
Trump greift Italien und Ministerpräsidentin Meloni an, weil sie sich nicht an Aktionen gegen Irans Nuklearbedrohung beteiligen
US-Präsident Donald Trump erneuerte seine Kritik an der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und beschuldigte Italien, sich trotz jahrzehntelanger amerikanischer Schutzgarantien und NATO-Ausgaben nicht an gemeinsamen Aktionen gegen Irans Nuklearbedrohung zu beteiligen.
Trumps jüngster Angriff
Donald Trump nutzte am 21. Juni 2026 Truth Social, um die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zu kritisieren und zu behaupten, Italien habe sich nicht an von den USA geführten Aktionen gegen Irans Nuklearbedrohung beteiligt. Der Beitrag erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen über die Lastenteilung in der NATO und die europäischen Verteidigungsbeiträge.
Nachdem wir Billionen Dollar für die NATO ausgegeben haben, zogen Italien und seine Ministerpräsidentin nicht einmal in Erwägung, sich mit der Islamischen Republik Iran und ihrer sehr ernsten Nuklearbedrohung zu befassen. Jahrzehntelang haben wir sie verteidigt, aber wenn es darauf ankommt, sind sie nicht da, um uns und den Rest der Welt zu verteidigen. Nicht gut!
NATO-Ausgabenzahlen im Streit
Italienische Nachrichtenagenturen berichteten unterschiedlich über den Beitrag: ANSA und Tgcom24 zitierten „Milliarden Dollar“, während AGI und Adnkronos „Billionen“ verwendeten. Ein griechischer Sender übersetzte die Behauptung ebenfalls als „Billionen“, was vermutlich den englischen Originalwortlaut der Truth-Social-Nachricht widerspiegelt. Die Diskrepanz unterstreicht den aufgeheizten Charakter der Debatte darüber, was die USA zu dem Bündnis beitragen.
Hintergrund der iranischen Nuklearbedrohung
Trumps Bezug auf „Aktionen gegen den Iran“ war nicht detailliert. Der Beitrag charakterisierte das Nuklearprogramm der Islamischen Republik als „sehr ernste Bedrohung“. Am 21. Juni wurden vom Weißen Haus keine konkreten militärischen oder diplomatischen Schritte angekündigt, und die Art der von den USA geführten Aktion bleibt aus den verfügbaren Berichten unklar.
Italiens Position und Reaktion
Giorgia Meloni ist immer wieder Ziel von Trumps Kritik in den sozialen Medien. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gab es keine unmittelbare Stellungnahme aus Rom oder aus Melonis Büro. Italien, ein NATO-Mitglied mit bedeutenden militärischen Verpflichtungen, hat sich nicht öffentlich zu irgendeiner gemeinsamen Operation im Zusammenhang mit Irans Nuklearaktivitäten geäußert. Das Ausbleiben einer Antwort aus dem Palazzo Chigi verstärkt das diplomatische Schweigen um den jüngsten Schlagabtausch.


