
Polizei erschießt bewaffneten Motorradfahrer in Beauvais nach Verletzung eines Beamten bei Konfrontation
Beamte in Beauvais erschossen am 19. September einen bewaffneten Mann, nachdem er bei einem Festnahmeversuch einen Polizisten verletzt hatte, was zwei Ermittlungen zu dem Vorfall auslöste.
Frühmorgendliche Schüsse in Beauvais
In den frühen Morgenstunden des Samstags, 19. September 2026, meldeten Anwohner der nordfranzösischen Stadt Beauvais im Département Oise eine bewaffnete Person, die auf einem Motorrad durch die Straßen fuhr. Zwischen 05:00 und 07:00 Uhr kontaktierten mehrere Zeugen die Polizei, nachdem sie den Mann beobachtet hatten, der sich aggressiv verhielt und Passanten direkt bedrohte. Der Motorradfahrer feuerte mehrere scharfe Schüsse aus dem öffentlichen Raum vom Lenker seines Fahrzeugs ab, bevor er davonfuhr. Offizielle Stellungnahmen der Justizbehörden bestätigten, dass es sich um einen Mann in den Dreißigern handelte, der am Freitag, dem 18. September, weniger als 24 Stunden vor dem Vorfall, aus einer psychiatrischen Klinik entlassen worden war.
Überwachung und Polizeieinsatz
Nach den ersten Zeugenaussagen nutzten die Stadtbehörden das städtische Videoüberwachungsnetz in Beauvais, um den bewaffneten Verdächtigen zu lokalisieren. Die Überwachungsoperatoren verfolgten den Weg des Motorrads durch die Straßen der Stadt und identifizierten schnell die genaue Adresse des Wohnhauses des Verdächtigen. Polizeistreifen mobilisierten und trafen kurz vor 07:00 Uhr am Samstagmorgen am Ort ein, um eine Festnahme durchzuführen. Der Mann betrat das Gebäude und verbarrikadierte sich darin, als die Beamten sich dem Eingang näherten. Die Einsatzkräfte errichteten einen Sicherheitsperimeter um das Wohngebäude, um die Anwohner vor weiteren Schüssen zu schützen.
Bewaffnete Konfrontation und tödlicher Schuss
Als die Polizeibeamten versuchten, in die Wohnung einzudringen, eröffnete der Verdächtige das Feuer auf das Interventionsteam. Ein Beamter erlitt eine Schussverletzung am Arm während der ersten Konfrontation an der Tür. Die Polizeikräfte gaben standardmäßige operative Warnungen ab und setzten einen Elektroschocker (Taser) ein, um den Verdächtigen ohne tödliche Gewalt zu überwältigen. Nachdem sie weiterem Beschuss durch die Person ausgesetzt waren, feuerten die Beamten ihre Dienstwaffen ab und trafen den Mann. Rettungskräfte versorgten den verletzten Verdächtigen am Tatort, aber er starb kurz darauf an seinen Verletzungen. Mehrere Familienmitglieder des Mannes waren während des Schusswechsels in der Wohnung anwesend, erlitten jedoch keine körperlichen Verletzungen.
Nach dem Versuch, die Person zu neutralisieren, die erheblich aufgebracht und bedrohlich war, musste die Polizei ihre Dienstwaffen einsetzen, nachdem sie unter mehreren Schüssen geraten war.
- Verdächtiger wird aus einer psychiatrischen Klinik entlassen.
- Zeugen melden einen bewaffneten Mann, der von einem Motorrad in Beauvais Schüsse aus einer Pistole abfeuert.
- Polizei lokalisiert den Verdächtigen durch Videoüberwachung und trifft an seiner Wohnadresse ein.
- Verdächtiger schießt und verletzt einen Beamten am Arm, bevor die Polizei das Feuer erwidert.
- Staatsanwalt von Beauvais, Nicolas Septe, kündigt zwei Ermittlungen zu dem Vorfall an.
Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Aufsichtsbehörden eingeleitet
Die Staatsanwaltschaft von Beauvais unter der Leitung von Staatsanwalt Nicolas Septe ordnete am Samstag zwei getrennte Ermittlungen zu dem Vorfall an. Die erste Untersuchung, die dem örtlichen Polizeikommissariat Beauvais übertragen wurde, prüft die Handlungen des verstorbenen Verdächtigen, insbesondere wegen bewaffneter Bedrohung von Anwohnern und versuchten Mordes an Polizeibeamten. Die zweite Untersuchung bewertet, ob die einschreitenden Beamten im rechtlichen Rahmen für den Einsatz tödlicher Gewalt gehandelt haben. Diese administrative und gerichtliche Überprüfung wurde der Kriminalpolizei Creil, der Direktion für operative Koordination (DCOS) und der Regionalstelle Lille der Generalinspektion der Nationalpolizei (IGPN) übertragen.


