
Spanischer Fußballverband finalisiert Fruchtbarkeitspartnerschaft für Eizelleneinfrieren der Nationalmannschaft
Der Königlich Spanische Fußballverband (RFEF) schließt derzeit eine Vereinbarung mit einer Fruchtbarkeitsklinik ab, die es Spielerinnen der Frauen-Nationalmannschaft ermöglicht, eine Eizellvitrifizierung durchführen zu lassen, ohne ihre internationale Karriere unterbrechen zu müssen.
Einzelheiten zur Vereinbarung und Initiative der Spielerinnen
Der Königlich Spanische Fußballverband (RFEF) schließt derzeit eine Vereinbarung mit einer Fruchtbarkeitsklinik ab, um Spielerinnen der Frauen-Nationalmannschaft Eizellvitrifizierungsverfahren anzubieten. Die Initiative ging direkt von den Spielerinnen aus, wobei die Mannschaftskapitäninnen Vorschläge vorlegten, wie biologische Zeitpläne mit den internationalen Fußballkarrieren in Einklang gebracht werden können. Die endgültige Vereinbarung soll Ende September 2026 vom Verband offiziell vorgestellt werden. Die spanische Spielergewerkschaft, die Association of Spanish Footballers (AFE), gab am 31. August 2026 ebenfalls eine Zusammenarbeit mit einem privaten Krankenhaus bekannt, um ihren Mitgliedern assistierte Reproduktionsdienste anzubieten.
Alexia Putellas, Kapitänin der spanischen Nationalmannschaft, erläuterte die Beweggründe, sich bezüglich der Möglichkeiten zur Fruchtbarkeitserhaltung an den Verband zu wenden.
Es ist ein großer Schritt nach vorne, weil der Verband versteht, dass du deinem Land gegen deine biologische Zeit dienst, dass du nicht anhalten kannst und keine Mutter werden kannst, weil dein Körper funktionieren muss.
Kosten und klinische Überlegungen
Die Vitrifizierung ermöglicht es Sportlerinnen, Eizellen vor dem 36. Lebensjahr zu konservieren, wenn die Gametenqualität am höchsten ist, um sie während oder nach ihrer Karriere für assistierte Reproduktionsbehandlungen zu nutzen. Mediziner weisen darauf hin, dass der Eingriff spezifische Kosten und variable Erfolgsraten mit sich bringt. Der Extraktions- und Einfrierprozess kostet zwischen 2.000 und 4.000 Euro, begleitet von Medikamentenkosten zwischen 800 und 1.000 Euro sowie jährlichen Lagergebühren von 400 Euro. Montserrat Boada, Leiterin der Biologie des Reproduktionsmedizinischen Dienstes der Klinik Dexeus Mujer, erläuterte die klinischen Auswirkungen des Alters auf zukünftige Schwangerschaften.
Wenn Sie Eizellen vor dem 36. Lebensjahr einfrieren, vervielfachen Sie die Chancen, später, wenn Sie es versuchen möchten, tatsächlich schwanger zu werden, um das Zehnfache.
Laut Boada liegt die anfängliche Erfolgsrate bei etwa 60 %, die kumulative Erfolgsrate übersteigt 70 %, wenn Versuche mit mehreren Embryonen erfolgen.
Präzedenzfälle im Profisport
Die Initiative des spanischen Verbandes folgt mehreren Präzedenzfällen in Unternehmensbereichen und Profisportorganisationen. Im Jahr 2021 wurde Racing Louisville in den USA der erste Fußballverein, der eine Partnerschaft mit einer Fruchtbarkeitsklinik einging und sich verpflichtete, die Lagerkosten für Spielerinnen nach Vertragsende zu übernehmen. 2023 schloss die spanische Gewerkschaft FUTPRO eine Partnerschaft mit der Klinik Natuvitro, um Fußballerinnen Fruchtbarkeitsdienste anzubieten. Bereits Anfang 2026 gab der FC Chelsea eine Klinikpartnerschaft und einen eigenen Fonds für Untersuchungen, Behandlungen und Beratung bekannt, während die UEFA empfahl, Fruchtbarkeits- und Reproduktionsbehandlungen in die Arbeitsplatzrichtlinien aufzunehmen. Im Juni 2025 führte die Women's Tennis Association eine Regelung ein, die die Ranglisten während der Auszeit für Fruchtbarkeitsbehandlungen schützt.
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Körperliche Anforderungen und sportliche Risiken
Die sportliche Karriere von Fußballerinnen erstreckt sich in der Regel zwischen dem 17. und 36. Lebensjahr und überschneidet sich direkt mit den biologischen Fruchtbarkeitsfenstern. In früheren Jahren ließen Sportlerinnen Eingriffe privat während der Ferienzeit oder während der Erholung von chirurgischen Operationen durchführen. Mediziner weisen jedoch darauf hin, dass die körperlichen Nebenwirkungen der ovariellen Stimulation eine sorgfältige Überwachung im Spitzensport erfordern. Eva Ferrer, Sportmedizinerin, ehemalige Ärztin der Frauenmannschaft des FC Barcelona und Mitglied des UEFA-Expertengremiums für Frauengesundheit, betonte die Notwendigkeit weiterer klinischer Forschung zu den Auswirkungen auf den Sport.
Es gibt nicht genügend Studien darüber, wie die Behandlung beispielsweise Gelenke oder Weichteile beeinflussen könnte.
Ferrer stellte fest, dass Hormone zur ovariellen Stimulation das Weichteilgewebe und die Gelenkmechanik beeinflussen können, was maßgeschneiderte Trainingsanpassungen erfordert, um Verletzungen des Bewegungsapparats zu vermeiden. Darüber hinaus müssen Sportlerinnen, die sich einer hormonellen Stimulation unterziehen, ihre Medikamente formal in der Dokumentation zur therapeutischen Ausnahmegenehmigung registrieren, um die Anti-Doping-Bestimmungen einzuhalten.


