Diplomatie · New York, Brüssel und Ramallah

EU und UN fordern USA auf, Visumssperre für palästinensische Delegation vor der Generalversammlung aufzuheben

Die Europäische Union und die Vereinten Nationen haben die USA aufgefordert, ihre Weigerung zu überdenken, palästinensischen Autonomiebehörden Einreisevisa für die 81. Generalversammlung in New York zu erteilen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Al Jazeera Online, Notícias ao Minuto, Ouest France und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

New York, Brüssel, Ramallah · Vereinigte Staaten, Belgien, Palästina
Wie es dazu kam
  1. 18.09.UN-Generalsekretär António Guterres äußert tiefes Bedauern über das US-Visumverbot
  2. 19.09.Europäische Union fordert USA auf, Visumsverweigerungen im Rahmen der UN-Gastgeberverpflichtungen zu überdenken
  3. 24.09.Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu soll vor der Generalversammlung sprechen

Diplomatische Appelle aus Brüssel und New York

Die Europäische Union forderte die USA am Samstag, den 19. September 2026, auf, ihre Weigerung zu überdenken, Einreisevisa für Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde und der Palästinensischen Befreiungsorganisation auszustellen. Die Entscheidung verhindert, dass Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und seine Delegation zum zweiten Mal in Folge persönlich an der 81. Sitzung der UN-Generalversammlung in New York teilnehmen können. Der Sprecher des EU-Auswärtigen Dienstes, Anouar El Anouni, verwies auf Washingtons internationale Verpflichtungen als Gastgeberland der Weltorganisation.

„Angesichts seiner bestehenden Hauptsitzabkommen mit der UNO und seiner Verpflichtungen als Gastgeberstaat fordern wir die USA auf, diese Entscheidung zu überdenken.“

Anouar El Anouni, Sprecher des Europäischen Auswärtigen Dienstes

Der Appell folgte auf Äußerungen von UN-Generalsekretär António Guterres am Freitag, der sein tiefes Bedauern über die Visumsverweigerungen zum Ausdruck brachte. In einer Stellungnahme über UN-Sprecher Stéphane Dujarric wies Guterres darauf hin, dass die Einschränkung die Fähigkeit des Staates Palästina beeinträchtige, vollständig an den Operationen der Vereinten Nationen teilzunehmen. Dujarric bekräftigte die grundlegende Bedeutung der Vertretung der Mitgliedstaaten.

„Die vollständige Teilnahme aller Delegationen an der Arbeit der Organisation ist für ihr ordnungsgemäßes Funktionieren unerlässlich.“

Stéphane Dujarric, Sprecher des UN-Generalsekretärs

Begründung der USA und Visumssanktionen

Das US-Außenministerium gab Anfang der Woche bekannt, dass es die Visumssanktionen gegen palästinensische Beamte und PLO-Delegierte verlängern werde. Die US-Behörden erklärten, dass nur Mitglieder, die bereits der ständigen palästinensischen Mission bei den Vereinten Nationen in New York zugewiesen seien, an der am Dienstag beginnenden Sitzung teilnehmen dürften. Das Ministerium verwies auf das Versäumnis der Palästinensischen Autonomiebehörde, Regierungsreformen durchzuführen, und beschuldigte die Führung, Maßnahmen zu ergreifen, die die Nahost-Friedensverhandlungen untergraben.

„Als Folge ihres Versäumnisses, Reformen durchzuführen, entgegen ihren Zusagen gegenüber den Vereinigten Staaten, und ihrer anhaltenden Aktivitäten, die die Aussichten auf Frieden untergraben, werden die Vereinigten Staaten die Sanktionen ausweiten, die PLO-Mitgliedern und PA-Beamten Visa verweigern.“

US-Außenministerium

Washington kritisierte die Palästinensische Autonomiebehörde insbesondere dafür, dass sie eine einseitige internationale Anerkennung anstrebe, anstatt direkte bilaterale Gespräche zu führen. US-Vertreter wandten sich auch gegen palästinensische Initiativen, rechtliche Schritte gegen Israel vor dem Internationalen Strafgerichtshof und dem Internationalen Gerichtshof zu verfolgen. Darüber hinaus verurteilte das Außenministerium historische Stipendienzahlungen an verurteilte Angreifer und deren Familien, obwohl die Palästinensische Autonomiebehörde dieses Sozialprogramm kürzlich überarbeitet hat, um Mittel nach Bedürftigkeit statt nach politischem Status zu verteilen.

Abstimmung der Generalversammlung über virtuelle Teilnahme

Als Reaktion auf das Reiseverbot stimmten die Mitgliedstaaten der UN-Generalversammlung am Donnerstag dafür, Präsident Abbas die Erlaubnis zu erteilen, die jährliche Versammlung per Video zu adressieren. Die Resolution erlaubt dem palästinensischen Führer, eine vorab aufgezeichnete Videobotschaft zu übermitteln und während der Woche virtuell an hochrangigen Treffen teilzunehmen. Der Beschluss wurde mit großer Mehrheit angenommen: 152 Stimmen dafür, drei dagegen und vier Enthaltungen.

Abstimmung der UN-Generalversammlung über virtuelle Teilnahme für Mahmud AbbasStimmen
Dafür
152 Stimmen
Dagegen
3 Stimmen
Enthaltungen
4 Stimmen

Daten aus dem Artikeltext

Nur die Vereinigten Staaten, Israel und Paraguay stimmten gegen die Resolution, wobei der US-Vertreter behauptete, die Palästinensische Autonomiebehörde nutze Diplomatie als politisches Theater. Abbas hatte die Versammlung bereits in der vorherigen Sitzung unter denselben Einschränkungen per Video adressiert. Seine diesjährige Rede soll sich auf die humanitäre Krise im Gazastreifen, den Ausbau israelischer Siedlungen im Westjordanland und die internationale Anerkennung eines palästinensischen Staates konzentrieren.

Unterschiedlicher Status und breitere diplomatische Kluft

Die Visumsverweigerung bringt Washington in Gegensatz zu den 142 UN-Mitgliedstaaten, die die palästinensische Staatlichkeit formell anerkennen, darunter Frankreich, das Vereinigte Königreich und Kanada. Im Gegensatz zu den Beschränkungen für palästinensische Beamte soll der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu am 24. September 2026 nach New York reisen und vor der Generalversammlung sprechen. Netanyahu sieht sich keinen US-Einreisebeschränkungen gegenüber, obwohl der Internationale Strafgerichtshof im November 2024 wegen angeblicher Kriegsverbrechen in Gaza einen Haftbefehl gegen ihn erlassen hat.

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