Kunst & Bücher · Barcelona
Papst Leo XIV. segnet Turm der Sagrada Familia – Basilika wird zur höchsten Kirche der Welt zum Gaudí-Jubiläum
Genau 100 Jahre nach Gaudís Tod weihte Papst Leo XIV. den 172,5 Meter hohen Jesus-Christus-Turm der Sagrada Familia in Barcelona ein, feierte eine Messe vor 4.000 Gläubigen und prangerte den Krieg in einer versteckten Kritik an der Trump-Regierung an.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Franceinfo, Le Figaro.fr, Bayerischer Rundfunk und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der 172,5 Meter hohe Jesus-Christus-Turm, gekrönt von einem 17 Meter hohen Glaskreuz der bayerischen Firma Gartner, macht die Sagrada Familia zur höchsten Kirche der Erde und übertrifft das Ulmer Münster.
Die Messe fand genau 100 Jahre nach dem Tod des Architekten Antoni Gaudí statt; der Papst betete an seinem Grab, und der Vatikan erwägt seine Seligsprechung.
Leo XIV. erklärte, Christen könnten den Krieg nicht unterstützen – eine kaum verhüllte Kritik an der US-Regierung – und forderte Solidarität mit Migranten.
Etwa 4.000 Gläubige nahmen im Inneren der Basilika an der Messe teil, während Zehntausende die Straßen säumten; die frühere Madrider Messe zog 1,5 Millionen Menschen an.
Der Bau begann 1882; Innenaufzüge und Verkleidungen des Turms werden noch installiert, die vollständige Fertigstellung wird in den 2030er Jahren erwartet.
Das Ereignis in der Sagrada Familia war der Höhepunkt eines Spanienbesuchs, der eine Rede vor dem Parlament, einen Gefängnisbesuch und Gebete in Montserrat umfasste.
- April 2025Der Vatikan erklärt Gaudí zum ‚Ehrwürdigen‘ und treibt damit seinen Seligsprechungsprozess voran.
- Februar 2026Der Jesus-Christus-Turm wird fertiggestellt und macht die Sagrada Familia zur höchsten Kirche der Welt.
- 2035Die vollständige Fertigstellung der Basilika wird erwartet.
Ein heiliger Meilenstein aus Stein
Papst Leo XIV. segnete am Mittwochabend den neu fertiggestellten Jesus-Christus-Turm der Sagrada Familia und erhob die aufragende Basilika Barcelonas damit offiziell über das Ulmer Münster zur höchsten Kirche der Welt. Der 172,5 Meter hohe Turm, gekrönt von einem 17 Meter hohen Glaskreuz der bayerischen Firma Gartner GmbH, wurde vor einer Gemeinde von 4.000 Menschen im Inneren der Basilika geweiht, während Zehntausende die umliegenden Straßen des Eixample-Viertels säumten. König Felipe VI. und Königin Letizia begrüßten den Pontifex an der Fassade, und ein blindes Mädchen überreichte ihm vor dem Ritus ein Modell des Turms.
„Wir können nicht an Jesus glauben und Krieg fördern. … Wir können nicht an Jesus glauben und Unschuldige töten.“
Gaudís Vermächtnis nach einem Jahrhundert
Die Liturgie fiel auf den genauen 100. Todestag von Antoni Gaudí. Der Architekt wurde am 10. Juni 1926 auf dem Weg zur Kirche von einer Straßenbahn erfasst und starb kurz darauf. Vor der Messe betete Leo XIV. an Gaudís Grab in der Krypta; später erinnerte er daran, dass Gaudí die Höhe des Turms so konzipierte, dass er den 173 Meter hohen Montjuïc-Hügel nie überragen würde – eine bewusste Ehrerbietung an die göttliche Schöpfung. Der Vatikan erklärte Gaudí im April 2025 zum „ehrwürdigen Diener Gottes“ und trieb damit seinen Seligsprechungsprozess voran.
Eine politische Predigt im heiligen Raum
Während seiner Predigt nutzte der in Amerika geborene Papst die Kanzel der Basilika für eine ungeschminkte Verurteilung des Krieges – eine Bemerkung, die allgemein als an das Weiße Haus unter Trump gerichtet verstanden wurde. Er betonte zudem, dass Christen „diejenigen, die vor dem Elend fliehen, nicht im Stich lassen“ dürften, und verband die Anti-Kriegs-Botschaft mit einem Appell zur Migration. Die doppelte Botschaft spiegelte Themen wider, die das junge Pontifikat von Leo geprägt haben.
Ein architektonisches Puzzle kurz vor der Vollendung
Der Bau der Sagrada Familia begann 1882 und ist noch immer im Gange; der Jesus-Christus-Turm wurde erst im Februar nach jahrelanger akribischer Ingenieursarbeit auf der Grundlage von Gaudís hundert Jahre alten Skizzen fertiggestellt. Im Inneren werden laut Projektarchitekt Mauricio Cortés noch ein Panorama-Glasaufzug und dekorative Verkleidungen installiert. Die Basilika zog im vergangenen Jahr fast fünf Millionen zahlende Besucher an und ist damit das meistbesuchte kostenpflichtige Denkmal Spaniens.
„An einer Kirche oder Kathedrale mitzuwirken, ist natürlich etwas ganz Besonderes. Wir durften den kleinen Punkt auf dem ‚i‘ ganz oben setzen.“
Eine Pilgerwoche durch Spanien
Die Zeremonie in der Sagrada Familia krönte eine sechstägige Spanienreise von Leo XIV. Zuvor hatte er als erster Papst überhaupt das Madrider Parlament angesprochen und eine Freiluftmesse in der Hauptstadt geleitet, die 1,5 Millionen Menschen anzog. Am Mittwoch, bevor er die Basilika erreichte, besuchte er Häftlinge im Gefängnis Brians 1 und betete in der Benediktinerabtei Montserrat, wo er die Gläubigen sowohl auf Spanisch als auch auf Katalanisch ansprach. Die Reise, sein erster Besuch in einem EU-Land außerhalb Italiens, wird mit einem zweitägigen Aufenthalt auf den Kanarischen Inseln fortgesetzt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- FranceinfoÀ Barcelone, le pape Léon XIV célèbre une messe historique devant 4 000 fidèles dans la Sagrada Familia
- Le Figaro.frÀ Barcelone, Léon XIV bénit la plus haute tour de la Sagrada Familia, " phare " de l'Église et " catéchèse de pierres "
- Bayerischer RundfunkPapst weiht Turm der Sagrada Familia ein - mit Kreuz aus Bayern
- newsORF.atSagrada Familia: Papst-Segen für höchsten Kirchturm der Welt
- Pope Leo XIV
- Papst, der den Jesus-Christus-Turm der Sagrada Familia segnete und die Messe zum Gaudí-Jubiläum feierte.
- Antoni Gaudí
- Katalanischer Architekt der Sagrada Familia, gestorben am 10. Juni 1926; kürzlich vom Vatikan zum Ehrwürdigen erklärt.
- Felipe VI
- König von Spanien, begrüßte Papst Leo XIV. an der Sagrada Familia zusammen mit Königin Letizia.
- Letizia
- Königin von Spanien, empfing Papst Leo XIV. gemeinsam mit König Felipe VI.
- Donald Trump
- US-Präsident, indirekt kritisiert durch die Anti-Kriegs-Predigt von Papst Leo XIV.
- Jürgen Wachs
- Geschäftsführer der Josef Gartner GmbH, die das Glaskreuz auf dem Jesus-Christus-Turm baute.
- Orte
- Barcelona
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