
SpaceX-Börsengang schafft 4.400 Millionäre – Aktie fällt, Anti-Musk-ETFs starten
Der rekordverdächtige Börsengang von SpaceX hat Tausende von Mitarbeitern zu Millionären gemacht, doch die Aktie ist von ihrem Höchststand nach dem Debüt gefallen, der Anleihemarkt signalisiert Vorsicht, und zwei neue ETFs ermöglichen es Anlegern jetzt explizit, Unternehmen von Elon Musk auszuschließen.
Vergütungswelle für Mitarbeiter
Elon Musk sagte in der Sean-Hannity-Show, dass der Börsengang von SpaceX im Juni wahrscheinlich „mehrere tausend“ Mitarbeiter zu Millionären gemacht habe. Schätzungen vor dem Börsengang deuteten auf rund 4.400 neue Millionäre und über 400 Centimillionäre hin. Der Reichtum stammt aus jahrelangen Aktienzuteilungen und Optionen, die gleichermaßen an Schweißer, Maschinenbediener und Ingenieure vergeben wurden. Musk präsentierte die Politik als eine Möglichkeit, Anreize zu schaffen.
Es ist nicht nur ein Schweißer, es sind mehrere tausend Menschen, die am Fließband gearbeitet haben.
Allerdings befindet sich ein Großteil dieses Reichtums aufgrund gestaffelter Haltefristen, die den Verkauf einschränken, noch auf dem Papier.
Aktien- und Anleihemarkt unter Druck
Nach der Preisbildung bei 135 $ und einem kurzen Anstieg über 200 $ fielen die SpaceX-Aktien bis zur Wochenmitte unter 148 $ und löschten damit einen Teil der Buchgewinne aus. Die Unternehmensanleihen in Höhe von 25 Milliarden US-Dollar mit Fälligkeit 2036, die im Juni mit einem Aufschlag von 1,4 Prozentpunkten auf Treasurys verkauft wurden, verzeichneten laut MarketAxess am Donnerstag den vierten Tag in Folge steigende Spreads. Der gleichzeitige Aktienrückgang und die Anleihebelastung zeigen eine Spaltung in der Einschätzung der Anleger.
- SpaceX-Börsengang mit 135 $ pro Aktie bewertet
- Aktien steigen über 200 $
- Aktien fallen unter 148 $
- Anleihe-Spreads weiten sich den vierten Tag in Folge aus
- Anti-Musk-ETFs bei der SEC registriert
Anti-Musk-ETFs kommen
Subversive Capital hat zwei Exchange Traded Funds registriert – den Nasdaq-100 Ex-Elon Enterprises ETF und den S&P 500 Ex-Elon Enterprises ETF – die Tesla und SpaceX explizit ausschließen. Die Fonds, die unter der Marke Subversive Markets Lab eingereicht wurden, zielen darauf ab, Large-Cap-Indizes abzubilden, während sie Unternehmen ausschließen, die „von Elon Musk gegründet, kontrolliert oder geführt werden“. Der Schritt nutzt die negative Stimmung gegenüber Musks politischen Aktivitäten und seiner öffentlichen Persona und bietet Anlegern eine Möglichkeit, das Engagement in der reichsten Person der Welt zu vermeiden.
Bewertungsdebatte
Der Börsengang bewertete SpaceX mit rund 2 Billionen US-Dollar, vergleichbar mit Amazon und mehr als JPMorgan und ExxonMobil zusammen, doch das Unternehmen machte 2025 einen Verlust von 4,94 Milliarden US-Dollar, wobei nur Starlink zuverlässig profitabel war. Die Finanzjournalistin Bethany McLean wies auf den Gegensatz hin zwischen Aktienanlegern, die von Musks Mars-Vision angezogen werden, und Anleiheinvestoren, die sich auf die tatsächlichen Gewinne konzentrieren.
Der Aktienmarkt mag große Träume, kühne Erzählungen und die Männer (es sind meistens Männer), die sie verkaufen können.
Da nur knapp 5 % der Aktien im Streubesitz sind und passive Indexfonds zum Kauf gezwungen sind, haben Angebotsbeschränkungen dazu beigetragen, den Aktienkurs zu stützen, doch die Skepsis des Anleihemarktes hält an.


