Regierung · Warschau und Kiew

Sikorski appelliert aus Kiew an Präsidenten zur Unterzeichnung von Botschafterposten – Präsidialkanzlei weist Appell zurück

Außenminister Radosław Sikorski appellierte aus Kiew an Präsident Karol Nawrocki, 46 blockierte Botschafterernennungen zu unterzeichnen. Daraufhin warf Präsidialberater Marcin Przydacz der Regierung vor, eine Einigung zu verhindern.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von naTemat.pl, Wprost, wpolityce.pl und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Martin Lahousse, CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. März 2024Außenministerium leitet Abberufung von mehr als 50 Botschaftern ein und zieht anhängige Ernennungen zurück
  2. September 2024Piotr Łukasiewicz beginnt seine Mission in Kiew als Geschäftsträger
  3. 11. September 2026, NachmittagRadosław Sikorski appelliert aus Kiew an Karol Nawrocki, 46 anhängige Botschafterernennungen zu unterzeichnen
  4. 11. September 2026, AbendMarcin Przydacz weist den Appell zurück und erklärt, Donald Tusk habe eine vereinbarte Kandidatenliste blockiert

Appell aus Kiew

Der polnische Außenminister Radosław Sikorski besuchte am 11. September 2026 unangekündigt Kiew und nutzte die Reise, um erneut Präsident Karol Nawrocki zur formellen Unterzeichnung der anhängigen Botschafterernennungen aufzufordern. Während des Besuchs, den Außenamtssprecher Maciej Wewiór als Geste der Unterstützung für die Ukraine bezeichnete, veröffentlichte Sikorski ein Video auf sozialen Medien zusammen mit Piotr Łukasiewicz. Łukasiewicz leitet die polnische Botschaft in Kiew seit September 2024 als Geschäftsträger. In dem Video beschrieb Łukasiewicz die Arbeitsbedingungen polnischer Diplomaten in der ukrainischen Hauptstadt.

„Der Dienst in Kiew ist für uns in der Tat eine Herausforderung, aber auch ein Privileg und eine Ehre, besonders hier. Wir sind diese erste Kontaktlinie auch zu den Russen und zu russischen Raketen. Wir haben die Unterstützung des Außenministeriums. Wir möchten, dass alle Polen glauben, dass sie hier in Kiew eine gute diplomatische Vertretung haben.“

Piotr Łukasiewicz, Geschäftsträger

Sikorski wandte sich am Ende der Aufnahme direkt an den Präsidenten und bat ihn, die Ernennung des Leiters einer Kriegsmission zu unterzeichnen. Sikorski folgte mit einem separaten Beitrag, in dem er die Bitte um alle ausstehenden Ernennungen wiederholte.

Präsidialkanzlei weist zurück

Der Leiter des Büros für internationale Politik in der Präsidialkanzlei, Marcin Przydacz, wies Sikorskis Appell am 11. September 2026 zurück. Przydacz beschuldigte den Außenminister, die diplomatische Blockade verursacht und die etablierten Ernennungsverfahren umgangen zu haben. Laut Przydacz hatten Vertreter der Präsidialkanzlei und des Außenministeriums monatelange Verhandlungen geführt, um Kandidaten für wichtige Botschaften auszuwählen. Er erklärte, Sikorski habe sich während eines Treffens mit Nawrocki auf die ausgehandelte Liste geeinigt, aber das Außenministerium habe die Präsidialkanzlei später davon in Kenntnis gesetzt, dass Premierminister Donald Tusk sich weigere, eine Einigung mit dem Präsidenten zu akzeptieren. Przydacz behauptete, Sikorski habe keine Verhandlungsunabhängigkeit innerhalb der Regierung.

„Die Krise um die Botschafterernennungen wurde von Ihnen, Minister, verursacht, indem Sie alle Regeln gebrochen haben, die bisher bei der Besetzung diplomatischer Missionen gegolten haben.“

Marcin Przydacz, Leiter des Büros für internationale Politik in

Ursprung der diplomatischen Blockade

Die Konfrontation um die diplomatischen Posten begann im März 2024, als Sikorski die Beendigung der Missionen von mehr als 50 Botschaftern einleitete und über ein Dutzend anhängige Ernennungsvorschläge der vorherigen Regierung zurückzog. Der frühere Präsident Andrzej Duda weigerte sich, Diplomaten ohne vorherige Zustimmung des Präsidenten abzuberufen oder zu ernennen, und verwies auf Artikel 39 des Auswärtigen Gesetzes. Nach diesem Gesetz werden Botschafter vom Präsidenten auf Vorschlag des Außenministers mit Zustimmung des Premierministers ernannt und entlassen. Infolgedessen entsandte die Regierung Gesandte im provisorischen Rang eines Geschäftsträgers, sodass die Botschaften ohne vollakkreditierte Botschafter blieben.

Weltweit blockierte Ernennungen

Der Stillstand setzt sich unter Nawrockis Präsidentschaft fort. Der Außenminister erklärte Anfang September 2026, dass 46 Botschafterernennungen weiterhin auf dem Schreibtisch des Präsidenten liegen. Er argumentierte, dass die meisten Kandidaten Karrierediplomaten seien, und beschuldigte Nawrocki, Vorwände zu suchen, um die Zustimmungen zu verzögern. Nawrocki hat sich gegen mehrere konkrete Ernennungen ausgesprochen, darunter den früheren Verteidigungsminister Bogdan Klich als Gesandten in Washington und Ryszard Schnepf als Botschaftsleiter in Rom. Beide Diplomaten leiten ihre jeweiligen Missionen derzeit als Geschäftsträger, während der Exekutivstreit ungelöst bleibt.

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Quellen und Kontext

Warschau, Kiew · Polen, Ukraine

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