunden am Bauch zu und nahm landwirtschaftliches Pestizid oder Treibstoff zu sich, um Selbstmord zu begehen. Notfallteams des EKAB transportierten ihn ins Sismanogleio-Allgemeinkrankenhaus, wo Chirurgen ihn in die chirurgische Klinik einwiesen. Nach medizinischer Behandlung und Extubation stellten die Behörden ihn unter Bewachung und vollzogen formell seine Festnahme. Die Kriminal- und Ermittlungsabteilung der Staatsanwaltschaft Komotini erhob Anklage gegen ihn wegen vorsätzlichen Totschlags, häuslicher Gewalt und Verstößen gegen das Waffengesetz.
Vorgeschichte häuslicher Gewalt
Das Paar war vor 20 Jahren von Albanien nach Griechenland gezogen und hatte drei Kinder großgezogen, darunter eine erwachsene Tochter, die außerhalb der Region Rodopi lebt. Laut Polizeiakten gab es in der Familie eine Vorgeschichte von Beschwerden wegen häuslicher Gewalt. In Heraklion auf Kreta, wo die Familie zuvor lebte, verhafteten die Behörden den Tatverdächtigen im Jahr 2022, nachdem das Opfer eine Anzeige wegen häuslicher Bedrohung erstattet hatte.
Krankenakten zufolge hatte der Tatverdächtige eine dokumentierte psychiatrische Vorgeschichte und nahm verschriebene Medikamente unter psychiatrischer Überwachung mit zwei Konsultationen pro Monat ein. Das Opfer hatte zuvor seine Einweisung in eine stationäre psychiatrische Einrichtung beantragt, doch diese Unterbringung fand nicht statt.
Bevorstehende Scheidungseinreichung
Das Opfer hatte vereinbart, am Donnerstag, dem 27. August 2026, die offiziellen Scheidungspapiere einzureichen, bevor es nach Thasos zurückkehren würde, um seinen Saisonarbeitsvertrag zu erfüllen.
Ihre Rechtsanwältin Evangelia Kola schilderte die Umstände vor dem Angriff.
Das Paar hatte seit mehreren Jahren viele Probleme, und es gab andere Vorfälle häuslicher Gewalt, wie zum Beispiel in Heraklion auf Kreta im Jahr 2020. Damals lebte das Paar dort dauerhaft. Nun arbeitete die Frau im Sommer in einem anderen Gebiet. Sie kehrte für den Geburtstag ihrer Tochter zurück und glaubte, dass die Dinge mit ihrer Rückkehr besser werden könnten. Deshalb versuchte sie, die Scheidung hinauszuzögern. Aber sie sah, dass die Dinge schwierig waren, sie rief mich an, um mich zu treffen und die Scheidung voranzutreiben. Wir hatten vereinbart, uns morgen zu treffen, aber leider haben wir es nicht rechtzeitig geschafft. Der Täter hat eine psychiatrische Vorgeschichte. Er war in der Vergangenheit stationär behandelt worden und wurde zweimal im Monat von einem Psychiater gesehen, während er Medikamente einnahm. Unsere erste Sorge ist jetzt, zu sehen, was mit den Kindern passiert, die geschockt sind.
- Tatverdächtiger wird in Heraklion, Kreta, nach einer Anzeige wegen häuslicher Bedrohung durch seine Ehefrau festgenommen
- Tochter kontaktiert Notruf, nachdem Vater Mutter in Dialampi tödlich ersticht
- Tatverdächtiger wird ins Sismanogleio-Allgemeinkrankenhaus eingeliefert und formell festgenommen
- Opfer sollte sich mit Rechtsbeistand treffen, um Scheidungsantrag formell einzureichen
Nächste Verfahrensschritte
Die Staatsanwaltschaft in Komotini überwacht den Strafprozess, während der Tatverdächtige ohne lebensbedrohliche Verletzungen unter Polizeibewachung im Krankenhaus bleibt. Rechtsmediziner in Komotini führen eine Autopsie durch, um die tödlichen Verletzungen zu dokumentieren.


