
Ein Toter, 16 Verletzte nach Van-Angriff auf Berliner CSD; Minister spricht von ‚islamistischem Terroranschlag‘
Ein weißer Kleinbus fuhr am Samstagabend in eine Menschenmenge im Tiergarten, tötete eine Frau und verletzte 16 weitere Menschen, drei davon schwer. Innenminister Alexander Dobrindt sprach von einem islamistischen Terroranschlag.
Der Angriff
Gegen 22:00 Uhr am Samstag, den 25. Juli, fuhr ein weißer Kleinbus in den Berliner Tiergarten und pflügte durch eine Menschenmenge, die nach den Feierlichkeiten zum jährlichen Christopher Street Day geblieben war, gerade als die Nachmittags- und Abendvorstellungen ausklangen. Der Korrespondent von Il Messaggero berichtete, Berlin sei zu dieser Stunde in Terror gestürzt worden. Der Tag war gefüllt mit Konzerten, Paraden und Musik, doch die festliche Stimmung wurde augenblicklich zerstört. La Repubblica berichtete, das Fahrzeug sei in den Park eingefahren und direkt in die Versammlung gerast, was sofort Panik auslöste; die Teilnehmer flohen und ließen persönliche Gegenstände und umgestürzte Absperrungen zurück. Nach einer Rekonstruktion von Il Messaggero sprang der Fahrer dann aus dem Van und schwang ein Messer und eine Machete, bevor er zu Fuß in die Dunkelheit floh.
Opfer und Notfallmaßnahmen
Eine Frau starb noch am Tatort, berichtete der deutsche Spiegel. Sechzehn weitere Menschen wurden verletzt, drei davon schwer, und wurden mit Krankenwagen, die innerhalb weniger Minuten eintrafen, in mehrere Krankenhäuser gebracht. Die Polizei sperrte schnell einen großen Bereich um den Tiergarten ab, eine Sperrung, die bis Sonntag bestehen blieb. Die Beamten waren in großer Zahl präsent, während forensische Teams Beweise sicherten. Die Identität des Opfers wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Aufnahmen von La Repubblica aus der Nacht zeigten Rettungsfahrzeuge, die sich auf den Park zubewegten, während die Menschenmengen von den umliegenden Plätzen abzogen.
Ermittlungen und Suche nach dem Täter
Die Behörden behandelten den Vorfall sofort als terroristische Handlung. Innenminister Alexander Dobrindt sagte am späten Samstagabend vor Reportern in Berlin, die gesammelten Beweise ließen keinen Raum für alternative Erklärungen.
Alles, was wir hier sehen, deutet auf einen islamistischen Terroranschlag hin.
Il Messaggero stellte fest, dass die Ermittler die Tat eindeutig der islamistischen Ideologie zuschrieben. Der Verdächtige floh und blieb bis Sonntagnachmittag auf der Flucht. Eine großangelegte Fahndung lief in der Hauptstadt, und die Polizei bat um Fotos oder Videoaufnahmen, die zur Identifizierung des Täters beitragen könnten. Bis Sonntagabend hatte sich keine Gruppe zu dem Anschlag bekannt.
Berlin nach dem Anschlag
Am Sonntag war Berlin noch dabei, den Schock zu verarbeiten. Die Absperrung des Tiergartens und die sichtbare Polizeipräsenz im gesamten Stadtzentrum waren eindringliche Erinnerungen an die Gewalt der vorangegangenen Nacht. Der italienische Sender Tgcom24 beschrieb eine Hauptstadt, die langsam versuchte, das Trauma zu überwinden. Es wurden keine weiteren Vorfälle gemeldet, und die Behörden riefen die Bevölkerung zur Ruhe auf, während die Suche weiterging. Gemeinschaftsorganisationen und politische Führer verurteilten den Anschlag, und die LGBTQ-Gemeinschaft, die kurz zuvor noch Offenheit und Inklusion gefeiert hatte, war besonders erschüttert. In den sozialen Medien überschlugen sich die Solidaritäts- und Verurteilungsbekundungen.


