NRW-Feuereinheit nach 36 Stunden zurückbeordert: Spanien braucht keine deutsche Waldbrandhilfe mehr
Eine 50-köpfige Spezialeinheit zur Waldbrandbekämpfung aus Nordrhein-Westfalen kehrt nach Deutschland zurück, nachdem die spanischen Behörden am Sonntagabend entschieden hatten, dass sich die Lage in Kastilien und León entspannt habe und keine externe Hilfe mehr erforderlich sei.
Eine spezialisierte Waldbrandeinheit aus dem deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen ist auf dem Heimweg, nachdem die spanischen Behörden ihren Einsatz knapp 36 Stunden nach der Ankunft beendet haben. Die am Sonntagabend mitgeteilte Entscheidung beendet abrupt eine Mission, die mit einem dreitägigen, 2.000 Kilometer langen Straßenkonvoi begann.
Der Einsatz
Mehr als 50 Feuerwehrleute aus Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, Königswinter und Ratingen erreichten am Samstag die nordwestliche Region Kastilien und León mit einem Konvoi von 21 Fahrzeugen. Die Einheit, bekannt als Waldbrandmodul, war von den spanischen Behörden über den EU-Katastrophenschutzmechanismus angefordert worden. Ein Team begann sofort mit der Arbeit und half spanischen Einsatzkräften bei der Bekämpfung eines Feuers in einem Naturschutzgebiet, während das zweite Team die Unterkunft einrichtete.
Lage vor Ort
Frank Frenser, Sprecher der Bonner Feuerwehr, beschrieb eine Landschaft, die bereits von tagelangen intensiven Bränden gezeichnet war. "Man fährt über einen Hügel und dahinter ist alles verbrannt, alles schwarz, wie eine Mondlandschaft", sagte er. Die Hauptaufgabe der Einheit war es, Glutnester im Boden und in Baumstümpfen zu lokalisieren und zu löschen – eine Arbeit, die Frenser als körperlich anstrengend bei Temperaturen um 30 Grad Celsius bezeichnete.
Mit unseren Tanklöschfahrzeugen bringen wir viel Wasser und graben auch den Boden um, überprüfen die Vegetation, verbrannte Baumstümpfe und öffnen sie.
Er betonte, dass zwar wasserabwerfende Flugzeuge die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ein Waldbrand aber nur vom Boden aus gelöscht werden könne. Ein zurückgelassenes Glutnest könne bei einer Windböe das Feuer neu entfachen.
Unterkunft und Teamarbeit
Die Feuerwehrleute waren in einem ehemaligen Kloster mit Schlafsälen, einer großen Küche und sanitären Einrichtungen untergebracht. "Wir wohnen in einem alten Kloster, mit einem großen Speisesaal, genügend Betten und sanitären Anlagen", sagte Frenser. "Das ist großartig. So kann sich das Logistikteam auf andere Dinge konzentrieren, anstatt Zelte aufzubauen und Duschen zu betreiben." Er beschrieb die Einheit als ein eingespieltes Team, das sofort zusammenfand, obwohl sich die Mitglieder nur von Übungen und früheren Einsätzen kannten. Die Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden verlief reibungslos, und die deutschen Einsatzkräfte sagten, sie lernten von ihren spanischen Kollegen, die das ganze Jahr über die Vegetation pflegen und jeden Sommer Brände bekämpfen.
Im Winter sorgen sie dafür, dass die Vegetation gepflegt wird, damit sie im Sommer unter Kontrolle gehalten werden kann. Und im Sommer, wenn es losgeht, bekämpfen sie die Brände. Es ist gut, von ihnen zu lernen, wie sie es machen.
Vorzeitiger Rückruf
Am Sonntagabend stellten die spanischen Behörden fest, dass sich die Lage entspannt hatte und keine externe Hilfe mehr nötig war. Die Einheit wurde angewiesen, den Einsatz zu beenden, und soll am Montagmorgen die Rückreise nach Deutschland antreten. Der Rückruf bedeutet, dass die Feuerwehrleute etwa genauso lange für die Anreise zum Brandgebiet brauchten wie für den Einsatz selbst.
- Einheit reist von Nordrhein-Westfalen nach Spanien ab.
- Konvoi aus 21 Fahrzeugen trifft nach dreitägiger, 2.000 km langer Reise in Kastilien und León ein.
- Erstes Team beginnt gemeinsam mit spanischen Einsatzkräften die Arbeit an einem Brand in einem Naturschutzgebiet.
- Spanische Behörden entscheiden, dass sich die Lage entspannt hat und keine externe Hilfe mehr nötig ist.
- Einheit beginnt Rückreise nach Deutschland.


