
19-jähriger Ägypter in Crema auf Supermarktparkplatz erstochen, Bürgermeister fordert mehr Polizei
Ein 19-jähriger Mann ägyptischer Herkunft starb, nachdem er am späten 11. Juli auf einem Supermarktparkplatz in Crema mehrfach erstochen worden war. Die Polizei ermittelt wegen möglicher Bandenrivalität als Motiv.
Der Angriff
Gegen 23:00 Uhr am Samstag, den 11. Juli, wurde ein 19-jähriger Ägypter auf dem Parkplatz eines Supermarktes an der Viale Repubblica in Crema, einer Stadt in der Provinz Cremona, angegriffen. Er wurde mehrfach mit einer Klingenwaffe in die Brust getroffen. Trotz seiner Verletzungen versuchte das Opfer zu fliehen und schaffte es, einige Dutzend Meter zu gehen, bevor es zusammenbrach. Der Rettungsdienst (118) traf am Tatort ein und brachte ihn dringend ins Krankenhaus Maggiore in Crema.
Opfer und Folgen
Der junge Mann, ein Einwohner von Crema, wurde kurz vor 00:30 Uhr am 12. Juli für tot erklärt. Die Ärzte in der Notaufnahme konnten ihn nicht retten. Die Carabinieri haben ein Mordverfahren eingeleitet, erste Zeugenaussagen gesammelt und Aufnahmen von Überwachungskameras in der Gegend ausgewertet, um den genauen Ablauf zu rekonstruieren und den oder die Täter zu identifizieren.
- 19-Jähriger auf Supermarktparkplatz an der Viale Repubblica erstochen
- Opfer versucht wegzugehen, bricht aber nach Dutzenden Metern zusammen
- Rettungsdienst 118 bringt Opfer ins Ospedale Maggiore
- Ärzte erklären das Opfer für tot
- Bürgermeister Bergamaschi postet zu Sicherheitsbedenken; Carabinieri sichten Aufnahmen
Ermittlungen und Bandenverbindungen
Das Motiv und die Identität des Angreifers bleiben unbekannt. Die am weitesten verbreitete Hypothese deutet jedoch auf eine „Abrechnung“ zwischen Banden hin. Einem Bericht zufolge gehörte das Opfer zu einer Gruppe von vier Personen, die etwa zwei Wochen zuvor den Eingang eines Sozialwohnungsgebäudes besetzt hatten, um sich mit Mitgliedern einer dort lebenden Familie wegen Drogenhandelsgebiets auseinanderzusetzen. Ein Mitglied dieser Gruppe wurde später wegen Waffenbesitzes angezeigt und wegen Drogenhandels verhaftet. Die Ermittler prüfen, ob die Messerattacke mit dieser früheren Konfrontation zusammenhängt.
Reaktion des Bürgermeisters
Nach der Tötung veröffentlichte der Bürgermeister von Crema, Fabio Bergamaschi, einen langen Beitrag in den sozialen Medien und forderte den Staat auf, entschlossen in Sachen Sicherheit zu handeln.
Tun Sie nicht so, als ob Sicherheit kein echtes Anliegen der Bürger wäre. In der Tat, als ob es kein echtes Problem wäre. Es ist eines und muss mit großer Entschlossenheit vom Staat angegangen werden.


