
Sułek-Schubert wird Siebte im Siebenkampf bei Europameisterschaften, Irin O'Connor holt Gold
Adrianna Sułek-Schubert führte den Siebenkampf bei den Europameisterschaften in Birmingham nach vier Disziplinen an, fiel aber am Samstag auf Platz sieben zurück, während Irlands Kate O'Connor mit 6751 Punkten und einem irischen Landesrekord Gold holte.
Starker Start im Alexander Stadium
Adrianna Sułek-Schubert beendete den ersten Tag des Siebenkampfs bei den Europameisterschaften in Birmingham als Gesamtführende mit 3968 Punkten, nachdem sie im Alexander Stadium vier konstante Leistungen gezeigt hatte. Sie lief die 100 m Hürden in 13,29 Sekunden, übersprang 1,86 m im Hochsprung (ihre beste Höhe seit dreieinhalb Jahren), stieß die Kugel 14,65 m (eine Stadionbestleistung) und lief die 200 m in 23,84 s. Ihr Vorsprung betrug 24 Punkte vor der Niederländerin Sofie Dokter, 42 vor Irlands Kate O'Connor, 57 vor Deutschlands Sophie Weissenberg, 79 vor der Niederländerin Emma Oosterwegel und 122 vor der Schweizerin Annik Kälin. Die Position war vielversprechend, doch der zweite Tag mit Weitsprung, Speerwurf und 800 m sollte die 27-jährige Polin voraussichtlich in ihren schwächeren Disziplinen fordern.
Zusammenbruch am Samstag
Der Weitsprung offenbarte die Lücke, die sich seit Sułek-Schuberts Rückkehr aus der Mutterschutzpause vergrößert hat. Vor der Geburt ihres Sohnes im Jahr 2024 sprang sie regelmäßig über 6,50 m und erzielte 6,50 m, 6,56 m und 6,62 m in drei Hallenwettkämpfen 2023. In Birmingham verbockte sie ihre ersten beiden Versuche, der zweite um nur drei Zentimeter, bevor sie bei ihrem dritten und letzten Versuch 6,23 m erzielte – nur die zwölftbeste Weite im Feld. Ihre Rivalinnen zogen davon: Kälin flog mit Rückenwind von +3,8 m/s auf 6,81 m, Weissenberg erreichte 6,56 m, O'Connor 6,55 m und Dokter 6,39 m. Der Speerwurf erwies sich als ebenso schädlich. Sułek-Schubert schaffte nur 36,19 m, das zweitschlechteste Ergebnis aller Teilnehmerinnen, eine Leistung, die durch starken Wind im Alexander Stadium noch erschwert wurde. Nach sechs Disziplinen stand ihr Gesamtergebnis bei 5483 Punkten, womit sie auf Platz sieben zurückfiel, 329 Punkte hinter der Führenden O'Connor.
- Tag 1: Sułek-Schubert führt mit 3968 Punkten nach 100 m Hürden (13,29 s), Hochsprung (1,86 m), Kugelstoßen (14,65 m), 200 m (23,84 s)
- Weitsprung: 6,23 m im dritten Versuch nach zwei Fehlversuchen, 12. im Feld; Rivalinnen Kälin 6,81 m, Weissenberg 6,56 m, O'Connor 6,55 m
- Speerwurf: 36,19 m, vorletzte unter allen Teilnehmerinnen; fällt nach sechs Disziplinen mit 5483 Punkten auf Platz 7 zurück
- 800 m: 2:15,05; wird mit 6375 Punkten Gesamtsiebte. O'Connor gewinnt Gold mit 6751 Punkten, irischer Landesrekord
Abschlussdisziplin und Endstand
Der abschließende 800-m-Lauf bot keine Möglichkeit mehr, sich zurückzukämpfen. Sułek-Schubert hätte 284 Punkte auf Dokter aufholen müssen, um Bronze zu gewinnen – eine Lücke, die einen Vorsprung von fast 30 Sekunden im Rennen erfordert hätte. Sie lief 2:15,05, wurde Achte in ihrem Lauf und Elfte über beide Läufe hinweg. Sie lag nur zwei Punkte hinter der Ungarin Sarolta Kriszt im Kampf um Platz sechs, konnte den Rückstand aber nicht schließen. O'Connor, in einer Quelle als Vizeweltmeisterin bezeichnet, wurde Dritte über 800 m in 2:11,74 und sicherte sich mit 6751 Punkten den Europameistertitel, wobei sie den irischen Landesrekord verbesserte. Emma Oosterwegel aus den Niederlanden gewann Silber mit je nach Quelle 6713 oder 6714 Punkten, und ihre Landsfrau Dokter, die Hallenweltmeisterin von Toruń, holte Bronze mit 6664 Punkten. Sułek-Schubert wurde Siebte mit 6375 Punkten.
- Nach 4 Disziplinen (Fr.)
- 3968 Pkt.
- Nach 6 Disziplinen (Sa.)
- 5483 Pkt.
- Endstand (7 Disziplinen)
- 6375 Pkt.
Karrierekontext
Zu Sułek-Schuberts bisherigen Erfolgen gehören Silbermedaillen bei den Hallenweltmeisterschaften in Belgrad (2022), den Europameisterschaften in München (2022) und den Halleneuropameisterschaften in Istanbul (2023). Sie hält die polnischen Rekorde im Hallenfünfkampf (5014 Punkte) und im Freiluftsiebenkampf (6672 Punkte). Die 27-Jährige aus Bydgoszcz brachte 2024 ihren Sohn zur Welt und kehrte nach einer Mutterschutzpause in den Wettkampf zurück. Ihre Weitsprungergebnisse nach der Schwangerschaft, mit einer Saisonbestleistung von 6,24 m in Bydgoszcz vor Birmingham, bleiben deutlich unter ihren Werten vor der Geburt, und die Disziplin ist zu dem Bereich geworden, in dem sie im Vergleich zum Feld die meisten Punkte verliert.


