Wohnen · Mailand
Alle acht Angeklagten im ersten Mailänder Bauprozess um das Torre-Milano-Hochhaus freigesprochen
Ein Mailänder Richter sprach alle acht Angeklagten im ersten Prozess der umfassenden Bauermittlungen der Stadt frei und urteilte, dass der Bau des 24-stöckigen Torre-Milano-Hochhauses keine Straftat darstelle.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Rai news, il Giornale.it, Il Fatto Quotidiano und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Mailänder Richterin Paola Braggion entschied, dass die Tatsachen keine Straftat darstellten, und sprach Bauherren, einen Architekten und ehemalige Stadtbeamte von Bauverstößen und unbefugter Parzellierung frei.
Staatsanwältin Marina Petruzzella beantragte bis zu 2 Jahre und 4 Monate Haft, Geldstrafen von bis zu 50.000 Euro und die Einziehung des Turms.
Das 24-stöckige Hochhaus, zwischen 82,25 und 85 Metern hoch, wurde mit einer SCIA anstelle eines vollständigen Bebauungsplans gebaut, was die Staatsanwaltschaft als illegal ansah.
Der Fall ist der erste, der in mehreren Mailänder Ermittlungen zur Stadtplanung zu einem Urteil führt, von denen einige auch Korruptionsvorwürfe betreffen.
Urteil und Anklage
Die siebte Strafkammer des Mailänder Gerichts sprach am 16. Juni 2026 alle acht Angeklagten im Fall Torre Milano frei. Richterin Paola Braggion entschied, dass die Tatsachen keine Straftat darstellten, und wies das Argument der Staatsanwaltschaft zurück, der 24-stöckige Turm sei durch Bauverstöße und unbefugte Parzellierung errichtet worden. Zu den acht Angeklagten gehörten zwei Bauherren, ein Architekt und fünf ehemalige Gemeindebedienstete, die das Genehmigungsverfahren für den Turm begleitet hatten. Die Entscheidung ist die erste aus einer Reihe von Ermittlungen, die die Mailänder Staatsanwaltschaft zur Stadtplanung der Stadt eingeleitet hatte.
Das Projekt Torre Milano
Torre Milano, ein 24-stöckiger Turm an der Via Stresa in der Nähe der Piazza Carbonari, ersetzte zwei niedrige Bürogebäude, in denen einst ein Verlagshaus untergebracht war. Je nach Quelle wird die Höhe des Turms mit 82,25 Metern oder 85 Metern angegeben. Die Anklage stützte sich auf die Behauptung, dass das Projekt, da es sich um einen Neubau handele, einen vollständigen Bebauungsplan (piano attuativo) erfordert hätte, während die Bauherren nach einer segnalazione certificata di inizio attività (SCIA) vorgegangen waren, die für Renovierungen vorgesehen ist.
Fall der Staatsanwaltschaft
Staatsanwältin Marina Petruzzella hatte Verurteilungen und die Einziehung des gesamten Gebäudes beantragt. Für die Hauptfiguren, die Bauherren Carlo und Stefano Rusconi, den Architekten Giovanni Maria Beretta und die ehemaligen Gemeindebeamten Giovanni Oggioni und Franco Zinna, forderte sie 2 Jahre und 4 Monate Haft sowie eine Geldstrafe von 50.000 Euro. Zwei weitere ehemalige Beamte, Francesco Mario Carrillo und Maria Chiara Femminis, sahen sich mit 2 Jahren und 30.000 Euro Geldstrafe konfrontiert, während Pietro Ghelfi mit 1 Jahr und 16.000 Euro Geldstrafe rechnen musste. Petruzzella argumentierte, dass der Turm ein völliger Neubau sei, der rechtswidrig als Renovierung behandelt worden sei, und dass das gesamte Gebäude ein Verstoß sei.
Weitere Ermittlungen
Die Ermittlungen, die zu diesem Prozess führten, begannen vor fast vier Jahren und sind einer von mehreren Strängen. Einige dieser Ermittlungen haben sich inzwischen auf Bestechungsvorwürfe ausgeweitet. Insbesondere Giovanni Oggioni, der ehemalige Direktor des Sportello Unico Edilizia der Stadt und ehemalige Vizepräsident der Landschaftskommission, wurde im März 2025 wegen separater Korruptionsvorwürfe verhaftet und ist Angeklagter in mehreren Verfahren.
Reaktionen und nächste Schritte
Als das Urteil verlesen wurde, brach im Gerichtssaal Applaus von einigen Angeklagten aus. Richterin Braggion wird die schriftliche Begründung ihrer Entscheidung innerhalb von 90 Tagen vorlegen. Der Freispruch könnte als Präzedenzfall für andere laufende Verfahren in den Mailänder Bauprozessen dienen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Rai newsUrbanistica, tutti assolti in primo grado per il grattacielo "Torre Milano"
- il Giornale.itInchiesta urbanistica, tutti assolti gli imputati di Torre Milano: il fatto non costituisce reato
- Il Fatto QuotidianoUrbanistica Milano, assolti gli 8 imputati per la Torre di via Stresa | Il Fatto Quotidiano.it
- ANSA.itTutti assolti nella prima sentenza sull'urbanistica - Notizie
- Paola Braggion
- Richterin der siebten Strafkammer von Mailand, die den Freispruch verkündete
- Marina Petruzzella
- Mailänder Staatsanwältin, die Verurteilungen und Einziehung beantragte
- Carlo Rusconi
- Bauherr, Angeklagter im Fall Torre Milano
- Stefano Rusconi
- Bauherr, Angeklagter im Fall Torre Milano
- Giovanni Maria Beretta
- Architekt und Planer des Torre Milano
- Giovanni Oggioni
- Ehemaliger Direktor des Sportello Unico Edilizia von Mailand und ehemaliger Vizepräsident der Landschaftskommission; im März 2025 wegen separater Korruptionsvorwürfe verhaftet
- Franco Zinna
- Ehemaliger Leiter des Stadtplanungsamts von Mailand
- Francesco Mario Carrillo
- Ehemaliger Beamter des Sportello Unico Edilizia von Mailand
- Maria Chiara Femminis
- Ehemalige Beamtin des Sportello Unico Edilizia von Mailand
- Pietro Ghelfi
- Ehemaliger Beamter des Sportello Unico Edilizia von Mailand
- Orte
- Mailand
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen