
Amerikanischer Pilot bei Angriff von Separatisten in Papua getötet – Rebellen nennen es eine ‚Botschaft‘ an die USA und Indonesien
Separatistische Rebellen in der indonesischen Region Papua haben einen amerikanischen Piloten erschossen und sein Flugzeug nach der Landung verbrannt. Sie bezeichneten den Angriff als eine Botschaft an die Regierungen der USA und Indonesiens im Zusammenhang mit dem langjährigen Konflikt.
Der Angriff
Am Donnerstag wurde ein amerikanischer Pilot, identifiziert als Nicholas F. Gosselin (AP schrieb den Namen Goselin), erschossen, nachdem er mit einem Kleinflugzeug auf dem Landeplatz Ipdeheik in Yahukimo, Hochland-Papua, gelandet war. Die Maschine im Besitz von PT AMA beförderte sieben papuanische Zivilisten und war von Wamena gekommen. Kurz nach der Landung brach die Kommunikation ab; das Flugzeug wurde später verbrannt aufgefunden. Indonesische Sicherheitskräfte bargen die Leiche des Piloten am Freitag.
Behauptungen der Rebellen
Die Westpapuanische Nationale Befreiungsarmee (TPNPB) bekannte sich zu dem Anschlag. Sprecher Sebby Sambom erklärte, die Maschine habe ein Flugverbot in von Rebellen kontrollierten Zonen verletzt und sei zum Transport indonesischer Militärangehöriger und Nachschub genutzt worden. Er bezeichnete die Tötung als eine „Botschaft“ an die USA, Indonesien, die Niederlande und die UNO.
Die Erschießung des amerikanischen Piloten ist das Ergebnis des Versagens der indonesischen, US-amerikanischen und niederländischen Regierungen sowie der Vereinten Nationen, die Ursachen des Konflikts in Papua anzugehen.
Passagiere und militärisches Dementi
Allen sieben Passagieren, indigenen Papua, darunter drei Frauen, wurde kein Leid zugefügt. Das indonesische Militär bestritt, dass die Maschine Soldaten an Bord hatte, und erklärte, es habe sich um einen zivilen Flug gehandelt. Das Verkehrsministerium bestätigte die Flugdaten.
Kontext des Konflikts
Seit der Eingliederung Papuas in Indonesien im Jahr 1969 gibt es dort eine Aufstandsbewegung geringer Intensität. Die Angriffe sind im vergangenen Jahr tödlicher geworden, wobei Rebellen gezielt ausländische Piloten ins Visier nehmen. Im Februar 2023 entführte die TPNPB den neuseeländischen Piloten Phillip Mehrtens und hielt ihn 18 Monate lang fest, bevor sie ihn im September 2024 freiließ. Einen Monat vor dieser Freilassung erschoss dieselbe Gruppe einen weiteren neuseeländischen Hubschrauberpiloten.
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Internationale Reaktion
Die US-Botschaft in Jakarta äußerte sich zunächst nicht. Die Rebellen forderten von der UNO vermittelte Verhandlungen und warnten, dass Zivilflugzeuge, die das indonesische Militär unterstützen, ins Visier genommen würden.

