
Dzenan Pejcinovic erzielt Hattrick bei Debüt – VfB Stuttgart besiegt Hansa Rostock 4:0 im DFB-Pokal
Der VfB Stuttgart zog am Freitag mit einem 4:0-Auswärtssieg gegen den Drittligisten FC Hansa Rostock in die zweite Runde des DFB-Pokals ein – angeführt von drei Toren des 25-Millionen-Euro-Neuzugangs Dzenan Pejcinovic.
Klinisches Debüt des Neuzugangs
Der VfB Stuttgart startete mit einem 4:0-Auswärtssieg gegen den Drittligisten FC Hansa Rostock im Ostseestadion am Freitag in die DFB-Pokal-Saison. Die Gäste übernahmen trotz eines frühen Rückschlags in der neunten Minute die Kontrolle, als Mittelfeldspieler Nikolas Nartey verletzt vom Platz musste. Nartey war zuvor in der Saison 2019/20 leihweise für Rostock aufgelaufen. Der im Sommer für 25 Mio. Euro vom VfL Wolfsburg verpflichtete Stürmer Dzenan Pejcinovic eröffnete in der 18. Minute den Torreigen, nachdem Tiago Tomas einen lose gewordenen Ball in der Rostocker Hälfte erobert hatte. Pejcinovic legte in der 37. Minute das 2:0 nach, als Hansa-Verteidiger Franz Pfanne im Spielaufbau ausrutschte und der 21-Jährige den Ball an Torwart Luca Unbehaun vorbei ins Netz schob.
Ich bin glücklich, ein solches Debüt gefeiert zu haben. Für mich ist es auch wichtig, dass ich für die Mannschaft arbeite, meinen Teil zum Erfolg beitrage – und das ist mir heute recht gut gelungen.
Kontrolle und vergebene Chancen in der ersten Halbzeit
Stuttgart bestimmte das Tempo über die gesamte erste Hälfte und beendete diese mit 71 % Ballbesitz sowie 362 Pässen gegenüber 144 von Rostock. Hansa-Trainer Daniel Brinkmann nahm im Vergleich zur vorherigen Ligastartelf sieben Wechsel vor; nur Unbehaun, Florian Carstens, Florian Bohnert und Andreas Voglsammer blieben in einer defensiven Fünferkette. Chris Führich verpasste in der 20. Minute knapp das zweite Tor für Stuttgart, während Unbehaun in der 25. Minute einen Weitschuss von Jeff Chabot an die Latte lenkte. Rostock erspielte sich in der 22. Minute die beste Gelegenheit der ersten Hälfte, als Andreas Voglsammer Leon Dajaku freispielte, der jedoch statt selbst abzuschließen den Pass auf einen Nebenmann spielte. Stuttgarts Torwart Fabian Bredlow, der für den verletzten Stammkeeper Dennis Seimen auflief, parierte in der 41. Minute einen direkten Volleyschuss von Yannick Michaelis.
- VfB Stuttgart
- 362 Pässe
- FC Hansa Rostock
- 144 Pässe
Pyrotechnik-Unterbrechung und zweite Halbzeit in Stuttgarter Hand
Schiedsrichter Sascha Stegemann unterbrach die Partie kurz nach Wiederanpfiff in der 49. Minute für acht Minuten. Starker Rauch lag über dem Platz, nachdem Hansa-Fans auf dem Südrang Pyrotechnik gezündet hatten. Nach Wiederbeginn hatte Rostock in der 62. Minute eine weitere Gelegenheit, doch Bredlow wehrte Dajakus Schlenzer ab. Stuttgart fand zurück in die Partie und baute die Führung in der 74. Minute aus, als Tiago Tomas Unbehaun mit einem kraftvollen Schuss aus spitzem Winkel überwand. Pejcinovic setzte in der 82. Minute den Schlusspunkt, indem er vor 27.453 Zuschauern seinen dritten Treffer des Abends erzielte.
- Nikolas Nartey erleidet eine frühe Verletzung und wird ausgewechselt
- Dzenan Pejcinovic eröffnet den Torreigen nach einem Pass von Tiago Tomas
- Pejcinovic legt nach einem Abwehrfeuer von Rostock das 2:0 nach
- Spiel wegen Pyrotechnik auf den Rängen für acht Minuten unterbrochen
- Tiago Tomas trifft aus spitzem Winkel zum 3:0
- Pejcinovic vollendet seinen Hattrick zum 4:0-Endstand
Turnierkontext und nächste Spiele
Der Erfolg bringt Stuttgart in die zweite Runde des Pokalwettbewerbs der Saison 2026/27. Der Verein gewann den DFB-Pokal 2025 und erreichte 2026 das Finale unter Cheftrainer Sebastian Hoeneß; 19 der letzten 22 Begegnungen im Wettbewerb gingen an die Schwaben. Für den FC Hansa Rostock bedeutet die Niederlage das dritte Erstrunden-Aus in Folge – nach den Auftaktpleiten gegen Hertha BSC (5:1) und die TSG Hoffenheim (4:0). Rostock erhält 228.189 Euro Antrittsprämie aus der ersten Runde und kehrt am 30. August mit einem Auswärtsspiel beim 1. FC Saarbrücken in den Spielbetrieb der 3. Liga zurück.


