
Mutter getötet, Säugling in kritischem Zustand nach Überschlag eines Kleinbusses auf der A14 bei Bologna
Eine 24-jährige Frau starb noch am Unfallort, ihr sechs Monate alter Sohn wurde in einen drei Meter tiefen Graben geschleudert, als der Familien-Kleinbus am Samstagmorgen auf der Autobahn A14 bei Bologna umkippte.
Der Unfall
Gegen 7 Uhr morgens am Samstag, den 27. Juni, überschlug sich ein Kleinbus mit einer sechsköpfigen ägyptischen Familie auf der A14 zwischen Bologna Borgo Panigale und der Anschlussstelle zur A1 Milano-Napoli. Das Fahrzeug kippte auf der nordwärts führenden Fahrbahn, die auf Höhe Kilometer 0+500 durch Bauarbeiten verengt war, eigenständig um. Andere Fahrzeuge waren nicht beteiligt.
Opfer
Die junge Mutter, die nur als 24-jährige Frau identifiziert wurde, starb noch am Aufprallort. Ihr sechs Monate alter Sohn wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und fiel in einen etwa drei Meter tiefen Graben. Die Retter kennzeichneten das Baby mit codice tre (der höchsten Schweregradstufe) und brachten es ins Ospedale Maggiore in Bologna, wo es notoperiert wurde und weiterhin auf der pädiatrischen Intensivstation um sein Leben kämpft. Die vier anderen Insassen – zwei Kinder im Alter von 10 und 12 Jahren, ein 55-jähriger Mann und eine 48-jährige Frau – erlitten mittelschwere Verletzungen und wurden unter codice giallo oder arancione ins Krankenhaus eingeliefert.
Rettung und Straßensperrung
Rettungsdienste, darunter 118-Notärzte und Streifen der Polizia Stradale aus dem Unterabschnitt Bologna Sud, trafen schnell am Unfallort ein. Die Fahrbahn war etwa eine Stunde lang gesperrt, um die Bergung der Verletzten, die Untersuchung der Unfallstelle und die Beseitigung des Wracks zu ermöglichen. Gegen 8 Uhr wurde die Strecke wieder freigegeben, aber die Staus erstreckten sich über bis zu drei Kilometer und lösten sich erst gegen 10 Uhr auf, vor dem Hintergrund starken Urlaubsverkehrs in Richtung Küste.
- Kleinbus überschlägt sich nahe Bologna Borgo Panigale, schleudert das sechs Monate alte Baby heraus und tötet die 24-jährige Mutter.
- Rettungskräfte treffen ein; der Säugling wird aus einem drei Meter tiefen Graben geborgen und mit codice tre ins Ospedale Maggiore gebracht.
- Fahrbahn nach etwa einstündiger Sperrung wieder geöffnet.
- Staus lösen sich auf, obwohl das verbleibende Urlaubsverkehrsaufkommen die Autobahn weiterhin stark belastet.
Ermittlungen
Erste Erkenntnisse von Polizia Stradale und der Unfallermittlungseinheit deuten darauf hin, dass der Fahrer möglicherweise plötzlich von Müdigkeit oder einer Ablenkung am Steuer heimgesucht wurde. Die Staatsanwaltschaft wurde informiert und genehmigte die Bergung der Leiche. Die Identität der verstorbenen Frau wurde in den Stunden nach dem Unfall noch überprüft.


