Diplomatie · New York und Genf

USA marschieren aus UN-Sicherheitsratssitzung aus, nachdem Frankreich sie wegen Menschenrechtsabstimmung mit Nordkorea und Russland vergleicht

Die USA verließen eine Sitzung des Sicherheitsrats zur Ukraine, nachdem die französische UN-Mission in Genf gepostet hatte, Amerika stehe nun ‚an der Seite Nordkoreas, Nicaraguas, Malis und Russlands‘ in Menschenrechtsfragen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Ziare.com, France 24, Il Sole 24 ORE und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

New York, Genf · Vereinigte Staaten, Schweiz
Wie es dazu kam
  1. Abstimmung über Türk-MandatDie UN-Generalversammlung stimmt mit 144 zu 10 für die Verlängerung des Mandats von Volker Türk; die USA stimmen dagegen, gemeinsam mit Nordkorea, Russland, Nicaragua, Mali und Israel.
  2. Beitrag der französischen MissionDie französische UN-Mission in Genf postet auf X, dass die USA nun ‚an der Seite Nordkoreas, Nicaraguas, Malis und Russlands‘ stünden. ‚Isoliert. Und die Welt hört nicht mehr zu.‘
  3. Ausmarsch aus dem SicherheitsratDie US-Delegation verlässt während der Rede des französischen Botschafters bei einer Sitzung des Sicherheitsrats zur Ukraine den Saal.

Der Ausmarsch

Am Montag verließ die Delegation der Vereinigten Staaten eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats zur Ukraine, als der französische Botschafter Jérôme Bonnafont das Wort ergriff. Dan Negrea, der stellvertretende US-Vertreter, erklärte, der Ausmarsch sei ein direkter Protest gegen das, was er als „unaufrichtige Selbstdarstellung“ und eine „ermüdende heuchlerische Haltung“ aus Paris bezeichnete. Ein solcher Verlassen des Sicherheitsratssaals ist äußerst selten und zeigt die Tiefe des Zerwürfnisses zwischen den beiden ständigen Mitgliedern. Der Ausmarsch erfolgte während einer Sitzung über Russlands Krieg in der Ukraine, einem Konflikt, in dem Frankreich und die USA bisher an der Seite Kiews standen.

„Ein Mitglied dieses Rates heuchelt moralische Empörung und tut so, als könne es jeden zu jedem Thema belehren, sei es der Konflikt, den wir heute noch diskutieren, oder Themen, die nichts mit Frieden und Sicherheit zu tun haben, wie Menschenrechte. Deshalb sind wir während der Intervention Frankreichs ausmarschiert.“

Dan Negrea, Stellvertretender US-Vertreter bei

Die Abstimmung, die den Streit entfachte

Der Zusammenstoß wurde durch eine Abstimmung in der UN-Generalversammlung am Freitag, dem 24. Juli, über die Verlängerung des Mandats des Hochkommissars für Menschenrechte Volker Türk um vier Jahre ausgelöst. Die Vereinigten Staaten waren eines von zehn Ländern, die gegen die Verlängerung stimmten und sich damit an die Seite Nordkoreas, Russlands, Nicaraguas, Malis und Israels stellten. Der von UN-Generalsekretär Antonio Guterres vorgeschlagene Antrag wurde mit 144 Stimmen dafür und 13 Enthaltungen angenommen. Washington hatte eine Verschiebung der Abstimmung beantragt und dabei Verfahrensmeinungsverschiedenheiten angeführt sowie Türk vorgeworfen, zu politisch zu handeln. US-Vertreter behaupteten zudem, Guterres habe den Zeitplan überstürzt, um „vier Jahre Gehalt für seinen langjährigen Freund“ zu sichern.

Abstimmung in der UN-Generalversammlung über die Verlängerung des Mandats des Menschenrechtschefs
Dafür
144
Dagegen
10
Enthaltungen
13

Daten aus dem Artikeltext

Stunden nach der Abstimmung veröffentlichte die französische UN-Mission in Genf auf X eine scharfe Rüge in englischer Sprache. Die Botschaft lautete, die Vereinigten Staaten seien einst ein Vorbild für Menschenrechte gewesen, stünden nun aber „an der Seite Nordkoreas, Nicaraguas, Malis und Russlands. Isoliert. Und die Welt hört nicht mehr zu.“ Die auf Englisch veröffentlichte französische Botschaft richtete sich an ein globales Publikum.

Ein Wortgefecht

Negrea wies den Vergleich zurück und betonte, die USA hätten Frankreich in jedem Konflikt, der seine Freiheiten bedrohte, zur Seite gestanden und blieben „das Vorbild der Freiheit in der Welt“. Er erklärte, Washington werde Paris nicht „das Privileg gewähren, ihrem politisierten Geschwafel zuzuhören“, bis es seine „herablassende und respektlose Rhetorik“ aufgebe und sich würdevoll verhalte. Negrea fügte hinzu, Washington habe Frankreichs „ermüdende heuchlerische Haltung“ bisher aus Respekt zwischen ständigen Mitgliedern toleriert, aber diese Geduld sei erschöpft.

„Wir haben diesem Mitgliedstaat in jedem Konflikt, der seine Freiheiten bedrohte, zur Seite gestanden. Und heute möchte ich sie daran erinnern, dass die Vereinigten Staaten das Vorbild der Freiheit in der Welt bleiben.“

Dan Negrea, Stellvertretender US-Vertreter bei

Der französische Botschafter Bonnafont konterte mit einem Verweis auf die Geschichte. Mit Blick auf den 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten in diesem Jahr sagte er: „Jeder weiß, welche Rolle Frankreich dabei gespielt hat.“ Er fügte hinzu, Frankreich handele innerhalb der UNO, sowohl im Sicherheitsrat als auch in der Generalversammlung, um die Institution, ihre Unabhängigkeit und ihre Handlungsfähigkeit im Dienste der UN-Charta zu bewahren.

„In diesem Jahr feiern wir den 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten. Und jeder weiß, welche Rolle Frankreich dabei gespielt hat.“

Jérôme Bonnafont

Auch der US-Botschafter bei der UNO, Mike Waltz, meldete sich zu Wort und warf Frankreich vor, einen Menschenrechtschef zu unterstützen, der demokratische Nationen wie die USA und Israel kritisiere, während er „sich mit den schlimmsten Unterdrückern der Welt anbiedere“. Er führte dies nicht weiter aus.

Breitere Spannungen zwischen USA und UNO

Die Konfrontation ist das jüngste Anzeichen für die sich vertiefenden Spannungen zwischen der Trump-Administration und den Vereinten Nationen. Washington hat die Finanzierung von UN-Organisationen gekürzt und sich aus Dutzenden von UN-Einrichtungen zurückgezogen. Die Administration hatte nach der Türk-Abstimmung damit gedroht, ihre Finanzierung und ihr Engagement zu überprüfen. Menschenrechtsorganisationen argumentieren, dass das Amt des Hochkommissars angesichts des wachsenden Einflusses von Autokratien weltweit wichtiger denn je sei.

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