
Spanien schlägt Portugal im WM-Achtelfinale, beendet Cristiano Ronaldos Turnierkarriere und veranlasst Roberto Martínez zum Rücktritt
Ein Tor von Mikel Merino in der ersten Minute der Nachspielzeit brachte Spanien ins Viertelfinale und beendete Cristiano Ronaldos sechste und letzte WM-Teilnahme, woraufhin Portugals Trainer Roberto Martínez seinen sofortigen Rücktritt bekanntgab.
Spanien bricht spät durch
Spanien dominierte über weite Strecken den Ballbesitz und das Spielgeschehen, fand aber gegen Portugals tiefstehende Abwehr schwer ein Durchkommen. Der entscheidende Moment kam in der ersten Minute der Nachspielzeit, als Ferran Torres, Fabián Ruiz und Mikel Merino im Strafraum kombinierten und Merino zum 1:0 an Diogo Costa vorbei traf. Spanien hielt durch und verbuchte den fünften Zu-Null-Sieg in Folge bei diesem Turnier, was den Einzug ins Viertelfinale bedeutete.
- Das Spiel beginnt mit vorsichtigen Mannschaften, wenige klare Chancen.
- Nuno Mendes verletzt sich beim Versuch, Lamine Yamal zu decken, wird durch Nélson Semedo ersetzt.
- Mikel Merino erzielt das Siegtor nach einer Kombination mit Ferran Torres und Fabián Ruiz.
- Spanien gewinnt 1:0, zieht ins Viertelfinale ein; Cristiano Ronaldo verlässt unter Tränen den Platz.
Ronaldos verhaltener Abschied
Cristiano Ronaldo (41) war während seines letzten WM-Einsatzes eine Randfigur. Er brachte nur zwei Torschüsse aufs Tor, stellte selten eine Gefahr in der Tiefe dar und war oft von Portugals Spielaufbau abgekoppelt. Beim Schlusspfiff verließ er unter Tränen den Platz, sein Traum vom WM-Titel blieb nach sechs Teilnahmen unerfüllt.
Cristiano Ronaldo ist nicht mehr derselbe wie früher. Er ist nicht mehr in seiner Blütezeit, nicht auf seinem Höhepunkt wie vor sechs oder sieben Jahren bei Real Madrid, aber man muss ihn vom Strafraum fernhalten, denn dort ist er entscheidend.
Martínez kündigt Rücktritt an
Roberto Martínez bestätigte unmittelbar nach dem Spiel, dass seine Amtszeit als portugiesischer Nationaltrainer beendet sei. Der Spanier, der 2022 das Amt übernommen und 2025 die Nations League gewonnen hatte, sagte, er sei nach Portugal gekommen, um die WM zu gewinnen, und ohne diesen Erfolg sei es sinnlos weiterzumachen. Er lobte Ronaldo als vorbildlichen Kapitän und eine Ikone des Sports.
Ich bin nach Portugal gekommen, um die WM zu gewinnen. Wir haben die WM nicht gewonnen, es macht keinen Sinn weiterzumachen, und jetzt kann der Präsident seinen Trainer wählen. Mein Vertrag endet hier.
Lamine Yamals Einfluss
Der 18-jährige Lamine Yamal erzielte zwar kein Tor, war aber Spaniens gefährlichster Ideengeber. Sein ständiges Dribbling zwang Nuno Mendes in der 53. Minute verletzt zur Auswechslung und brachte später dem eingewechselten Nélson Semedo eine gelbe Karte ein. Yamal fand mehrfach seine Teamkollegen mit flachen Hereingaben und Steilpässen, und seine Umarmung mit Ronaldo nach dem Spiel wurde allgemein als symbolische Stabübergabe gesehen.
Defensive Stabilität
Spaniens Abwehrkette unter der Führung von Pau Cubarsí, Aymeric Laporte und Torwart Unai Simón baute ihre Zu-Null-Serie auf fünf Spiele aus. Portugals Angriff, aufgebaut um einen 41-jährigen Mittelpunkt, entbehrte der Geschwindigkeit und Vertikalität, die das Mittelfeldduo Vitinha und João Neves von Paris Saint-Germain auf Vereinsebene so effektiv gemacht hatte. Gonçalo Ramos, der Portugal im Turnierverlauf zuvor gerettet hatte, saß die gesamte Zeit über auf der Bank.


