
US-Gesandte Witkoff und Kushner treffen Putin in Moskau vor Friedensgesprächen in Kiew
Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner führten am Samstag in Moskau dreistündige Gespräche mit Wladimir Putin und legten Vorschläge zur Beendigung des Krieges vor, bevor sie am Sonntag zu Treffen in Kiew aufbrechen.
Gespräche im Kreml
Der russische Präsident Wladimir Putin traf am Abend des Samstags, 5. September 2026, die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in seiner offiziellen Residenz in Moskau. Das Treffen hinter verschlossenen Türen begann um 20:00 Uhr Ortszeit und endete nach drei Stunden. Die diplomatische Begegnung ist die erste hochrangige US-Initiative zur Wiederaufnahme direkter Gespräche, seit die trilateralen Verhandlungen in Genf Mitte Februar 2026 gescheitert waren. Das russische Staatsfernsehen zeigte Aufnahmen, wie Putin die beiden Gesandten in einer geräumigen Kremlhalle empfing, wo er auf den anhaltenden Krieg einging und Grüße nach Washington sandte.
Gestatten Sie mir, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, Herrn Trump, meine besten Wünsche und meinen Dank auszusprechen.
Dargelegte Positionen und Vorschläge
Donald Trump entsandte Witkoff, einen Geschäftsmann, und Kushner, seinen Schwiegersohn, mit Vorschlägen, die darauf abzielten, einen Rahmen für die Beendigung des Konflikts zu schaffen. Der außenpolitische Berater des Kremls, Juri Uschakow, sagte nach dem Treffen gegenüber Journalisten, der Austausch sei konstruktiv, offen und von gegenseitigem Vertrauen geprägt gewesen. Uschakow betonte, dass die russische Delegation weiterhin zuversichtlich sei, ihre militärischen und politischen Ziele zu erreichen, während sie die amerikanischen Vorschläge anhörte.
Die amerikanischen Vertreter haben sich gründlich auf diese Reise vorbereitet. Sie bekundeten nicht nur ihr übliches Interesse an einer raschen Beendigung der Feindseligkeiten, sondern legten auch eine Reihe von Ideen zu möglichen Wegen dar, die zu einer Einigung führen könnten.
Ein Beamter des Weißen Hauses bestätigte in einer Erklärung, dass die Gesandten substanzielle Pläne für die nächsten Schritte erörtert hätten, die die Regierung in den kommenden Wochen bekannt geben wolle. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestritt, dass die Gesandten einen völlig neuen Plan vorgelegt hätten, und erklärte, es seien keine neuen Konzepte auf den Tisch gelegt worden, begrüßte jedoch die Vermittlungsbemühungen der Vereinigten Staaten.
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Angriffe und eine dreitägige Pause
Die diplomatischen Kontakte entwickelten sich parallel zu anhaltenden militärischen Aktionen auf ukrainischem Gebiet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete, dass russische Streitkräfte in der Nacht von Freitag auf Samstag Flughäfen in Kiew angegriffen hätten, und bezeichnete die Bombardierung als Versuch, die Ankunft der US-Delegation zu stören. Ukrainische Behörden bestätigten, dass russische Angriffe am Samstag mindestens sieben Menschen töteten, wobei fünf Todesfälle in der zentralen Region Dnipro und zwei im Bezirk Bucha bei Kiew verzeichnet wurden.
- Region Dnipro
- 5 Todesfälle
- Bezirk Bucha
- 2 Todesfälle
Nach den Angriffen gab Peskow am Samstag bekannt, dass Putin eine dreitägige Einstellung der Angriffe auf Kiew angeordnet habe, um die Anwesenheit der US-Vertreter zu ermöglichen. Selenskyj hatte zuvor am Freitag zugesichert, dass die ukrainischen Streitkräfte während des Verhandlungsfensters auf Angriffe innerhalb Russlands verzichten würden, und Moskau aufgefordert, sich für die Dauer der Gespräche zu einer gegenseitigen Waffenruhe zu verpflichten.
Gesandte reisen nach Kiew
Witkoff und Kushner werden am Sonntag, 6. September 2026, nach Kiew reisen, um die zweite Phase ihrer diplomatischen Mission durchzuführen. Ukrainische Beamte hatten die Logistik für die Ankunft der Gesandten auf dem Luftweg vor den jüngsten Angriffen geprüft. Das Weiße Haus erklärte, die Unterhändler erwarteten produktive Gespräche mit den ukrainischen Führern in Kiew, um mögliche Bedingungen für die Wiederaufnahme strukturierter Friedensgespräche zu bewerten, die seit Anfang des Jahres ins Stocken geraten waren.


