
18-jährige Touristin stirbt bei Kutschenunfall im Central Park – Debatte über Verbot neu entfacht
Eine 18-jährige Touristin starb am Mittwoch, nachdem sie aus einer umgestürzten Pferdekutsche im New Yorker Central Park geschleudert wurde. Der Vorfall hat die Forderungen nach einem Verbot der umstrittenen Fahrten verstärkt.
Der Unfall
Am Mittwochnachmittag kippte eine Pferdekutsche mit vier Touristen an Bord auf einer belebten Runde im Central Park um. Die Zeugin Tattiana Bresler sagte, das Pferd sei „scheu geworden und habe angefangen, super schnell zu rennen.“ Romanch Mahajan, ein 18-jähriger Besucher aus Indien, der mit seiner Familie unterwegs war, wurde aus der Kutsche geschleudert, als diese eine andere Kutsche rammte und umkippte. Er erlitt schwere Kopfverletzungen und wurde in das Weill Cornell Medical Center gebracht, wo er für tot erklärt wurde. Die beiden anderen Passagiere blieben unverletzt.
Das Pferd bekam Angst und fing an, super schnell zu rennen. Ein Passant schaffte es, es vor dem Unfall etwas zu verlangsamen, konnte es aber nicht stoppen.
- Kutscher steigt ab, um ein Foto der Familie zu machen.
- Pferd scheut und galoppiert über den Park.
- Kutsche rammt eine andere und kippt um; Romanch Mahajan wird herausgeschleudert.
- Mahajan wird mit Kopfverletzungen ins Weill Cornell Medical Center gebracht.
- Mahajan wird im Krankenhaus für tot erklärt.
Ermittlungen und Reaktionen
Die Polizei erklärte, die genauen Umstände würden noch untersucht, aber ersten Berichten zufolge sei der Kutscher abgestiegen, um ein Foto der Familie zu machen. Das Pferd, ein siebenjähriger Wallach namens Sampson, der erst seit sechs Wochen im Park war, ging durch. Alexander Kemp, stellvertretender Verwaltungschef der örtlichen Gewerkschaft der Transportarbeiter, die die Kutscher vertritt, sagte, Kutscher dürften niemals die Kutsche verlassen, um Fotos zu machen. Die Gewerkschaft suspendierte den Kutscher auf unbestimmte Zeit und nahm das Pferd aus dem Dienst.
Ein Kutscher sollte niemals die Kutsche verlassen, um Fotos zu machen. Wir unterstützen eine gründliche Untersuchung.
Druck für ein Kutschenverbot wächst
Der Todesfall kommt zu einem angespannten Zeitpunkt für die 150 Jahre alte Pferdekutschenindustrie. Eine Woche zuvor war ein Kutschpferd im Park gestorben, nachdem es eine giftige Pflanze gefressen hatte. Bürgermeister Zohran Mamdani hat erklärt, er befürworte eine schrittweise Abschaffung der Fahrten, mit Verweis auf Tierschutz und öffentliche Sicherheit. Ein 2022 vom Stadtratsmitglied Robert Holden aus Queens eingebrachter Gesetzesentwurf wartet auf eine Abstimmung im Stadtrat. Die Central Park Conservancy, die den Park verwaltet, gab eine Erklärung heraus, in der es hieß, sie habe bereits im letzten Jahr wegen genau solcher Risiken ein Verbot gefordert.
Ein junger Mensch kam, um unseren Park zu genießen, und verlor sein Leben. Das ist kein akzeptabler Preis für eine veraltete Industrie, die in einem der meistbesuchten öffentlichen Räume Amerikas operiert.

