
Schwer bewaffnete Gruppe überfällt Bauernhof in Overasselt – ein Toter und zwei verletzte Polizisten
Eine Gruppe von mehr als zwanzig bewaffneten Angreifern stürmte ein Anwesen an der Ewijkseweg in Gelderland. Die Polizei leitete eine großangelegte Fahndung ein und nahm mehrere Verdächtige in Nijmegen fest.
Bewaffneter Angriff an der Ewijkseweg
In den frühen Morgenstunden des Dienstags ereignete sich auf einem Bauernhof an der Ewijkseweg in Overasselt, einem ländlichen Dorf südöstlich von Nijmegen, ein tödlicher Schusswaffenangriff. Einsatzkräfte der Polizei trafen gegen 04:00 Uhr am Tatort ein, nachdem ein Einbruch gemeldet worden war. Bei ihrem Eintreffen wurden die Beamten mit schwerem Beschuss konfrontiert und setzten ihre Dienstwaffen ein. Eine Person starb noch am Ort, zwei Polizisten erlitten Verletzungen und wurden nach der Erstversorgung durch Rettungskräfte ins Krankenhaus gebracht. Überwachungskameras zeigten, wie eine Gruppe von mehr als zwanzig Männern mit Gewehren und Pistolen das Anwesen stürmte und dann kehrtmachte. Auf der Straße wurden mindestens zehn Patronenhülsen sichergestellt; ein Anwohner berichtete, vor Eintreffen der Polizei 37 Schüsse gehört zu haben, andere sprachen von 24 bis 30 Detonationen.
Großfahndung und taktische Suche
Nach der Konfrontation leiteten die Behörden eine großangelegte Suchaktion im umliegenden Gelände ein. Die Polizei sperrte alle Hauptzufahrtsstraßen nach Overasselt und setzte Verkehrsregler und Beamte in ballistischen Schutzwesten ein, um Zivilisten am Betreten des Gebiets zu hindern. Taktische Einheiten des Spezialeinsatzkommandos (DSI) sowie ein Polizeihubschrauber beteiligten sich an der Fahndung nach den flüchtigen, mutmaßlich bewaffneten Tätern, die sich in nahegelegenen Maisfeldern versteckt hielten. Ein Anwohner berichtete, gegen 04:20 Uhr Rettungswagen und einen Rettungshubschrauber gesehen zu haben. Stunden später, zwischen 08:30 und 09:15 Uhr, gaben Polizisten im Westen von Overasselt bei der Durchsuchung des Gebiets Warnschüsse ab; dabei wurde niemand verletzt.
- Eine bewaffnete Gruppe stürmt das Anwesen an der Ewijkseweg, während die Polizei auf eine Einbruchsmeldung reagiert.
- Rettungswagen und ein Rettungshubschrauber treffen nach schwerem Beschuss am Tatort ein.
- Die Polizei gibt Warnschüsse ab, während sie Maisfelder im Westen von Overasselt durchsucht.
- Beamte nehmen vier Verdächtige vor dem ROC-Gebäude am Stationsplein in Nijmegen fest.
Regionale Festnahmen und forensische Absperrung
Die Suchaktion weitete sich rasch auf umliegende Gemeinden und Verkehrsknotenpunkte aus. Gegen 09:50 Uhr nahm die Polizei vier Personen vor dem ROC-Bildungszentrum am Stationsplein in Nijmegen fest. Die Verdächtigen wurden gefesselt, auf Englisch angesprochen und erhielten Papiertüten über die Hände, um Schmauchspuren zu sichern. Weitere Verdächtige wurden in der nahegelegenen Stadt Heumen festgenommen. Um Beweise zu sichern und forensische Analysen zu ermöglichen, sperrten die Behörden zudem wichtige Verkehrswege in Nijmegen, darunter die Hatertsweg-Route in Richtung der Autobahn A73 bei Staddijk.
Verbindungen zum Drogenmilieu und lokale Reaktionen
Die Ermittler brachten die nächtliche Gewalt mit organisierten kriminellen Netzwerken in Verbindung, die in groß angelegten Kokainschmuggel verwickelt sind. Polizeiquellen zufolge hatte ein Bewohner des Bauernhofs zuvor Geschäfte mit dem kriminellen Netzwerk von Jos Leijdekkers, bekannt als Bolle Jos, getätigt. Auf dem Anwesen an der Ewijkseweg befand sich zuvor ein Labor für synthetische Drogen; bereits im Juli 2025 war es Ziel eines Angriffs, bei dem Täter Dutzende Schüsse mit einem Sturmgewehr auf das Gebäude abfeuerten. Die Ermittler haben noch nicht geklärt, ob die getötete Person durch Polizeischüsse oder durch Feuer der Angreifer ums Leben kam.
Die Bürgermeisterin von Heumen, Joerie Minses, verurteilte die bewaffnete Auseinandersetzung in einer Stellungnahme.
Was heute Nacht in Overasselt passiert ist, ist völlig inakzeptabel und überschreitet jede Grenze.
Forensische Teams sind weiterhin an mehreren Tatorten in Overasselt und Nijmegen im Einsatz, um die Ermittlungen zu dem Schusswaffenangriff abzuschließen.

