
Trump spricht mit Putin und Selenskyj am Unabhängigkeitstag der USA – Gespräche über Weg zur Beendigung des Ukraine-Krieges
US-Präsident Donald Trump führte am 4. Juli getrennte Telefonate mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dabei ging es um den Krieg in der Ukraine und den bevorstehenden NATO-Gipfel in Ankara.
Zwei Telefonate am Unabhängigkeitstag
Am 4. Juli, dem 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit, telefonierte Präsident Donald Trump mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Der Kreml teilte mit, dass das Gespräch mit Putin etwa eineinhalb Stunden dauerte und vom Weißen Haus initiiert wurde. Der russische Präsidentenberater Juri Uschakow beschrieb das Gespräch als „sachlich und konstruktiv“. Das Gespräch mit Selenskyj wurde von dem ukrainischen Führer in den sozialen Medien als „sehr fruchtbar“ bezeichnet.
Selenskyj sieht „echte Perspektive“ zur Beendigung des Krieges
Selenskyj dankte Trump für die militärische Hilfe der USA, insbesondere für Patriot-Raketen und andere Unterstützung. Er sagte, dass die beiden über die Frontlinie, die sich über rund 1.200 Kilometer erstreckt, und über laufende diplomatische Bemühungen gesprochen hätten.
Es gibt eine echte Perspektive, diesen Krieg zu beenden, und die amerikanische Entschlossenheit wird entscheidend sein.
Der ukrainische Präsident fügte hinzu, dass er und Trump vereinbart hätten, ihren Dialog beim NATO-Gipfel in Ankara fortzusetzen, der für den 7. und 8. Juli geplant ist.
Putin schildert Erfolge an der Front und lädt Trump nach Russland ein
Laut Uschakow legte Putin seine eigene Version der Lage vor Ort dar und behauptete, die russischen Streitkräfte würden „souverän vorrücken und eine Ortschaft nach der anderen befreien“. Der Kreml hatte zuvor die Einnahme von Kostjantyniwka im Gebiet Donezk gemeldet; Kiew dementierte dies und erklärte, dort werde noch gekämpft. Putin wiederholte außerdem eine Einladung an Trump, Russland zu besuchen, und beide Staatschefs vereinbarten, in Kontakt zu bleiben. Trump seinerseits erwähnte „kolossale Perspektiven“ für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den USA und Russland nach Kriegsende.
NATO-Gipfel in Ankara als nächster Schritt
Beide Telefonate erfolgten mit Blick auf den bevorstehenden NATO-Gipfel in der Türkei. Uschakow erklärte, die Ukraine-Regelung sei „im Hinblick auf die künftige Teilnahme Donald Trumps am NATO-Gipfel in der Türkei am 7. und 8. Juli“ erörtert worden. Selenskyj bestätigte die Absicht, die Gespräche dort fortzusetzen. Auf dem Gipfel werden Staats- und Regierungschefs sowie Delegationen aus 32 Ländern zusammenkommen.
- Am 4. Juli sprechen Trump und Putin etwa 90 Minuten lang über die Ukraine, den Nahen Osten und wirtschaftliche Zusammenarbeit.
- Am 4. Juli sprechen Trump und Selenskyj; Selenskyj erklärt, es gebe eine ‚echte Perspektive‘ zur Beendigung des Krieges, und dankt den USA für die Unterstützung.
- 7.–8. Juli: NATO-Gipfel in Ankara, bei dem Trump und Selenskyj die Gespräche fortsetzen wollen.
- Der russische Berater Uschakow erklärt, die US-Gesandten Witkoff und Kushner würden Moskau besuchen (Datum unbestimmt).
US-Gesandte in Moskau erwartet
Uschakow sagte zudem, dass der US-Gesandte Steve Witkoff und Jared Kushner einen neuen Besuch in Moskau planen, nannte jedoch kein Datum. Der Kremlberater warf der Ukraine und ihren europäischen Verbündeten vor, den Konflikt „in die Länge ziehen und sogar eskalieren lassen zu wollen“, und verwies auf Angriffe mit großer Reichweite auf die russische Ölinfrastruktur, die in mehreren Regionen zu Treibstoffknappheit geführt hätten.


