
FC St. Pauli spielt 2:2 bei Arminia Bielefeld und verlängert sieglose Serie auf 188 Tage
Der abgestiegene FC St. Pauli erkämpfte sich ein 2:2-Unentschieden bei Arminia Bielefeld durch Tore von Taichi Hara und Abdoulie Ceesay und bleibt nach vier Spieltagen ohne Pflichtspielsieg.
Sieglose Serie erstreckt sich auf 188 Tage über 15 Spiele
FC St. Pauli hat seine sieglose Serie im Pflichtspielfußball auf 188 Tage ausgedehnt, nachdem sie am 4. September 2026 in der 2. Bundesliga ein 2:2-Unentschieden gegen Arminia Bielefeld erreicht hatten. Der Hamburger Club, der am Ende der Vorsaison aus der Bundesliga abgestiegen war, hat nun keines seiner letzten 15 Pflichtspiele gewonnen. Diese Serie umfasst die letzten zehn Spiele ihrer Bundesliga-Abstiegssaison, vier Ligaspiele der aktuellen Zweitliga-Saison und eine Auftaktniederlage im DFB-Pokal. St. Pauli feierte zuletzt einen Pflichtspielsieg am 28. Februar 2026, als sie auswärts bei der TSG Hoffenheim einen 1:0-Sieg errangen. Unter dem neuen Cheftrainer Marcel Rapp ist St. Pauli derzeit das einzige Team unter den 36 Vereinen in Deutschlands ersten beiden Ligen ohne einen einzigen Pflichtspielsieg in dieser Saison und hat drei Punkte aus drei Unentschieden und einer Niederlage in der Liga.
Defensive Zusammenbruch in der ersten Hälfte und schneller Ausgleich
In der ersten Hälfte auf der Alm in Bielefeld versuchte St. Pauli, das Tempo zu kontrollieren und hatte mehr Ballbesitz, hatte aber Mühe, klare Chancen im letzten Drittel zu kreieren. Abgesehen von einem Freistoß von Eric Smith in der 11. Minute fehlten den Gästen gefährliche Torversuche, bevor die Heimmannschaft zuschlug. Arminia Bielefeld ging in der 13. Minute in Führung, nachdem ein langer Abstoß von Torhüter Jonas Kersken zu aufeinanderfolgenden Abwehrfehlern führte. Marcus Mathisen verzichtete darauf, den Luftkampf zu bestreiten, und Innenverteidiger David Nemeth rutschte im Laufduell mit Jannik Rochelt aus, sodass der Bielefelder Angreifer mit einem Linksschuss abschließen konnte. St. Pauli antwortete sieben Minuten später in der 20. Minute, als Nemeth einen Durchpass in den Strafraum für Taichi Hara schickte, der mit einem Rechtsschuss ins lange Eck traf.
Führungswechsel in der zweiten Hälfte und Ceesay-Hackentrick
Unzufrieden mit der Offensivschärfe seiner Mannschaft nahm Rapp in der Halbzeit zwei taktische Wechsel vor, indem er Abdoulie Ceesay und Connor Metcalfe einwechselte. Trotz der Anpassungen stellte Bielefeld seinen Vorteil sechs Minuten nach Wiederanpfiff wieder her, als Joel Grodowski in der 51. Minute zum 2:1 traf. St. Pauli drängte weiter nach vorne und fand in der 65. Minute durch Ceesay den Ausgleich, der eine Gelegenheit mit einem Hackentrick verwertete und den Endstand von 2:2 herstellte. Das Unentschieden bewahrte Arminia Bielefeld unter ihrem neuen Trainer Oliver Kirch einen ungeschlagenen Heimstart, der aus seinen ersten vier Ligaspielen der Saison vier Punkte gesammelt hat.
- Eric Smith führt einen frühen Freistoß für den FC St. Pauli aus.
- Jannik Rochelt trifft mit einem Linksschuss zur 1:0-Führung für Arminia Bielefeld.
- Taichi Hara gleicht für den FC St. Pauli mit einem Rechtsschuss nach einem Pass von David Nemeth aus.
- Marcel Rapp bringt die Einwechselspieler Abdoulie Ceesay und Connor Metcalfe für den FC St. Pauli.
- Joel Grodowski trifft zur erneuten 2:1-Führung für Arminia Bielefeld.
- Abdoulie Ceesay trifft mit einem Hackentrick zum 2:2-Ausgleich.
Anhaltende defensive Sorgen und kommende Spiele
Das 2:2-Ergebnis folgte auf die Erstrunden-Niederlagen beider Clubs im DFB-Pokal zwei Wochen zuvor, bei denen jeder gegen einen Drittligisten verlor, darunter St. Paulis 2:0-Niederlage gegen Rot-Weiss Essen. St. Pauli hat nun in den ersten vier 2. Bundesliga-Spielen sieben Gegentore kassiert und auch während der Vorbereitungsspiele kein Spiel ohne Gegentor beendet. In einem weiteren 2. Bundesliga-Spiel am Freitagabend trennten sich auch Hannover 96 und der Karlsruher SC 2:2. In der nächsten Runde soll Arminia Bielefeld am nächsten Freitag auswärts beim SV Darmstadt 98 spielen, während St. Pauli am Samstagabend unter Flutlicht den ebenfalls abgestiegenen VfL Wolfsburg empfängt.


