Sicherheit · Tuggen
Schweizer Tatverdächtiger nach tödlichem Faustschlag in Tuggner Bar festgenommen – laut Berichten ein Neonazi
Ein 27-jähriger Deutscher starb nach einem Faustschlag in einer Auseinandersetzung in der Bar Bandits in Tuggen im Kanton Schwyz in der Nacht zum 17. Oktober. Ein 42-jähriger Schweizer befindet sich mindestens drei Monate in Untersuchungshaft, während die Staatsanwaltschaft wegen vorsätzlicher Tötung ermittelt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von TVP Info, Focus, watson.ch/ und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
SonntagsBlick berichtet, mehrere Quellen bestätigten, dass der festgenommene 42-jährige Schweizer seit Langem Mitglied des in Deutschland verbotenen Netzwerks Blood and Honour ist.
Das Zwangsmassnahmengericht Schwyz ordnete mindestens drei Monate Untersuchungshaft an, und die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen vorsätzlicher Tötung.
Die Staatsanwaltschaft erklärte, an der Schlägerei seien fünf bis zehn Personen beteiligt gewesen; sie geht davon aus, dass mehrere Hitlergrüße sie wahrscheinlich ausgelöst haben.
Sollten sich die Verdachtsmomente bestätigen, könnte der 27-jährige Deutsche laut SonntagsBlick das erste öffentlich bekannte Opfer rechtsextremer Gewalt in der Schweiz seit Jahrzehnten sein.
- 17.10.Konzert in der Bar Bandits in Tuggen, bei dem eine Gruppe von Neonazis Hitlergrüße zeigt und vom Sicherheitspersonal verwiesen wird
- Nacht vom 17. auf den 18. Oktober, nach MitternachtSchlägerei während der Afterparty; ein 27-jähriger Deutscher wird mit einem Faustschlag getroffen und stirbt später im Krankenhaus
- Innerhalb von 24 Stunden nach der AuseinandersetzungDie Polizei im Kanton Schwyz nimmt einen 42-jährigen Schweizer fest
- Nach der FestnahmeDas Zwangsmassnahmengericht Schwyz ordnet Untersuchungshaft von mindestens drei Monaten an
Konzert eskaliert nach Mitternacht
SonntagsBlick beschreibt einen ruhigen Beginn in der Bar Bandits in Tuggen im Kanton Schwyz am Samstag, 17. Oktober, als die deutsche Oi-Band Krawallbrüder im Rahmen ihrer Albumtour spielte. Eine Gruppe von Neonazis provozierte das Publikum dann mit Hitlergrüßen und rempelte andere Gäste an, woraufhin das Sicherheitspersonal sie aus dem Saal entfernte – einige sollen allerdings zurückgekommen sein. Bei der Afterparty nach Mitternacht spielte der DJ Berichten zufolge auf Wunsch eines Teilnehmers ein Lied der rechtsextremen Band Landser, und die Grüße begannen erneut. Die Staatsanwaltschaft erklärte, an der folgenden Schlägerei seien fünf bis zehn Personen beteiligt gewesen; sie geht davon aus, dass mehrere Hitlergrüße sie wahrscheinlich ausgelöst haben. Lokale Medien berichten, der 27-Jährige sei mit einem einzigen Faustschlag getroffen worden, gestürzt und mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen; ein Rettungshelikopter habe ihn ins Krankenhaus geflogen, wo er trotz der Bemühungen der Ärzte starb.
Festnahme und Untersuchungshaft
Die Polizei im Kanton Schwyz nahm weniger als 24 Stunden nach der Auseinandersetzung einen 42-jährigen Schweizer fest. Das Zwangsmassnahmengericht Schwyz ordnete für ihn mindestens drei Monate Untersuchungshaft an. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen vorsätzlicher Tötung. Blick erklärt, der Vorwurf bedeute, dass der Mann verdächtigt wird, das Opfer vorsätzlich oder zumindest wissentlich und willentlich getötet zu haben. Wie 20 Minuten anmerkt, gilt der Tatverdächtige bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig. Die genauen Umstände der Tat sind noch Gegenstand der Ermittlungen.
Neonazi-Verbindungen und die offenen Fragen
SonntagsBlick berichtet, mehrere Quellen bestätigten, dass der Festgenommene seit Langem Mitglied von Blood and Honour ist, einem in Deutschland verbotenen Netzwerk; 20 Minuten zufolge ist er seit Jahren Mitglied. Die Staatsanwaltschaft hat die Verbindungen zu dem Netzwerk nicht bestätigt, doch mögliche politische Motive der Beteiligten sind Teil der laufenden Ermittlungen. Blood and Honour ist ein internationales Neonazi-Netzwerk, das in Großbritannien entstand, 1987 gegründet wurde und mit der Szene von Rock Against Communism verbunden ist. Die britische Regierung verhängte im Januar 2025 Sanktionen gegen die Gruppe.
Reaktionen von Veranstaltungsort und Band
Die Bar Bandits veröffentlichte nach dem Tod eine Stellungnahme:
„Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer haben wir vom tragischen Tod eines Menschen erfahren, der zuvor unser Gast gewesen war.“
Die Krawallbrüder erklärten, vier Personen in Blood-&-Honour-Zürich-Shirts seien während des Konzerts des Veranstaltungsorts verwiesen worden und nicht mehr dort gewesen, als die tödliche Auseinandersetzung ausbrach. Ein Zeuge schrieb auf Facebook, Gäste hätten das Sicherheitspersonal erfolglos um Hilfe angefleht. Sollten sich die Verdachtsmomente bestätigen, könnte das Opfer laut SonntagsBlick der erste öffentlich bekannte Todesfall durch rechtsextreme Gewalt in der Schweiz seit Jahrzehnten sein.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- TVP InfoMord bei einem Punk-Konzert. Verdächtiger ist ein Neonazi von Blood & HonourZabójstwo na punkowym koncercie. Podejrzany to neonazista z Blood & Honour · Original auf Polnisch
- FocusNeo-Nazi prügelt Deutschen (27) bei Konzert tot
- watson.ch/Mann in Schweizer Bar getötet: Spuren führen zu NeonazisHomme tué dans un bar en Suisse: les pistes mènent aux néonazis · Original auf Französisch
- 20 MinutenToter in Tuggen SZ: Verdächtiger soll Neonazi-Netzwerk Blood and Honour angehören
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