
Arbeiter stirbt und zwei werden verletzt bei Gebäudeeinsturz während Abrissarbeiten in Sariñena
Ein dreistöckiges Wohngebäude ist am Donnerstag während Abrissarbeiten in der spanischen Stadt Sariñena eingestürzt, wobei ein Bauarbeiter getötet und zwei weitere verletzt wurden.
Einsturz während Abrissarbeiten
Ein dreistöckiges privates Wohngebäude in der Calle Fatás in der nordostspanischen Gemeinde Sariñena ist am Donnerstag, dem 27. August 2026, eingestürzt. Der Vorfall ereignete sich gegen 12:00 Uhr, während drei Bauarbeiter strukturelle Abriss- und Schuttbeseitigungsarbeiten durchführten. Das Gebäude in der Calle de José Fatás 21 war vor Beginn der Arbeiten lange Zeit unbewohnt gewesen. Das plötzliche strukturelle Versagen führte dazu, dass das Gebäude vollständig einstürzte und ein angrenzendes, ebenfalls leerstehendes Gebäude beschädigte. Der Bürgermeister von Sariñena, Francisco Villellas, bestätigte, dass keine umliegenden Wohnstraßen nach dem Einsturz evakuiert werden mussten. Das Abrissprojekt umfasste eine Hauptauftragnehmerfirma und einen Subunternehmer, so regionale Gewerkschaftsvertreter.
Notfalleinsatz und technische Rettung
Die Notfallkoordination erhielt den ersten Alarm gegen 12:30 Uhr über das 112-Netz, was den Einsatz von Rettungskräften in der gesamten Region Aragonien auslöste. Ein Arbeiter konnte sich selbst aus den Trümmern befreien und wurde zur Untersuchung in eine medizinische Einrichtung gebracht. Die beiden anderen Arbeiter wurden unter Tonnen von Mauerwerk und morschem Holz begraben. Der Provinzrat von Huesca mobilisierte Feuerwehrkräfte aus den Stationen in Sariñena, Barbastro und Benabarre, wobei letztere eine spezialisierte Hundestaffel bereitstellte, während Einsatzkräfte aus Sabiñánigo eine erweiterte Einsatzleitung mit Drohnenüberwachung einrichteten.
- Dreistöckiges Wohngebäude in der Calle Fatás stürzt während Abrissarbeiten ein
- Rettungsdienste erhalten 112-Alarm und setzen regionale Rettungseinheiten ein
- Rettungskräfte bestätigen einen Todesfall, während die Suche nach einem eingeklemmten Kollegen fortgesetzt wird
- Feuerwehr rettet den zweiten eingeklemmten Arbeiter lebend und schließt Sucharbeiten ab
- Stadtrat von Sariñena verfügt offiziellen Trauertag und setzt kulturelle Veranstaltungen aus
Weitere Rettungsteams der städtischen Feuerwehren von Huesca und Saragossa trafen am Ort ein, zusammen mit der Guardia Civil, der Arbeitsinspektion, dem Zivilschutz, dem Roten Kreuz und den medizinischen Notfallteams der 061, unterstützt durch einen 112-Hubschrauber. Saragossa entsandte sieben Spezialkräfte mit Einsatz- und Rettungsfahrzeugen, um einen am Fuß eingeklemmten Arbeiter zu befreien. Die Retter brachten elektronische Telemeter an der instabilen Fassade an, um kleinste strukturelle Bewegungen zu erfassen. Die Einsatzkräfte mussten die Arbeiten mehrfach unterbrechen, als akustische Alarme auf sich verschiebende Trümmer hinwiesen. Die Teams befreiten den eingeklemmten Arbeiter schließlich lebend mit zurückhaltender medizinischer Prognose, während der dritte Arbeiter tot geborgen wurde.
Der Arbeitsschutzsekretär der UGT Aragón, José de las Morenas, beschrieb die ersten Rettungsversuche, während die Teams die Ruinen durchkämmten.
Wir hoffen, dass sie noch leben.
Offizielle Trauer und Reaktion der Gemeinde
Der Präsident des Provinzrats, Isaac Claver, besuchte die erweiterte Einsatzleitung, um die Operationen zusammen mit den lokalen Behörden zu überwachen. Nach Abschluss der Rettungsarbeiten erklärte der Stadtrat von Sariñena für Freitag, den 28. August 2026, einen offiziellen Trauertag und ordnete an, die städtischen Flaggen auf allen öffentlichen Gebäuden auf Halbmast zu setzen.
Die Stadtverwaltung gab eine Erklärung ab, in der sie den Opfern und ihren Familien ihr Beileid aussprach.
Heute ist ein sehr trauriger Tag für die Gemeinde. Unser Gedanke ist vor allem bei der Familie des Verstorbenen und bei den verletzten Arbeitern und ihren Angehörigen. Wir möchten in diesen schmerzlichen Momenten die ganze Zuneigung und Unterstützung von Sariñena ausdrücken.
Die Stadtverwaltung sagte mehrere öffentliche Veranstaltungen ab, die im Rahmen des Programms „Agosto Cultural“ und im Vorfeld der San-Antolín-Feierlichkeiten geplant waren. Die Absagen betrafen die Vorführung preisgekrönter Filme des Filmfestivals Huesca, die Generalprobe des traditionellen örtlichen Tanzes und die Eröffnung der Casa del Gasto. Die Rettungskräfte blieben bis zum Abend an der Calle Fatás, um die verbleibende Struktur zu stabilisieren und die Sicherheit des Perimeters zu gewährleisten.


